
Seit einigen Tagen und noch einige weitere Tage hallt aus dem Weinkeller das Klappern der Weinflaschen. Die ersten Weine sind abgefüllt und nächste Woche soll der 2018er Riesling komplett auf der Flasche sein.
Vor Tagen haben wir mit den exakten Planungen begonnen. Verlässlich lieferte der Flaschenhändler und der Verschlusslieferant auf den Tag genau nach Absprache. Die Etiketten kamen heute von der Druckerei.
An den Abfüllfreien Tagen wird etikettiert und ab der zweiten Märzwoche kann der neue Jahrgang geliefert werden. Bestellungen nehmen wir jetzt schon gerne entgegen.
Apropos Neuer Jahrgang: Die Weine zeigen sich von der besten Seite. Delikate Rieslingaromatik mit außergewöhnliche Aromen. Alles schmeckt extrem klar und balanciert mit einer angenehmen Säure, die sehr gut eingebunden ist. Etwas kräftiger und schmelziger wie man es von unseren Moselweinen gewohnt ist. Ein Ergebnis des ungewöhnlichen Ausnahmejahres 2018.





Rieslingtrauben an den steilen Moselhängen ernten, heißt auch harte körperliche Arbeit. Das Abschneiden der Trauben ist noch relativ einfach, dass Aufsammeln der Erntekisten und stapeln auf dem Anhänger ist schon bedeutend anstrengender. Um die körperliche Belastung zu minimieren, wechselten die Erntehelfer sich untereinander ab.
Auch die Mädels packten mit an, um die Kisten in die Weinpresse zu entleeren.
Bewundert durch die männlichen Helfer wanderten die Trauben in die Weinpresse und die männliche Hauruck Fraktion staunte nicht schlecht über die tänzelnde Eleganz mit der Dies geschah.
Nachdem der Kampf um die letzten Rieslingtrauben in der letzten Rebzeile ohne gegenseitige Schnittverletzung beendet war, kann ich jetzt verkünden: „Wir haben fertig!“
Die morgendliche Ernte startet fast immer im dichten Nebel bei kühlen Temperaturen. Das Vorauskommando verteilt am Weinberg die Erntekisten.
Kurze Zeit später folgt die froh gelaunte, warm angezogenen Erntemannschaft (hier nur ein Teil), um mit dem Tagewerk zu beginnen.
Aber dann, wenn der Nebel sich gelichtet hat, scheint die Sonne bei strahlend blauem Himmel bis in die Abendstunden.
So warm, dass die mitgenommenen Gummibärchen für die Frühstückspause zu schmelzen beginnen und eine einheitliche Masse werden.



