
Ein voller Erfolg war die Bio-Glühwei(h)n-Nacht am vergangenen Samstag. Schon vor Veranstaltungsbeginn kamen die ersten Gäste. Unser Verkaufslager war den ganzen Nachmittag und Abend mit Gästen gut gefüllt. Glühwein, Kinderpunsch, Waffeln und Kürbissüppchen fanden regen Zuspruch: Alles weg!
Das als Überraschung angekündigte outddoor Weinkino mit einigen Filmen über die Mosel, Wein und Moselaner musste regenbedingt nach innen verlegt werden. Da unser Verkaufslager recht klein und eng ist, wurde kurzerhand der Lastenaufzug in eine Kinokabine umgewandelt. Das der Beamer die Filme leider nur in schwarz-weiss auf die Leinwand brachte, störte niemanden.
Und wie es so bei uns üblich ist: Der Glühwein usw. wurde gegen Spende ausgeschenkt. Dieses mal ist der Erlös von fast 900,- € für ein Projekt der Uni Trier in Kenia.
Danke an alle, die geholfen haben das Spar-Spendenschwein zu füllen!
Hier noch die kurze Projektbeschreibung:
„Im März 2015 ist wieder ein Projekt in Nairobi/Kenia geplant, an dem jeweils 15 Studierende der Universität Trier und der Kenyatta University teilnehmen werden. Das Thema dieses Jahres lautet: „Health Care for the Poor in Nairobi Slums – Needs and Demands“ („Gesundheitsversorgung für die Armen in den Slums von Nairobi“).
Diese Thematik ist von höchster Aktualität und Brisanz. In den Slums leben etwa 65% ( = rd. 2,5 Millionen Menschen) der Stadtbevölkerung auf nur 6% der Gesamtfläche Nairobis. Die Umweltsituation ist menschenunwürdig. Stinkende Müllhalden sind überall. In den 9 qm „großen“ Wellblech bzw. Lehmhütten spielt sich das ganze Leben einer etwa sechsköpfigen Familie ab. Toiletten gibt es keine in den Ein-Raum-Behausungen, sodass die menschlichen Bedürfnisse zumeist in Form von in Plastik oder Papier verpackten „Flying Toilets“ außerhalb der Hütten entsorgt werden müssen. Die sanitäre und hygienische Situation spottet jeder Beschreibung.
Die Kindersterblichkeit der unter 5-Jährigen ist erschreckend hoch. Unterernährung, Typhus, Magen-Darm-Erkrankungen, Lungenentzündungen, Asthma, Malaria, Diabetes und HIV/AIDS sind die vorherrschenden Krankheiten im Slum.
Das Projekt, das unter anderem mit den „German Doctors“ und mit dem Health Sector der GIZ im Slum Mathare durchgeführt werden soll, versucht im Rahmen eines Mixes von Methoden (Beobachtung, Kartierungen, quantitative und qualitative empirische Sozialforschung) die reale Situation abzubilden, um daraus konkrete Empfehlungen an die in der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsplanung Verantwortlichen in Kenia zu formulieren.“