Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Schlagwort: Rebblüte

  • Immer wieder schön

    Immer wieder schön: Die Rebblüte!

    Der Blütenansatz ist dieses Jahr etwas geringer wie im letzten. Der jetzige Dauerrregen könnte zudem zu sogenannten Verrieselungsschäden führen, also Nichtbefruchtung der Blüten. Aber mal abwarten, es dauert noch etliche Tage, bis wir mehr wissen. Muss auch nicht schlecht sein, es gibt dann lockerbeerige Trauben, die weniger anfällig für Fäulniss sind.  Der gute Wuchs der Reben, aufgrund der feuchten Böden, lässt auch darauf schließen, das das Dickenwachstum der Beeren nach der Rebblüte rasant wird und überaus dicke Trauben entstehen können. Alle Optionen bezügl. der Erntemenge  sind noch offen!

    Eine sehr gute Ernte gibt es bei den Walderdbeeren, die unter den Rebstöcken wachsen.  Da diese momentan Nährstoffe und Wasser aus dem Vollen schöpfen können, sind die Erdbeeren zwei- bis dreimal so groß wie sonst und die Zwischenmahlzeit für den Winzer in kürzester Zeit gepflückt.

  • In den nächsten Tagen

    In den nächsten Tagen dürfte die Rebblüte bei uns an der Mosel beginnen. Die Blütenansätze, oder das Geschein, wie der Winzer sagt, sind voll entwickelt. Sie werden sich noch etwas spreizen, bevor – ich denke nächstes Wochenende – die Rebblüte beginnt.

    Regen gab es gestern reichlich, so dass die Wasservorräte im Boden wieder aufgefüllt sind. Den ganzen Tag war das Moseltal wolkenverhangen und diesiges Wetter. Genau das Gegenteil von letztem Jahr, als der Wassermangel uns große Sorgen bereitet hatte, wie jetzt unserem Kollegen Bernhard Fiedler am Neusiedler See in Österreich, der darüber in seinem Blog berichtet: Es ist sehr, sehr, sehr trocken.

    Diese Woche sind, nun leider, wieder Niederschläge gemeldet. Da werden sich die Pilzkrankheiten freuen. Ich hoffe nicht, das es wieder eine Zitterpartie wie vor drei Jahren wird, als wir mit einem blauen Auge von einen massiven Pilzbefall verschont blieben. Verschiedene Kollegen verfallen schon in Schwarzmalerei. Aber noch ist es nicht soweit. Zumindest bei mir nicht. Aber Aufpassen ist trotzdem angesagt. Diese Pilzkrankheiten sind heimtückisch und halten sich manchmal nicht an die Spielregeln, wie Armin Kobler aus Südtirol es in den letzten Tagen bitterböse erfahren musste.