
Der Winter ist momentan etwas trist und dunkel. Die sommerlichen Farben, das Grün der Pflanzen und die Blütenfarben fehlen, der Himmel wolkenverhangen. Schnee würde das ganze aufwerten, aber im warmen und schneearmen Moseltal nicht sehr häufig und durch den Klimawandel wird er noch seltener.
Auflockernd für das Auge sind die Nebelspiele, die des Öfteren stattfinden. Langsam von den Höhenzügen vom Hunsrück und Eifel hinabgleitend ins Tal und vom Wind an den Weinbergshängen entlanggetrieben.
Alle fünf Minuten vom Rebschnitt aufschauen und eine andere, spannende Landschaft um sich herum erblicken, die sich ständig ändert.
Zwischen den Jahren verfärbte sich die Landschaft stellenweise ins winterliche weiß. Die Reben waren in höheren Lagen von Rauhreif umschlossen
und bizarre Eisnadeln zu sehen.
Die Moselweinberge hatten eine weiße Wintermütze auf.
Endlich wieder Jahreszeitgemäß. Nach dem kurzen Wintereinbruch nach Weihnachten und den vergangenen warmen Wochen gibt der Winter endlich wieder sein Stelldichein. Frost in der Nacht und tagsüber knapp über null.