
In den letzten Tagen habe ich die Begrünungen in den Weinbergen zum ersten mal gemäht. Die Natur ist dieses Jahr etwas spät dran. Wie auch mein Kollege Bernhard aus Österreich hier schreibt, ist das Rebwachstum noch nicht soweit wie in den Vorjahren.
Viele Winzerkollegen befürchten schon das schlimmste. Aber kein Grund zur Besorgniss für den kommenden Weinjahrgang. In den nächsten Tagen ist sehr warmes Sommerwetter gemeldet und die Böden haben genügend Niederschläge bekommen. Schnell kann die Natur den Vegetationsrückstand aufholen und allen Unkenrufen zum Trotz, kann aus dem jetzigen Vegetationsrückstand keinerlei Aussage über die zu erwartenden Qualitäten des nächsten Weinjahrganges hergeleitet werden.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben und abwarten. Es ist jetzt viel zu früh, um die künftige Weinqualität beurteilen zu können. Wir sollten nicht schon im Juni von Jahrhundertsommern reden und zwangsläufig im September über Jahrhundertjahrgänge, oder umgekehrt. Das sollte man frühestens tun, wenn die Trauben geerntet und die Weine probierfähig sind.
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