„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schrieb Hermann Hesse einst in einem Gedicht. Auch für uns Winzer hat der Beginn der Vegetationsperiode immer wieder etwas Zauberhaftes. Die Natur wird grün, die ersten Blüten in der Weinbergsbegrünung und an unseren Weinbergspfirsichen sind zu sehen.
Die Knospen der Reben beginnen anzuschwellen – im Zuge des Klimawandels inzwischen oft einige Tage früher als im langjährigen Durchschnitt. Angekündigte kühleren Temperaturen in den nächsten Tagen werden diesen Prozess wohl nur geringfügig verzögern.
Die Rebe „weint“ – von den alten Gelehrten auch Aqua Vitis oder Lachryma Vitis genannt. Die Wurzeln drücken Wasser und Nährstoffe in die Leitbahnen, die an den Schnittstellen austreten, bis diese die Saftleitbanen verschließen. Für uns markiert dieses Phänomen den Beginn einer neuen Vegetationsperiode und den Start eines neuen Lebenszyklus. Der Frühling ist da!
Wir sind gespannt, was uns die kommende Vegetationsperiode bringt. Dürre oder Dauerregen mit nie dagewesenem Hochwasser und Pilzbefall wie vor einigen Jahren, oder vielleicht doch ein normaler Sommer ohne Wetterextreme?
Wünsche an das Wetter hätten wir genug.



Nebenbei wurden die ersten Entwürfe der neuen Etiketten vorgestellt und gemeinsam besprochen. Sie präsentieren sich farbenfroher, jünger und kreativ gestaltet und verleihen dem Erscheinungsbild eine frische, moderne Note. Damit unterscheiden sie sich von den bisherigen Etiketten, die schlichter gehalten waren, zu ihrer Entstehungszeit jedoch ebenfalls modern und innovativ waren.












Ein massiver Einsatz der Ernteschere war nötig! Ganz wichtig sind die beiden langen, schmalen Klingen, mit denen nicht gewünschte faule Beeren oder Traubenteile mit chirurgischer Präzision von den gesunden reifen Rieslingtrauben weggeschnitten werden.


