
Wir waren einmal wieder in der näheren Heimat per pedes unterwegs gewesen. Der Lieserpfad war das Ziel. Bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Mosel aus zu erreichen, starteten wird von Manderscheid in Richtung Wittlich.

Auf halber Höhe zwischen Tal und Lieser führt der Pfad entlang des Flüsschens. Eltliche steilere Anstiege hat der Wanderweg ebenfalls zu bieten. Einige Flußmäander müssen über die Berghöhen umgangen werden, da kein Weg an der Lieser entlang führt. Bei dem Tempo, welches durch meine Wanderfreunde vorgelegt wurden, ließen die 750 Meter Höhenunterschied mich mächtig ins Schwitzen kommen.

Unabdingbar ist die Selbstversorgung während der Wanderung. Ebenso wie Moselriesling mit dabei war. Auf den ersten 22 km gibt es keine Einkehrmöglichkeit und die Zivilisation beschränkt sich auf das einmalige überqueren einer Straße. Reichlich Wanderhütten bieten Unterschlupf und Rastmöglichkeiten um die ruhige Natur zu genießen.

Hinter jeder Kurve – immer wieder spannend – gab es andere Ausblicke und Eindrücke.

Ein deftiges Essen wurde in der ersten bewirtschafteten Mühle verzehrt, wobei die Weinkarte doch etwas Belustigung bei uns hervorrief. Nach weiteren 6 Kilometern Fußmarsch in der Dunkelheit, wir saßen sehr gut und lange in der Mühle, erreichten wir Wittlich. Nach einem Dämmerschoppen im Weingut Lüttiken ging es mit den Taxi in Richtung Heimat.
Dieser Wanderweg wird als der schönste in der ganzen Eifel bezeichnet. Ich werde ihn auf jeden Fall nochmals gehen, etwas langsamer an einen Frühjahrs- oder Sommertag, um nicht in der Dunkelheit gehen zu müssen und um die Natur noch etwas intensiver zu genießen oder um vielleicht in die zweite bewirtschaftete Mühle einzukehren.
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