Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

„Wappen für Arme“

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Die Hausmarke, eine Art einfaches Wappen für Bauern. Ein Sippenzeichen, welches aus einfachen Strichen leicht zu erstellen ist. Teilweise bezugnehmend auf den Beruf wie z.B. Müller, Schneider oder Schmied.

 

Der älteste Sohn übernahm es für seine Familie, die anderen Söhne fügten weitere Symbole oder Striche dazu und hatten ihr eigenes Zeichen. Man kennzeichnete mit diesem Eigentumszeichen sein Werkzeug, Weinberge oder sein Haus. Heute kann man diese Hausmarken noch auf den Türstürzen der Eingangstüren oder Kellertüren sehen, die dort noch durch die Jahreszahl derHauserbauung ergänzt wurden.

 

Unten links (Nr. 43) ist unsere Hausmarke. Mein Großvater verwendete es noch. Da ich der älteste Sohn bin und mein Vater nur Schwestern hatte, kann ich diese Hausmarke unverändert übernehmen, während mein Bruder noch einen Strich hinzufügen müßte, wenn er es weiter verwenden wollte. Wäre vielleicht eine Idee fürs Weingutslogo, aber wir haben ja eins.

Kommentare

  1. Avatar von Thomas

    Tolle Geschichte!
    Ich habe noch nie von so etwas gehört. Ich muß gleich nachfragen ob das bei uns im südbadischen auch üblich war 🙂

  2. Avatar von harald
    harald

    So etwas hat es sicherlich auch im südbadischen gegeben. Es gab mal Zeiten, in denen nicht jeder des Schreibens und Lesens mächtig war und mit dem Hauszeichen konnte man sein Eigentum kennzeichnen.

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