Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Rund ums Weingut

  • Bio-Glühwei(h)n-Nacht: Bitte vormerken!

    2015-12-01 Glühweihnacht

    Gemütliches Beisammensein bei leckerem  Bio-Glühwein – natürlich aus Riesling –  Infos und Gespräche zum Öko-Landbau und eine kleine Überraschung.

    Am Samstag, den 12. Dezember, ab 16.oo Uhr, findet zum x-ten Mal in unseren Kellerräumen die Bio-Glühwei(h)n-Nacht statt.

    Wie gehabt spenden wir den Glühwein und der Erlös wird an eine regionale wohltätige Organisation gespendet. Welche ist noch unklar. Der Familienrat wird sich noch beraten.

    Für die, die von weiter herkommen und auch Durst haben: Der letzte Zug ab Reil fährt um 21.57 nach Bullay, dort besteht Anschluß nach Trier bzw. Koblenz. In Richtung Tr.-Trarbach fährt der letzte Zug um 21.28 Uhr.2015-12-04 Glühwein

    Dieser Tage haben wir schon den Riesling für die Glühwei(h)n-Nacht ausgesucht und Probe „gekocht“. Neben den bei uns üblichen Glühweingewürzen gab es auch einen Versuchsansatz mit der Glühweingewürzmischung des Koblenzer Gewürzhändlers Pfeffersack & Soehne. Wie nicht anders zu erwarten war, allerbeste Qualität und sehr aromastark. Auch bei der halben, auf der Verpackung angegebenen, Dosage noch sehr intensiv.

    Für unseren Riesling etwas zu intensiv, so dass wir bei der alten, betriebseigenen, Gewürzmischung bleiben. Aber auf jeden Fall ist diese Gewürzmischung eine Empfehlung wert, ebenso die anderen Gewürze dieses Händlers.

  • Hoffest, Tanzen ohne Grenzen

    2015-09-05 Hoffest

    2015-09-05 RefugeesTanzen ohne Grenzen! Das Motto des gestrigen, von unseren Kindern und ihren Freunden für Ihre und unsere Freunde organisierte Hoffest. Organisiert als Bottleparty, also die Gäste bringen Speis und Trank selbst mit.

    2015-09-05 KühlschrankDa sich unser Nachwuchs auch sozial engagiert, war das Motto des Hoffestes „Tanzen ohne Grenzen“. Es wurde um Spenden für den Trierer Verein FAOSE e.V. gebeten, der im Libanon eine Schule für syrische Flüchtlingskinder fördert.

    2015-09-05 BatikenNachmittags begann das Fest mit gemeinschaftlichem batiken, an dem Jung und Alt begeistert mitmachten.

    2015-09-05 JungeDie Jungen besetzten die Stehplätze,

    2015-09-05 Altenbankdas Mittelalter saß auf der Altenbank

    2015-09-05- Alte und von der Loge hatten unsere Senioren den kompletten Überblick auf das Geschehen im Hof.

    2015-09-05 Musik1Musikalisch eröffneten die Pandabären das Fest.

    2015-09-05 PoetriTobi begeisterte die Besucher mit Poetry Slam.

    2015-09-05 Frau ohne NamenRaphael und die Unbekannte verzauberten mit Gitarre und Gesang die Gäste.

    2015-09-05 SingenDas Dilettantentrio mit Juicy Jonas entfachte begeisterten Applaus.

    2015-09-05 Andi1Andi Stahlhart musste wegen einsetzendem Regen in die Garage – ich sage mal großkotzig „Südbühne“ – ausweichen und

    2015-09-05 Andilegte grandiose Saxophonsoli hin.

    Zwischendurch spielten noch Herr Müller und sein Chauffeur. Da ich aber am Verpflegungsstand Dienst hatte, leider ohne Foto.

    2015-09-05 JannisJannis und Leon konnten nach dem Regen wieder auf der Hauptbühne auftreten. Die Eltern der Beiden waren auch dabei und richtig stolz auf den Nachwuchs.

    2015-09-05 PartyNatürlich wurde auch getanzt, ganz viel sogar!

    2015-09-05 EsszimmerDie Moselklabauter verbreiteten klasse Atmosphäre – wieder einmal regnete es und die Nordbühne im Weingut wurde genutzt – und beendeten den musikalischen Teil der Party. Bis früh in den Morgen wurde noch weiter gefeiert.

    Der Hof ist mittlerweile gekehrt und aufgeräumt. Die Spendendosen wurden auch schon geöffnet, gezählt und wir freuen uns, dass eine stattliche Geldsumme für den Verein FAOSE e.V. gespendet worden ist.

    Vielen Dank an die Spender, an alle, die sich an diesem Fest beim Auf- und Abbau beteiligt haben und die Künstler auf der Bühne, die für Stimmung sorgten. Auch Danke an alle Gäste und natürlich an unsere Nachbarn, die den „Lärm“ ertragen haben.

  • 0800 4 5555 20 – Da werden Sie geholfen!

    2015-08-19 Ausbildungsbeihilfe

    0800 4 5555 20 – Da werden Sie geholfen. Der alte Werbespruch von Veronica Pooth. Hier die Zentralnummer des Callcenters des Arbeitsamtes (für die Arbeitgeber), die für jegliche Information dienen soll.

    Aber nun mal der Reihe nach.

    Unsere Ausbildungsstelle ist mittlerweile besetzt. Ein/e EU Ausländer/in hatte sich beworben und den Ausbildungsvertrag unterschrieben. Eine Wohnung war auch schnell organisiert. Da aber das Lehrlingsgehalt nicht so üppig ist, um einen eigenen Hausstand zu gründen und die elterliche Unterstützung auch begrenzt ist, dass erste Problem.

    Also sich im Internet sachkundig gemacht. Dabei auf Mobi Pro gestoßen, einem Programm für die Ausbildung ausländischer Jugendlicher. Förderung mittels Sprachunterricht, Förderung bei der Bewerbung, Hilfen zum Lebensunterhalt, Fahrtkosten usw. Hört sich alles gut und nett an, aber weitere Information, also die harten Fakten, nicht aus der Homepage ersichtlich.  Also angerufen, der Mitarbeiter am Telefon hörte sich sehr sachkundig an. Ich sollte Interesse an diesem Programm per Mail kundtun (Die Verwaltung der Gelder des Arbeitsamtes wird bei diesem Projekt von externen Projektträgern übernommen.) Einen Tag später kam dann die Absage, ich könnte nicht an diesem Programm teilnehmen, Projektträger werden und es ist für dieses Projekt in diesem Jahr sowieso kein Geld mehr da.

    Also bei einem regionalem Projektträger angerufen. Es war eine interessante Unterhaltung mit dem zuständigen pädagogischen Betreuer. Zum Einem – ist mir aus vorherigen Kontakten bekannt – das die Arbeitsagentur etwas schwierig telefonisch erreichbar ist und dann hätten Sie auch nur die Zulassung für Portugiesen, Spanier und Rumänen und das auch nicht für den Winzerberuf. Also wieder nichts mit der Förderung von ausländischen Ausbildungswilligen. Problem!

    Da Sprachuntericht in meinem Fall nicht nötig ist – Deutsch wurde schon in der Schule unterrichtet – meinte mein Gesprächspartner, käme alternativ noch die Berufsausbildungshilfe in Frage.

    Also obige „Da werden Sie geholfen“ Rufnummer angerufen. Der erste Anruf scheiterte an einem inkompetenten Mitarbeiter. Kenne ich von anderen Gelegenheiten. Ich hatte schon einmal mehrere Stunden damit verbracht, einen sachkundigen Sachbearbeiter an die Strippe zu bekommen. Also der zweite Versuch. Zuerst eine Belehrung, dass diese Rufnummer nur für Arbeitgeber zuständig ist und nicht für Arbeitnehmer, die diese Hilfe beantragen müssten. Aber dann hat es doch geklappt, ich durfte das Anliegen meines zukünftigen Stiftes vortragen und es sollte ein Antragsformular für diese Fördermaßnahme an mich geschickt werden. Ich hätte da noch einige Fragen, sagte ich. Er sagte, ich werde angerufen. Einen persönlichen Sachbearbeiter in meiner zuständigen Arbeitsagentur mit eigener Nummer gibt es, auch für Arbeitgeber, nicht! Trotzdem ein kleiner Erfolg!

    Einige Stunden später der Rückruf der Agentur. Leider kommunizierte die dafür zuständige Sachbearbeiterin mit meinem Anrufbeantworter. Letzter Satz: „Für Rückfragen können Sie mich gerne zurückrufen“, natürlich keine Telefonnummer. Es gibt nur oben genannte, die bei einem Callcenter landet.

    Die Anträge auf die Berufsausbildungsbeihilfe kamen einige Tage später an. Gott sei Dank sehr verständlich gehalten. Die benötigten Dokumente kamen auch ganz schnell per Internet von der Familie.

    Heute sind wir, also mein Stift und ich, dann persönlich zum Arbeitsamt gefahren. So stand es ja auch im Anschreiben bei der Zusendung der Anträge. Da es ja Arbeitnehmersache ist, diese Papiere abzugeben, in die Schlange vor den „Empfang“ gestellt. Ich hasse es, dass mit dem in Schlange stehen!

    Als wir dann dran waren, keine Beratung, keine Sichtung des Papierstapels und/oder Hinweise auf Ausfüllfehler oder fehlende Dokumente! Es werde weitergeleitet an die Sachbearbeiter wurde ich beschieden. Ob ich noch Fragen hätte, der Sachbearbeiter würde dann zurückrufen…

    Die Zeit heute Morgen hätte ich mir sparen können. Besser direkt an das übergeordnete Arbeitsamt geschickt und der Antrag käme wahrscheinlich eher in die Bearbeitung. Servicequalität ist etwas anderes. Jetzt lasse ich mich einmal überraschen.

    In zwei Wochen ist Ausbildungsbeginn. 🙂

  • Prunus persica

    2015-05-19 Weinbergspfirsich

    Prunus persica, Varietät: Roter Weinbergpfirsich. Gewaltig, was in unserem Weinbergspfirsichbaum dran hängt. Das könnte eine überaus gute Ernte werden. Reichlich Vitamine für den Winter aus dem Einweckglas.

    In einigen Jahren kommen die im letzten Jahr in den Böschungen der Weinberge gepflanzten Pfirsichbäume auch noch in den Ertrag. Falls diese dann ebenso voll hängen, dann kann ich die ganze Nachbarschft incl. Freundeskreis damit versorgen.

    Aber vielleicht ist der große Behang auch ein Omen, ein Anzeichen, für eine kommende sehr gute Rieslingernte.

  • Wein & Rat

    2015-04-29 Weiterbildung1

    Kurzerhand wurde letzte Woche unser Verkaufslager in einen Seminarraum incl. Beamer umgewandelt. Die Kollegen der ECOVIN Regionalgruppe kamen zu einer Weiterbildungsmaßnahme, zu der ich in Funktion als Demonstrationsbetrieb ökologischer Landbau und als Vorsitzender der Regionlgruppe von EOCVIN eingeladen hatte.

    Frau Popp und Herr Heitlinger von der Agentur Wein & Rat referierten über die Betriebsübergabe an familienfremde Investoren und/oder Betreiber. Interessant, wie die Agentur Unternehmensnachfolger sucht und findet, die Betriebsübergabe begleitet und betreut. Ein sehr wichtiges Thema, da viele Weingüter keinen Betriebsnachfolger haben. Ein Thema, um das wir uns in den nächsten Jahren  auch kümmern müssen.

    2015-04-29 Suppe

    Nach dem Stehimbiss – lecker Süppchen mit Reiler Biorind – ging es weiter mit dem ganz normalem Irrsinn, mit dem sich ein Winzer heutzutage auseinandersetzten muss. Über die sinnfreie und sinnlose Politik in Brüssel referierte Ralph Dejas, der Geschäftsführer von ECOVIN. Äusserst interessannt, was in manchen Politikerköpfen vorgeht und mit welcher Kreativität dort Politik gemacht wird. Leider befinden wir Winzer uns am Ende der Nahrungskette und müssen das ganze dann ausbaden, was insbesondere in Brüssel von Politik und Lobbyisten ausgeheckt wird. Zum Abschuß referierte unsere Ökoberaterin Beate Fader über den aktuellen Stand der Dinge in der Anbautechnik.
    Während der Vorträge – ist so üblich in Winzerkreisen – noch einige Weinproben. Ich hoffe, das die Weiterbildung den Kollegen bei der alltäglichen Arbeit im Weingut hilft.
  • Azubi oder Azubine gesucht!

    2010-11-10-vertrag.jpg

    Unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer ist ab sofort neu zu besetzen

    Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft des Fachbereichs Geisenheim der Fachhochschule Wiesbaden besetzt werden.
    Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 33 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

    Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

    Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

    Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

    Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

  • Aus dem Archiv: Gestern hatte ich das Vorgestern vergessen


    Weil es einfach so schön ist! Zeitweise in den Tiefen des Internets verschwunden und nun wieder on! Gedreht im Burger Hahnenschrittchen und in Trarbach.
    Der Originalartikel ist hier zu finden.

  • Riesling für Afrika: Zurück vom Badeurlaub in Sambia

    2015-01-23 nachbearbeitet

    Ich berichtete vergangenen November über unseren Riesling, der, wie auch immer, den Weg über den Äquator nach Sambia eingeschlagen hatte.

    Dieser Tage wieder in der Sendungsverfolgung von DHL nachgeschaut, ob es was Neues gibt. Und es gab was Neues:

    „Aufgrund einer Beschädigung wurde die Sendung nachbearbeitet. Der Kundenservice der DHL wird den Absender kurzfristig kontaktieren.“

    meldete DHL am Dienstag dieser Woche.…………………………………………………………………..2015-01-23 Styropur

    Gestern dann die Rückkehr der beschädigten Sendung. Reichlich vom internationalen Paketzentrum Frankfurt in Styropur verpackt – so gar nicht ökologisch -. Ich war gespannt, was sich in den verbliebenen Kartoneinlagen befand. Beim Auspacken dann die Überraschung! Alle Flaschen waren unversehrt! Nur der Umkarton der Versandverpackung hatte auf dem Transportweg gelitten und wurde erneuert.………………………………………………………………………………………………….2015-01-23 Etiketten

    Aber die Etiketten! Alle demoliert und verschoben. Entweder hatten die Flaschen einen Tropenregen abbekommen oder einen Badeurlaub an den Seen und Flüssen Sambias verbracht.………………………………………………………………………………………….2015-01-23 Korkschieber

    Warm war es auch in Afrika. Sieht man am Korken einiger Flaschen, die Temparaturbedingt durch den sich ausdehnenden Wein etwas nach aussen geschoben wurden.

    Es wird wohl immer ein Rätsel bleiben, wie das Paket auf diese Weltreise geleitet wurde und wer denn der Empfänger dort war. Auf jeden Fall habe ich nun 12 Flaschen Riesling, die zweimalig über den Äquator gereist sind.

    Vielleicht eine ähnliche Reifung wie bei einigen Aquavits, die mit dem Schiff eine mehrmonatige Reise mit Äquatorüberquerung machen und dadurch deutlich milder und feiner schmecken als vor der Abfahrt. Ich werde mal probieren ob das auch auf unseren Riesling zutrifft. Wenn ja, dann demnächst im Angebot:

    “SAMBIA-Mosel-Riesling – nach traditionellem Verfahren “DHL Transport-Service gereift”

  • Auf in ein Neues Jahr

    2014-12-26 Essen

    Nachdem wir die letzen zwei Wochen etwas Ruhe – fast wie Urlaub – genossen haben, Weihnachten und Silvester im Kreis von Familie und Freunden ausgiebig gefeiert haben,2014-12-28 Schneesogar zwei Tage Schnee im warmen Moseltal hatten, 2014-12-22 Abendrotwunderschöne Sonnenuntergänge betrachten durften,

    2014-12-18 Rebranke

    hat uns das Arbeitsleben wieder. Jetzt kümmern wir uns, soweit es die Witterung zulässt,  um unsere Rankpflanzen und fahren zügig mit dem Rebschnitt  fort.

  • Bio-Glühwei(h)n-Nacht: Glühwein für Kenia

    2014-12-13 Glühweihnnacht

    Ein voller Erfolg war die Bio-Glühwei(h)n-Nacht am vergangenen Samstag. Schon vor Veranstaltungsbeginn kamen die ersten Gäste. Unser Verkaufslager war den ganzen Nachmittag und Abend mit Gästen gut gefüllt. Glühwein, Kinderpunsch, Waffeln und Kürbissüppchen fanden regen Zuspruch: Alles weg!

    Das als Überraschung angekündigte outddoor Weinkino mit einigen Filmen über die Mosel, Wein und Moselaner musste regenbedingt nach innen verlegt werden. Da unser Verkaufslager recht klein und eng ist, wurde kurzerhand der Lastenaufzug in eine Kinokabine umgewandelt. Das der Beamer die Filme leider nur in schwarz-weiss auf die Leinwand brachte, störte niemanden.

    Und wie es so bei uns üblich ist: Der Glühwein usw. wurde gegen Spende ausgeschenkt. Dieses mal ist der Erlös von fast 900,- € für ein Projekt der Uni Trier in Kenia.

    Danke an alle, die geholfen haben das Spar-Spendenschwein zu füllen!

    Hier noch die kurze Projektbeschreibung:

    „Im März 2015 ist wieder ein Projekt in Nairobi/Kenia geplant, an dem jeweils 15 Studierende der Universität Trier und der Kenyatta University teilnehmen werden. Das Thema dieses Jahres  lautet:  „Health Care for the Poor in Nairobi Slums – Needs and Demands“ („Gesundheitsversorgung für die Armen in den Slums von Nairobi“).

    Diese Thematik ist von höchster Aktualität und Brisanz. In den Slums leben etwa 65% ( = rd. 2,5 Millionen Menschen) der Stadtbevölkerung auf nur 6% der Gesamtfläche Nairobis. Die Umweltsituation ist menschenunwürdig. Stinkende Müllhalden sind überall. In den 9 qm „großen“ Wellblech bzw. Lehmhütten spielt sich das ganze Leben einer etwa sechsköpfigen Familie ab. Toiletten gibt es keine in den Ein-Raum-Behausungen, sodass die menschlichen Bedürfnisse zumeist in Form von in Plastik oder Papier verpackten „Flying Toilets“ außerhalb der Hütten entsorgt werden müssen. Die sanitäre und hygienische Situation spottet jeder Beschreibung.

    Die Kindersterblichkeit der unter 5-Jährigen ist erschreckend hoch. Unterernährung, Typhus, Magen-Darm-Erkrankungen, Lungenentzündungen, Asthma, Malaria, Diabetes und HIV/AIDS sind die vorherrschenden Krankheiten im Slum.

    Das Projekt, das unter anderem mit den „German Doctors“ und mit dem Health Sector der GIZ im Slum Mathare durchgeführt werden soll, versucht im Rahmen eines Mixes von Methoden (Beobachtung, Kartierungen, quantitative und qualitative empirische Sozialforschung) die reale Situation abzubilden, um daraus konkrete Empfehlungen an die in der Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsplanung Verantwortlichen in Kenia zu formulieren.“