
Es könnte alles so schön sein! Gestern Kaiserwetter, eine hoch motivierte Ernte- mannschaft, der kleinste im Tragetuch ganz friedlich und die ältesten Helfer noch immer geländegängig.
Wären da nicht die Trauben. Der Regen hat den Rieslingtrauben übel mitgespielt. Die Beerenhäute sind ganz dünn, teilweise mazeriert und aufgeplatzt. Fäulnis macht sich rasend schnell breit. Das ist noch nicht das große Problem, könnte es aber in den nächsten Tagen werden. Die warmen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit werden den Trauben weiter zusetzten. Zudem befürchte ich, dass sich weitere Schaderreger in den Trauben breit machen. Grauschimmel, Penicillium, Rosaschimmel, Blauschimmel, Grünfäule, Essigfäule und so weiter. Alles Dinge, die der Winzer nicht brauchen kann.
Noch ist es nicht so weit! Bis dahin werden wir sehr zügig ernten und wenn uns diese Widerwärtigkeiten begegnen, werden die befallenen Trauben auf den Boden geworfen. Ich rechne mit vielen Trauben, die nicht den Weg in den Weinkeller finden.
Falls noch jemand Lust hat, uns bei der Ernte zu helfen: Wir würden uns über jede helfende Hand freuen! Es eilt!
Nachtrag 22.10.2013
Heute berichtete der Trierische Volksfreund über die Fäulnisgefahr beim Riesling. Darin wurde obiger Blogeintrag teilweise zitiert. Weitere Erntehelfer haben sich aufgrund dieses Zeitungsartikels bei uns gemeldet.
Tag eins der Rieslingernte. Die Regenfälle der vergangenen Tage haben den Trauben nicht gut getan. Nach zwei Jahren, in denen fast nichts, bzw. ganz wenig selektiert werden musste, ist jetzt sortieren nötig. Die durch die Regenfälle angeschlagenen Trauben, die schon erste Anzeichen von Fäulnis zeigen, werden in den nächsten Tagen geerntet, damit die gesunden weiter reifen können. Stärker von Fäulnis betroffene Trauben und Beeren werden verworfen. So war das eigentlich gedacht.






