
Foto: Constantin Richter
Jedes Jahr das gleiche. Unter dem Motto “Ich hab den Größten, den Längsten usw.” die berühmten Bilder mit Mostwaage und möglichst hohen Öchslegraden, die zum Ernteanfang in den sozialen Netzwerken gepostet werden. Es soll suggeriert werden, dass mit zunehmenden Oechslegraden die Qualität proportional steigt. Ist nur bedingt so, aber das ist ein anderes Thema.
Legendär die Bilder meines jungen Kollegen Constantin. Seit Jahren postet er diese Bilder und immer ist dieses blau/weiß karierte Handtuch mit dabei. Erinnert mich an Linus van Pelt, dem kleinen Bruder von Luci aus der Comicserie „Die Peanuts“ mit seiner Schmusedecke.
Da das Publikum beeindruckt werden will, werden die Messungen natürlich nur mit Mosten aus den besten Weinbergen gemacht. Dazu noch den Saft direkt aus der Kelter mit den Trubstoffen bzw. Fruchtfleischteilchen – die Fruchtfleischteilchen erhöhen das Mostgewicht, sind aber für eine exakte Messung fehl am Platz -, dazu noch kalter Saft, der auch so zwei bis drei Grad bringt.
„Alternativ – das obere Ende der Spindel ist bei diesen Bildern in den sozialen Netzwerken meistens nicht im Bild zu sehen – könnte man ja dieses Messinstrument oben festhalten und die Feinkorrektur vornehmen.“ schrieb ich im letzten Jahr in einem Blogeintrag, der sich auf die Bilder von Constantin bezog.
Dieses Jahr sind die Oechslegrade wohl etwas höher als im letzten Jahr, da das obere Ende des Aräometers (Mostwaage) im Bild zu sehen ist, und, wie oben geschrieben, keine Feinkorrektur nötig ist. Oder ist unten ein Stückchen Kork angebracht, das die Spindel nach oben drückt? 😉

Foto: Karl-Josef Thul
Jungwinzer Karl-Josef ist da schon korrekter: Gärfähiger Saft ohne die Trubstoffe!
Und da ich sowieso und überhaupt den Längsten und den Größten habe, der Riesling in Reil um einiges besser ist und auch ein Wörtchen mitreden will: Reiler Goldlay Riesling von einem Freund. 😉







Am Vorabend der Weinpräsentation gab es einen Empfang im Palazzo Capitani zur Eröffnung der Fotoausstellung „Le marche di Mario Dondero“. Klasse Schwarz/Weiß Fotografien aus der Region. Klasse auch der Sekt, der dabei gereicht wurde.
Allabendlich wurden wir von unseren 
Ein wahrer Glücksgriff war das mit uns gereiste Duo ParisBerlin. Gitarre und Gesang, mehr braucht man nicht.
Unsere italienischen Gastgeber waren sichtlich begeistert.
Das bisher warme Aprilwetter hat die Obstblüte der Bäume im Weingut gefördert und
die Reben sind auch rasch ausgetrieben.
Leider bringt der April auch sehr launische Wetterkapriolen mit sich. Gestern wurden bei sehr kaltem Regenwetter – ich war komplett durchfroren – die Pheromondispenser zur Heuwurmbekämpfung in einer Gemeinschaftsaktion der Reiler Winzer ausgebracht.
Problematischer ist der Temperaturrückgang. Die Tage war das Blechdach vom Maschinenschuppen vereist und es besteht die Gefahr, dass es in der nächsten Woche wieder Minusgrade in den Morgenstunden gibt. Unser Riesling ist an den warmen Steillagen zwar nicht gefährdet, aber unser
Mit aller Macht wird es Frühling und warm. Vor einigen Tagen war es noch kalt und dichter morgendlicher Nebel lag im Moseltal. Ich denke, es war der letzte Nebel in diesem Frühjahr und dieser wurde schnell durch die Sonne vertrieben .
Die Blüte des Weinbergspfirsiches ist fast vorüber. Andere Obstsorten werden jetzt nach und nach farbenfrohe Blütenpracht zeigen.
Die Rieslingreben bereiten sich auch schon auf den Austrieb vor. Die Rebknospen fangen an zu „schieben“ und kommen so langsam in das sogenannte Wollestadium. Genau zur rechten Zeit. Nicht zu früh und nicht zu spät.
