
Ich habe hier schon mehrfach über das „Kellermeisters Geheimwissen“ gesprochen. Natürlich werde ich dieses nicht vollständig/garnicht preisgeben, aber ein paar Einblicke möchte ich schon gewähren.
Es gibt Wissen und Hintergrundwissen, das man für die tägliche Arbeit nicht unbedingt benötigt, das aber dennoch zum Verständnis unseres Handwerks beiträgt. Als Beispiele seien die Herren Prof. Dr. Karl Kroemer (1871–1956) und Prof. Dr. Julius Neßler (1827–1905) genannt. Ihre Forschungsarbeiten und Entwicklungen begegnen uns auch heute noch in der Kellerwirtschaft bei der Weingärung. Ebenso der Amerikaner Oscar T. Bloom (1881–1965), dessen Erfindung, das Bloomgelometer (Bild oben), nicht nur für die Weinbereitung, sondern auch für Metzger und Konditoren wichtig ist.

Viel spannender ist allerdings das eigentliche Handwerk – also das Arbeiten mit den Händen und den dazugehörigen Gerätschaften. Warum hat der oben abgebildete Hammer im Weinkeller eigentlich diese besondere Form? Und wie arbeitet man damit?
Noch interessanter sind die Einkerbungen im Hammerstiel. Seien Sie gewiss: Sie geben keineswegs die Anzahl der erlegten Praktikanten und/oder Auszubildenden wieder.
Eine Sache hat mich während meiner langjährigen Ausbildungszeit immer wieder verwundert: Warum schaffen es die wenigsten, einen Wasserschlauch trotz intensiver Lehrlingsunterweisung ordentlich aufzuhängen? Und wenn es dann etwas komplizierter wird, etwa beim 20 Meter langen, steifen Hochdruckreinigerschlauch, ist häufig ein regelrechtes Totalversagen zu beobachten …
Etwas schwieriger zu beantworten ist schon die folgende, durchaus berechtigte Frage: Warum läuft der Kellermeister gelegentlich in Unterhose durch den Weinkeller? Auf eine bildliche Dokumentation dieser Praxis verzichte ich allerdings lieber … Die Auflösung gibt es natürlich nicht. Schließlich handelt es sich um Kellermeisters Geheimwissen!
Wenn Sie nun neugierig geworden sind und tiefer in das Geheimwissen des Kellermeisters eintauchen möchten: Hier entlang!
Schreibe einen Kommentar