
Kartoffeln? Heute ist die Sortenauswahl im Supermarkt nur auf die Spezifikation mehlig oder festkochend beschränkt. Je Spezifikation nur eine Sorte und damit basta. Regionale Sorten sind weitestgehend unbekannt und auch durch die Saatgutgesetze sanktioniert. Nur noch Einheitskühe, -schweine und Turbopflanzen mit dem entsprechenden Einheitsgeschmack stehen auf Äckern und Weiden. Eine biologische Vielfalt ist nicht mehr gegeben. Damit einhergehend verschwinden Genreserven mit den aussterbenden Nutztierrassen und Nutzpflanzen und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ist gefährdet.
Mit unserem Essverhalten können wir Gegensteuern. Aus rotfleischigen Kartoffeln mal Pommes schnitzen und unter die normalen mischen: Der Renner auf jedem Kindergeburtstag. Salat mit gelben, weißen oder schwarzen Tomaten, die vielleicht eine eckige Fruchtform haben? Bei engagierten Bio-Landwirten sind solche „seltenen“ Pflanzensorten und Tierrassen öfter zu finden. Wir als Verbraucher sind mit unserem Einkaufsverhalten gefragt, um die biologische und geschmackliche Vielfalt, sowie die genetischen Ressourcen zu erhalten.
Zu obigen roten Kartoffeln gab es gebratenen Moselzander und einen leckeren Moselriesling aus eigenem Weingut. Der Fisch wollte schwimmen…





