Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Essen

  • Erhalten durch aufessen: Für die biologische Vielfalt

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    Kartoffeln? Heute ist die Sortenauswahl im Supermarkt nur auf die Spezifikation mehlig oder festkochend beschränkt. Je Spezifikation nur eine Sorte und damit basta. Regionale Sorten sind weitestgehend unbekannt und auch durch die Saatgutgesetze sanktioniert. Nur noch Einheitskühe, -schweine und Turbopflanzen mit dem entsprechenden Einheitsgeschmack stehen auf Äckern und Weiden. Eine biologische Vielfalt ist nicht mehr gegeben. Damit einhergehend verschwinden Genreserven mit den aussterbenden Nutztierrassen und Nutzpflanzen und die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft ist gefährdet.

    Mit unserem Essverhalten können wir Gegensteuern. Aus rotfleischigen Kartoffeln mal Pommes schnitzen und unter die normalen mischen: Der Renner auf jedem Kindergeburtstag. Salat mit gelben, weißen oder schwarzen Tomaten, die vielleicht eine eckige Fruchtform haben? Bei engagierten Bio-Landwirten sind solche „seltenen“ Pflanzensorten und Tierrassen öfter zu finden. Wir als Verbraucher sind mit unserem Einkaufsverhalten gefragt, um die biologische und geschmackliche Vielfalt, sowie die  genetischen Ressourcen zu erhalten.

    Zu obigen roten Kartoffeln gab es gebratenen Moselzander und einen leckeren Moselriesling aus eigenem Weingut. Der Fisch wollte schwimmen…

  • Ländliche Lebensfreude Live

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    Ländliche Lebensfreude Live: Dieses Wochenende war Straßenweinfest in Reil. 14 Weingüter hatten ihre Keller und Küchen geöffnet. Es gab jede Menge Wein zum probieren und eine reichhaltige Speisekarte um die Grundlage für den Weingenuss zu schaffen.

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    Auf den Speisenkarten fand man sehr viele regionaltypische Gerichte, die man mangels Hunger und Zeit leider nicht alle probieren und essen konnte: Schweinebäckchen auf Gräwes, Schmalzbrote, Römerbraten, Marmittches Sopp, Rieslingpastete, Pullfleck, Räucheraal und -forelle und einige mehr.

    Mir läuft nachträglich noch das Wasser im Mund zusammen…

  • Brot und Wein – in guten und in schlechten Zeiten

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    Brot und Wein – in guten und in schlechten Zeiten.

    Gestern war Ausstellungseröffnung im Jugendheim an der Pfarrkirche. Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der 1000-Jahresfeierlichkeiten in Reil.

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    Das tägliche Brot, der Kampf darum in den Hungerjahren und Notzeiten der beiden Weltkriege und dazwischen, und natürlich der Wein, der die Stimmung hob, die Menschen aus dem Einerlei des Alltags entfliehen ließ und der als Festgetränk die Feiertage verbrämte. In der Ausstellung sehr schön mit alten Bildern, Installationen und vielen Informationen dargestellt.

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    „Unser täglich Brot gib uns heute“ wird im „Vater Unser“ gebeten: Man wird sich wieder bewusst, was dieses Gebet in früheren Jahren bedeutet hatte. Der Kampf uns tägliche Essen! Die Agrarische Lebensweise an der Mosel mit etwas Ackerbau, eine Kuh oder Ziegen brachte das Brot auf den Tisch. Der Weinanbau sorgte fürs Bargeld, damit man sich z. B. Handwerker leisten konnte.

    Das Brot die Lebensgrundlage, der Wein das Lebenselixier. Sehr gut im Lese- und Bilderbuch zur Ausstellung beschrieben. Erhältlich bei der Touristinformation Reil: Tel. 06542-21036 oder Email: info@reil-mosel.de

    Öffnungszeiten: 16.8. bis 03.10.2008,  Freitags bis Sonntags von 11:00 bis 16:00 Uhr

  • „Arme-Leute-Essen“

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    Eigentlich ein „Arme-Leute-Essen“ aber heutzutage eine willkommene Abwechslung: Der traditionelle „Deppekooche“ auch Döppekooche genannt Für die nur Hochdeutsch sprechenden: Topfkuchen!

    Hauptbestandteil sind Kartoffeln, verfeinert mit Speck und Zwiebeln. Das beste daran ist die Kruste, die sich im Backofen bildet und der Apfelmus, der dazu gereicht wird. Schmeckt, macht satt und wärmt bei den tiefen Aussentemperaturen der letzten Tage von innen.