Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Weinblogs

  • Weinrallye 8: Etikettentrinker – alles fürs Auge

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    Weinrallye 8: Etikettentrinker – alles fürs Auge
    Das Thema der Achten Weinrallye wurde von Iris vorgegeben: Etikettentrinker – alles fürs Auge. Die schönste Flasche die im Keller lagert oder die schönste, die beim Weinhändler im Regal steht. Nur die Optik soll entscheiden welche Flasche probiert werden soll.

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    Den Griff ins Regal hat für mich Götz Kreikemeier vom Weinhandel Wingert in Hannover getätigt, als er mir einen flüssigen Neujahrsgruß schickte.

    Aus dem St. Chinian im Languedoc (Südfrankreich) vom Winzer Marc Valette (Canet-Valette) konnten wir den Ivresses 2006 verkosten. Ein grandioser Rotwein, würzig, waldbeerig, tiefdunkel, einfach Märchenhaft. Brillant vinifiziert und nicht im Barrique gelagert. So sollte ein großer Rotwein schmecken. Laut Etiket ist er zu 90 % aus der Grenacherebe gekeltert bei Erträgen unter 20Hl/ha.

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    Das Etikett mit eigenem „Verbrecherbild“ ist sehr ansprechend. Die Homepage des Weingutes ist eigenwillig gestaltet und einen Besuch wert. Sogar ein rege besuchtes Forum ist dort vorhanden. Was uns besonders erfreute: Der Wein wird ökologisch produziert und Marc Valette hat auch einen Weinblog!

  • Weinrallye 7: Alles außer Glas


    “Trinkbare” Weine aus Tetra Pak, Bag in box und Co.
    Das Thema der aktuellen Weinrallye wurde vom Kaulwein Weblog vorgegeben.

    Im Vorfeld kam mir schon das Grausen. Einige Tage vor der Verkostung veröffentlichte eine Weinfachzeitung ein Verkostungsergebniss von Weinen in Weichverpackungen, also Tetrapack, Bag in box und Co. Die Kommentare zu dieser Verkostung sprachen Bände: Unterdurchschnittlich, eine Zumutung, nicht Verkehrsfähig, unterirdisch, ungenießbar, brutaler Geruch usw. Angst machte sich bei mir breit. Aber andererseits, wer A sagt muß auch B sagen und die Tütenweine waren ja auch schon im Kühlschrank. Beruhigend war dabei, das einige der Weine von unseren Freund Michael stammten. Da Michael Oberkellermeister in der qualitativ führenden Weinkellerei an der Mosel ist, hoffte ich, das in den Beuteln kein schlechter Wein steckt.

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    Eine stattliche Anzahl von 10 Weinen kam auf den Tisch. Den Anfang machten drei Moselrieslinge im Beutel! Im November abgefüllt und keine Spur von einer negativen Beeinflussung durch das Behältniss. Und es machte Spaß diese Weine zu probieren. So schlecht waren die gar nicht. Die Spritzigkeit, die ein Riesling eigentlich durch seine Gärungskohlensäure hat, wurde vermisst. Geht aber beim Weinbeutel leider nicht anders. Der bekäme Blähungen und würde evtl. platzen. Trotzdem sehr ordentlich, guter Durchschnitt!

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    Zwei Rotweine, ganz einfache ordinäre Weine, waren noch zu genießen trinken und fehlerfrei. Aber dann ging die Post ab! Der einzigste, der von den folgenden Tütenweinen profitierte, war der Ausgießbehälter. Soviel wurde noch nie in unserer Probierstube in dieses Glasgefäß geschüttet. Weine, die teilweise grottenschlecht waren. Nur das Billigste, die letzte Plörre wurde in Tüten, Bag in box und Dose abgefüllt. Eine negative Beinflussung durch die Tüten konnte nicht festgestellt werden, da der Geschmack der Proben auch in der Glasflasche nicht anders gewesen wäre, bzw. die Lagerdauer, insbesondere bei den drei Moselrieslingen, sehr kurz war und deshalb keine Oxidationsnoten vorhanden waren.

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    Ein Lob an meinen Freund Michael, dem Oberkellermeister, der die besten Weine mitbrachte und dessen Riesling Classic der beste Wein der Probe war.

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    Mit Entsetzen vernahm ich, das ein Kandidat der Probe der meistverkaufte Wein der Republik sein soll: 30 Millionen Tüten… Wie kann man sich das antun? Wenn ich zitieren darf: „Leute, an Dreck muss was dran sein. Millionen Fliegen können ja nicht irren…“. via swr.

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    Hätten wir besser so gelassen!

  • Blogroll

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    Neu aufgenommen unserer Blogroll/Linkliste: Iris Rutz-Rudel mit ihrem Weingut Lisson in Südfrankreich. Und weil der Blog mir sehr gut gefällt, einige schöne Bilder der letzten Frosttage. 2007-12-20-reif.jpg
    Der Nebel ist an den Reben zu Eis gefroren und hat bizarre Kristalle gebildet.

  • Weinrallye 6: Schaumwein zu Sylvester

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    Lars Breidenbach hat zur sechsten Weinrallye eingeladen. Das Thema: Mit welchem Schaumwein wird das Jahr 2008 begrüßt.
    Gar nicht so einfach das Thema, wenn ich mir meinen ungefähren Sylvesterablauf anschaue: Mittags fängt der Jahreswechsel mit dem Sylvesterlauf der Lauffreunde Reil an. Nicht, dass ich unter die Läufer gegangen bin, aber der Glühweinstand muß „betreut“ werden. Im Anschluß noch gemütliches Zusammensein bei Bier und Würstchen. Und wenn der Winzer das überlebt, wird kurz vor zwölf auf die Reil gegenüberliegende Moselseite gewechselt um das Feuerwerk in Reil und umliegenden Nachbarorten zu bewundern. Natürlich wird dort auch schon Sekt mit Freunden und anderen Feuerwerkzuschauern getrunken, aber das eigentliche Jahr wird erst nach dem Feuerwerk zu Hause im beisein der Familie begrüßt.

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    In den letzten Tagen entdeckte in in meiner Schatzkammer noch ein Gefach mit Sektflaschen. Total verschmutzt durch Hochwasserschlamm und die lange Lagerzeit. Mußte natürlich probiert werden!

    Der Kork wollte nicht so richtig aus der Flasche, dann doch ein leichtes Zischen. Im Glas nicht mehr so stark moussierend wie ein junger Sekt, die Farbe schon etwas goldiger. Beim anschließendem Verkosten gab es ein AHA-Erlebnisss: Gereift, jedoch noch überaus spritzig, keine Spur von Alterung oder gar Firne. Reife volle Rieslingaromatik und jede Menge Spaßfaktor. Die ultimative Begrüßung für das Neue Jahr!

    Nur welcher Jahrgang war es? Nach dem Durchwühlen meiner Aufzeichnungen stellte sich heraus, dass es ein 1994er Riesling-Sekt war. Erstaunlich, das er sich trotz des für einen Sekt sehr hohen Alters in einem so guten Zustand befand.

    Aber warum bis Sylvester warten um die nächste Flasche zu öffnen. Weihnachten wäre für die nächste Flasche schon Anlaß genug…