Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Weinblogs

  • Weinrallye 15: Urlaubsweine

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    Katja Marjan und Thomas Knüwer von Gotorio haben zur aktuellen Weinrallye eingeladen:

    „Wir wünschen uns aus dem Urlaub mitgebrachte Weine, aber genauso Urlaubserlebnisse, die mit Wein zu tun haben und Weinerlebnisse, die mit Urlaub zu tun haben. Oder vielleicht ein Tropfen, der so gut ist, dass er den Urlaub ersetzt? Auch Berichte von Reisen in Weingebiete würden unser Herz erfreuen.“

    Etwas gegrübelt, bis ich den passenden Wein und die Geschichte hatte und dann wurde letzte Woche mein Rechner von einem Trojaner befallen und die Hoffnung, dass ich diesen Beitrag zur Weinrallye schreiben könnte schwand. Aber seit heute morgen arbeitet mein neuer Rechner und ich komme doch noch dazu, mich an dieser Weinrallye zu beteiligen.

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    Freunde brachten von einer Urlaubsreise einen 2006er Spätburgunder aus dem Saarland als Gastgeschenk mit.  Nicht das Sie denken, das das Saarland das 17. Deutsche Weinbaugebiet ist. Genaugenommen liegen die saarländischen Weinberge an der Mosel und nicht, wie viele denken, an der Saar. Im Dreiländereck, Deutschland, Frankreich und Luxemburg, bekannt durch das Schengener Abkommen,  gibt es in allen angrenzenden Ländern Weinbau.

    Sehr erfreut war ich, das der Wein von meinem Kollegen Willi kam, der sich genauso wie wir dem ökologischen Weinbau verschrieben hat. Passgenau am gleichen Tag sollte es Kalbsbraten vom Deutsch-Angus vom biologisch-dymanisch arbeitenden  Hof Kreuzberg geben.

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    Als notorische Weißweintrinker werden bei uns die Rotweine probiert und die Bratensoße freut sich über den Rest der Flasche. In der Regel. Aber der 2006er Spätburgunder von Willi war eine der ganz wenigen Ausnahmen. Nicht zu schwer, bzw. schon eine gewisse Leichtigkeit verbreitend, animierend und Lust auf mehr machend. Eine der selten gewordenen Rotweine in der Sparte Spaßweine. An diesem Abend bekam dann die Soße einiges weniger von diesem Wein ab, die Flasche wurde beim Essen geleert und wir hatten ein schönes Urlaubsfeeling auf der Terasse.  Was braucht der Mensch eigentlich mehr, als gutes Essen und gutes zu trinken?

    Leider gibt es diesen Wein nicht mehr  im Weingut, aber der 2007er Spätburgunder, den ich in den letzten Tagen probierte, ist auch nicht von schlechten Eltern. Zwar etwas oppulenter und dichter, aber immer noch eine Menge Trinkspaß verbreitent.

  • Weinrallye 14: Weine zum Grillabend

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    Susanne hat dieses mal zur aktuellen Weinrallye aufgerufen:

    „Schreibt einfach, welchen Wein Ihr zum Grillen bevorzugt und warum Ihr gerade diesen so gerne mögt. Vielleicht fallen Euch ja noch ein paar Geschichten über einen gelungenen oder auch weniger gelungenen Grillabend dazu ein.“

    Eigentlich ganz einfach! Der Rieslingwinzer hat die für einen Grillabend bestmöglichsten Gewächse im Keller liegen. Leicht im Alkohol, frisch, spritzig, belebend und Lust auf mehr machend. Aber wie bei den vorhergehenden Weinrallies die wir mitgemacht hatten, spielte unser Riesling erst zu späterer Stunde mit und so musste ein anderer Wein her.

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    Also zuerst Grillgut gekauft. Nicht im Supermarkt, auch nicht bei einem x-beliebigen Metzger, sondern bei der Metzgerei Georg in Enkirch. Der Metzger hat die geschlachteten Tiere noch alle persönlich gekannt, den Bauer ebenso, der die Tiere großgezogen hat und so wird nur allerbeste Qualität verkauft. Das Fleisch verliert kein Wasser beim Grillen und ist hocharomatisch. Oder wie der Metzgermeister es einmal formulierte: „Wir verkaufen keine Wasserbüffel!“ Zusätzlich noch Lachs, Spieße mit Feta-Käse in Zucchinistreifen und Parika, Salat, selbstgemachte Kräuterbutter und Brot: Fertig ist das Grillmenü!

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    Der erste Kandidat, der von uns zum Grillen probiert wurde, kam nicht über den Probeschluck hinaus. Aus Angst vor einer „Fremdweinvergiftung“griffen wir direkt zum zweiten Kandidaten, den mein Schwager von einer Wanderung aus dem Ahrtal mitgebracht hatte.

    Der 2007er Spätburgunder Weißherbst von der Winzergenossenschaft Mayschoss ist ein typischer Spätburgunder Rosé, der gut gekühlt sehr gut an diesem warmen Sommerabend zum Grillen passte: Leuchtend lachsfarben, Duft nach frischen roten Früchten und sehr klare Struktur.

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    Da der Rosé alkoholbedingt unseren großen Durst an diesem Abend nicht löschen konnte, stand natürlich ein Mineralwasser auf dem Tisch. Da ökologisch einkaufen auch regional einkaufen bedeutet, hatten wir unser regionalstes Mineralwasser auf dem Tisch stehen. Eine absolute Rarität. Bis Mitte der siebziger des letzten Jahrhunderts wurde die Trarbacher Felsenquelle als Mineralwasser genutzt und danach die Abfüllung eingestellt. Vor einigen Jahren wurde als Marketingidee eine kleine Menge abgefüllt. Der Erfolg war so überraschend, das die kommerzielle Abfüllung wieder aufgenommen wurde. Mit mittlerweile 80 000 Flaschen Abfüllmenge im Jahr dürfte die Trarbacher Felsenquelle  zu den seltensten Wässern Deutschland zählen.

  • Weinrallye 12: In Gottes Namen

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    Thomas Lippert vom Winzerblog hat zu dieser Weinrallye aufgerufen. Zum Thema:“In Gottes Namen“ sollen Weine Verkostet werden, die z.B. folgende Kriterien erfüllen: Messwein, Christkindwein, Nikolauswein oder Dreikönigswein, die Herkunft aus Kirchenbesitz oder ehemaligem Kirchenbesitz. Auch andere Religionen sind gefordert, wie z. B. koscherer Wein.

    Eigentlich ein einfaches Thema. Die Mosel ist voll von aktiven Kirchenweingütern, wie z.B. die Weingüter des Priesterseminars, der Hohen Domkirche und des Bischöflichen Konvikts in Trier oder das Weingut Pfarrkirche St. Michael in Bernkastel. Noch einfacher wäre der Weg in den eigenen Keller. Auch wir haben Weinberge von der Kirche gepachtet. Eine kleine Fläche in der Reiler Goldlay von der Reiler Pfarrgemeinde Maria Heimsuchung, eine andere von den Steyler Missionaren.

    Aber warum einfach, es gibt auch spannendere Geschichten:

    Vor langer Zeit, so um 1000 n. Chr., herrschten im Hunsrück-Nahe Raum die Sponheimer Grafen. Im Verlauf der Geschichte erstreckte sich ihre Herrschaft bis an die Mosel. Die Orte Starkenburg, Enkirch, Traben-Trarbach und Wolf gehörten dazu. Diese Grafschaft wurde unterteilt in die hintere und vordere Grafschaft. In der hinteren Grafschaft herrschte im 14. Jahrh. die legendäre Gräfin Loretta im Felsennest Starkenburg. Sie erdreistete sich sogar, den Erzbischof von Trier, Balduin von Luxemburg, zu kidnappen und gegen ein Lösegeld wieder freizulassen. Man kolportiert jedoch, das der Erzbischof eher freiwillig bei der überaus schönen Gräfin geblieben ist.

    Dieses Adelsgeschlecht konvertierte im Laufe der Zeit zum Evangelischem Glauben und Notgedrungen die Untertanen mit. So entstand an der katholischen Mosel eine Diaspora von Evangelen.
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    Während in katholischen Kirchenkellern Pfaffen, Bischöfe und andere Scheinheilige beerdigt werden, ist das im Moselweinort Trarben-Trarbach/Wolf ganz anders. Da liegen höchstens mal Alkoholleichen rum. Dort steht die einzigste Kirche Deutschlands, die auf einem Weinkeller aus dem 15. Jahrhundert steht. Dazu gibt es dann noch ein Weingut, das ev. Kirchengut Wolf. Bewirtschaftet wird das Weingut von Ulrike und Markus Boor, die sich, ebenso wie ich, dem ökologischen Weinbau verschrieben haben.

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    Vor einigen Wochen besuchte mich Markus und brachte als Gastgeschenk eine 2007er Wolfer Goldgrube Riesling Spätlese trocken mit.

    Frisch geöffnet noch wenig ausdrucksstark, dann aber mit zunehmender Temperatur und Sauerstoffeinfluss seine Reize zeigend. Kein filigraner, schlanker Riesling wie ich sie selbst produziere, sondern ein kraftvoller, runder und weicher Wein. In der Nase dezente Fruchtaromatik und würzige Eindrücke, im Mund eine breite Fülle, fast süß schmeckend, die Säure sehr verhalten mit einem langen Abgang.

  • Weinrallye 11: Alles so schön Rosé

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    Alles in Rosa fordert Niko Rechenberg, diesmal Gastgeber Weinrallye. Bevorzugt deutschsprachige Länder und als Terrassenwein. Grund für uns mitzumachen, Weine von Kollegen zu sammeln und Oberkellermeister Michael, der Ihnen aus den vergangenen Weinrallyethemen bekannt sein dürfte, zu bitten, auch Roséweine aus seiner Weinkellerei in die Verkostungsrunde zu stellen.

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    Nach einer anstrengenden Verkostungsrunde, die wie üblich mit den Ruf: „Hol mal einen anständigen Wein“ endete, worunter der Moselwinzer natürlich wieder Riesling meinte, konnten wir folgendes Fazit feststellen: Qualitativ waren die Weine eher im Mittelfeld anzusiedeln. Aber für einen Terrassenwein genau das Richtige: Gut gekühlt und auf der Terasse beim Trinken Spaß machend.

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    Interessant, das bei den Kellereiweinen, der Weintrinker der Mühe enthoben wird, den Weingeschmack zu beschreiben. Steht ja alles auf dem Etikett.
    Entäuschend war der Rosé eines Kollegen, der sehr gute Riesling produziert. Er hat vielleicht nicht das Händchen für diese Spielart von Wein. Sollte sich vielleicht besser auf Riesling konzentrieren.

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    Eine Überraschung war ein Portugieser Weißherbst von unserem Oberkellermeister. Sehr gut gemacht, fast brilliant! Nur leider mit Restsüße. Für uns viel zu süß! Aber wer es trinken möchte. Ach ja Rosé: Entweder hell gekelterte Rotweinrebsorten, bei unserer Probe meistens Mosel-Spätburgunder, oder Rotling, ein Gemisch aus Rot- und Weißweintrauben welches zusammen gekeltert und vinifiziert wird.

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    Unser Favorit: Spätburgunder Rosé aus dem Weingut Arns in Reil: Sehr gut zu trinken, hoher Spaßfaktor, unkompliziert und für uns der Begleiter für laue Sommerabende. Und als absolutes Schmankerl: Nur 10,5% Alkohol. Da kann man einen Schoppen mehr trinken.

    Übrigens: Die Tochter des Hauses ist die amtierende Reiler Weinkönigin und studiert Weinbau.

  • Weinrallye 9. Alltagsweine, Nachzügler

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    Ein Nachzügler meldete noch einen Beitrag zur vergangenen Weinrallye. Für die Erstteilnahme an einer Weinrallye noch entschuldbar. Trotzdem hier nochmals die Spielregeln.

    Götz A. Primke berichtet in seinem blog über roten Ballastwein, der erst durch die Meere schippern muß.

  • Weinrallye 9: Alltagweine, Zusammenfassung

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    Die 9. Weinrallye, bei der ich Gastgeber war, ist nun vorbei und jetzt gibt es die Zusammenfassung.Zuerst die Statistik: Gesamt waren es 22 Beiträge von 18 Weinbloggern, davon schrieben drei zwei Beiträge und ein Gastbeitrag.

    Das Thema war nicht so einfach, wie es sich manche vorgestellt hatten. Einige bezeichneten diese Aufgabe als Herausforderung, andere schrieben schon im Vorfeld:
    „Da krieg ich schon ein Problem, weil ich eigentlich nie großere Mengen eines Weins kaufe. Spätestens nach der sechsten Flasche ist er mir langweilig…“

    Anfangen möchte ich mit Iris Rudels Beiträgen. Auch Sie hatte kleine Probleme mit dem Thema: „Der erste (Artikel) sollte eigentlich dafür entschuldigen, dass mir zu Alltagswein nicht viel einfiel“ mailte Sie mir, also gab es zuerst eine sehr schönen Artikel über Alltagsweine in Frankreich. Doch dann wurde Iris in Ihrem Keller fündig und Sie schrieb über Alltagsweine.

    Der Gastbeitrag, der auf meinem Blog veröffentlicht wurde, kam von Erwin Ruderer, ein Schwabe der in Bayern lebt.

    Die Vielfalt an Weinen liebt Vinissimus und hatte auch seine Probleme mit den Rallyethema, beschrieb aber dann trotzdem einige Weine, die als Alltagsweine zu trinken sind. Es war auch der erste Beitrag, der prickelndes, also Sekt oder Perlwein auf die Stufe des täglichen Getränkes erhob.

    Die Winzer, die natürlich den größten Weinkeller unter allen Weinbloggern haben, griffen vermehrt natürlich zu den eigenen Gewächsen.

    Thomas Lippert vom Winzerblog beschreibt, wie Unikate, Restposten und andere Fundstücke aus seinem Weinkeller zum Alltagswein werden.

    Bernhard Fiedler greift gerne zu Anbruchflaschen:
    „Natürlich trinken wir aber sehr oft Wein, und die Umstände machen dabei auch immer wieder einen besonders edlen Tropfen zum Alltagswein. Bevor wir nämlich eine angebrochene Kostflasche in die Ungenießbarkeit oxidieren lassen, trinken wir sie lieber aus. Auch wenn es sich dabei um unseren 16-Euro-Cabernet handelt und nur Mittwoch ist.“
    Ansonsten favorisiert er Weißburgunder.

    Eigentlich das ganz normale in einem Weingut was die beiden Kollegen machen. Probeflaschen leeren, Restposten verwerten, schlecht etikettierte Weine zum Alltagswein küren. Auch wenn ich das in meinem Beitrag nicht notiert habe, es ist Alltag im Weingut, es so zu handhaben. So selbstverständlich, das ich es in meinem Bericht nicht erwähnt habe.

    Ebenso wird diese Alltäglichkeit beim Kaulwein-Webblog nicht erwähnt und wie in meinem Bericht, der Riesling als Wein für jeden Tag gewählt.

    Sogar Weinmischgetränke (Oder heißt es Weinhaltige Getränke?) wurden als Alltagsgetränk empfohlen. Auf Kulinarisch reisen, den Blog der Österreich-Werbung, wurde der G´spritze im Rahmen der Gastbloggerei von Bernhard Fiedler empfohlen.

    Alexander Schardt ging das Thema locker an und berichtete über seine Favoriten.

    „Hoffentlich schiesse ich nicht allzu weit am Thema vorbei“ schrieb mir lamiacucina. Doch weit gefehlt, eine kleine Einführung über Champagne(r). Nicht den aus Frankreich, sondern über den Sekt aus dem Schweizer Örtchen Champagne. Und anschließend eine schöner Degustationsbericht über einen Schweizer Schaumwein.

    Aus einer anderen Ecke unserer Erdkugel kam der Bericht vom themanfrommoselriver, der seine Alltagsweine beschrieb.

    Hausmannskost favorisierte ein „Prickelwasser“ aus dem Veneto das auch partygeeignet sein soll.

    Das Rallyethema kam gerade passend für pflugblatt, da man sowieso gerade dabei war, den passenden Sommerwein zu finden.

    Swetlana suchte das Schokoei, führte eine Selbstreflexion durch, fand das Weinei, es schmeckte, kochte passend und kam zu einem Ergebnis. Lars von Schreiberswein hat im Kommentar zu diesem Artikel mir schon vorgegriffen: „Super Beitrag! Stilnote 1…“
    Hiermit erteile ich den Lesebefehl und noch einen Sonderapplaus oben drauf!

    Lars Breidenbach blieb in der Heimat und wählt den klassischen Markgräfler Gutedel für jeden Tag und denkt schon wieder über das dazu passende Essen nach.

    So wie Lars, blieb auch Joachim Ott von bestebioweine in Baden. Um die Ecke, am Kaiserstuhl, wurde er mit einem bodenständigen, typischen Spätburgunder fündig.

    Freude kam bei mir bei dem Beitrag von weinverkostungen auf. Ein Moselriesling, der zwei Dörfer weiter gewachsen ist, wurde als passender Begleiter für viele Anlässe genannt: für die gesellige Runde, auf Partys ausschenkbar, verschreckt auch nicht das holde Geschlecht (was auch immer das heißen mag)…

    Matthias Metze hatte von der vorletzten Weinrallye noch einen Wein im Beutel, den er über mehrere Wochen verkostete und er hat die Ergebnisse hier veröffentlicht. In seinem San Lorenzo Blog wird über die sehr alte Rebsorte Arneis berichtet, die sich trefflich als Alltagswein eignen soll.

    Niko Rechenberg mag es sehr kuschelig und favorisiert Pinots aus Baden. Dem kann ich nur entgegnen: „Schade, daß man Wein nicht streicheln kann. Kurt Tucholsky“

    Originalverkorkt, flüssige und überflüssige Eskapaden, hatte, wie einige Mitstreiter, seine Probleme mit dem Thema dieser Weinrallye, beschrieb aber dann aus einem Gedankenblitz heraus einem zum Thema passenden Wein.

    Ich hoffe, das ich keinen Beitrag vergessen habe. Es hat mir Spaß gemacht bei dieser Runde der Gastgeber zu sein. Die nächste Runde, die Weinrallye Nr. 10 wird von Originalverkorkt betreut. Termin und Thema wird dort in den nächsten Tagen veröffentlicht.

  • Weinrallye 9: Alltagswein

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    Nun mein eigener Beitrag zu der von mir aufgerufenen Weinrallye.

    Alltagswein oder der Wein für jeden Tag und jede Gelegenheit. Hier an der Mosel das, was man immer einem Gast anbietet: Trinkst du ein Glas Wein? Eine ordentliche Basisqualität, mit wenig Alkohol und vor allem: Der Spaßfaktor! Belebend, erfrischend und Lust auf mehr machend! Oder wie der Moselaner sagt „ein anständiger Wein“ wie ich hier schon geschrieben hatte (ganz unten, letzter Absatz). Sei es die frühkindliche Prägung, der große Lehrmeister bei der Ausbildung, das enge Moseltal mit dem beschränkten geistigen sichtbarem Horizont oder ein dem Moselaner typischer Gendefekt: Für mich als an der Mosel aufgewachsener Mensch und Winzer heißt es Riesling!2008-03-08-riesling.jpg
    Nicht die hochgelobten Spätlesen und Auslesen oder gar edelsüße Weine. Nein, der ganz einfache trockene Qualitätswein oder Kabinett: Spritzig, eine kräftige, knackige Säure und die Sinne belebend. Kein „Rauschwein“, sondern ein Wein für lange Nächte; ein Debattiertropfen, der Esprit und Phantasie beflügelt, statt sie zu lähmen, und ganz wichtig (!!!!) der Kopf muß am nächsten Morgen frisch und klar sein.


  • Weinrallye 9: Alltagsweine

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    Den Anfang zur aktuellen Weinrallye, deren Ausrichter ich bin, macht ein Gastbeitrag von Erwin Ruderer, den ich gerne hier veröffentliche:

    „Hier noch mein persönlicher Beitrag zu eurer Weinrallye:Ich bin natürlich großer Riesling Fan. Meine Präferenzen:

    1. Als „Alltagswein“ erscheint mit der 06er Burger Hahnenschrittchen QbA(Steffens-Keß) am geeignetsten. Grund:
    a. Preis-Leistungsverhältnis
    b. Knackigkeit, Frische, Spritzigkeit, Schiefernote und der Säure Rezess sind brilliant

    2. Fellbacher Lämmler 06er Riesling trocken QbA von Rainer Schnaitmann
    Wein hat super ausgewogene reife Säure und Frische. Allerdings mit 11,00 EUR ganz schön hochpreisig.
    Vom Charakter ziemlich unterschiedlich zu dem Schiefer typischen Harald Steffens Rieslingen
    Ähnliche Kellertechnik Philosophie (schonende Behandlung, wenig Oxidation)

    3. Kiedrich Gräfenberg 06er Riesling trocken von Robert Weil Rheingau
    Eher hochpreisig 10-11EUR/Flasche. Aber Säure und reifer Pfirsichton ist einfach umwerfend. Für Alltagswein aber zu teuer.

    4. Klingenberger Schloßberg 06er Riesling halbtrockenQbA , Weingut der Stadt Klingenberg a. Main
    ca 7,00EUR
    Sehr harmonisch, anregende Säure, spritzig. Überraschend guter Riesling auf Sandstein
    Nachteil: Da halbtrocken hat er einfach nicht den Ausdruck eines authentisch trockenen Rieslings

    5. Eschendorfer Lump 06er QbA trocken, Rainer Sauer Escherndorf
    Klasse und kräftiger Riesling, fränkisch trocken, nicht so filigran wie die Steffens Rieslinge und leider schon ausgetrunken (6-7EUR)

    6. Retzstadter Langenberg 06er Kab.trocken Rudolf May
    8.50 EUR. Spritziger frischer Riesling, schon fast etwas blumig aber ausgezeichnet für die eher derben Fränkischen Rieslinge, aber auch schon ausgetrunken.“

  • Weinrallye 9: Alltagsweine, Erinnerung

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    Noch eine Woche bis zum Veröffentlichungstermin für die 9. Weinrallye, für die ich diesmal den Startschuss geben durfte. Also nochmals eine kleine Erinnerung an diese Weinrallye zum Thema Alltagsweine.
    „Der Wein für jeden Tag, die Basis eines jeden Weintrinkers. Ein Wein, der unkompliziert ist, und bei dem es Spaß macht, noch ein zweites Glas zu trinken. Im Winter greift man vielleicht eher zum Roten, doch dann im Sommer lieber einen spritzigen Weißwein, der in der Regel trocken und etwas leichter im Alkoholgehalt ist.

    Beschreibt, welcher Wein Euer Alltagswein im Moment ist. Der Wein für jeden Tag, einfach, unkompliziert und gerade deshalb ein Genuss!

    Teilnehmen kann jeder. Ein eigener Weblog ist nicht notwendig. Wir veröffentlichen gerne Gastbeiträge auf unserem Weblog. Bitte meldet eure Weinrallye-Artikel an weingut(at)steffens-kess.de. Die Veröffentlichung sollte am 08. März erfolgen.

    Die Spielregeln können hier beim Winzerblog nochmals nachgelesen werden.“

  • Weinrallye 9: Alltagsweine

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    Der Wein für jeden Tag, die Basis eines jeden Weintrinkers. Ein Wein, der unkompliziert ist, und bei dem es Spaß macht, noch ein zweites Glas zu trinken. Im Winter greift man vielleicht eher zum Roten, doch dann im Sommer lieber einen spritzigen Weißwein, der in der Regel trocken und etwas leichter im Alkoholgehalt ist.

    Beschreibt, welcher Wein Euer Alltagswein im Moment ist. Der Wein für jeden Tag, einfach, unkompliziert und gerade deshalb ein Genuß!

    Teilnehmen kann jeder. Ein eigener Weblog ist nicht notwendig. Wir veröffentlichen gerne Gastbeiträge auf unserem Weblog. Bitte meldet eure Weinrallye-Artikel an weingut(at)steffens-kess.de. Die Veröffentlichung sollte am 08. März erfolgen.

    Die Spielregeln können hier beim Winzerblog nochmals nachgelesen werden.