Seit gefühlten Wochen, mit sehr kurzen Unterbrechungen, hängt dichter Nebel im Moseltal. Man sieht fast nicht, ob der Lehrling beim Reben schneiden arbeitet oder nicht.

Heute morgen dann eine grandiose Aussicht vom Zug aus – leider waren die Scheiben nicht geputzt – auf die Marienburg und Pünderich. Nebel, der sich von der anderen Seite der Moselschleife bei Zell ins Tal bei Pünderich ergießt.
Seit dem Hagelunwetter Ende August gab fast keine nennenswerten Niederschläge. Die Böden sind wie bei einer Sommertrockenheit ausgetrocknet. In der Landwirtschaft wären die Wintersaaten bedroht, wenn nicht durch Nebel ein wenig Feuchtigkeit in den Oberboden käme. Der Feldsalat, der in unseren Weinbergen wächst, muss umgehend zu Salat verarbeitet werden, da er durch den Wassermangel schnell anfängt zu welken.
In der Mosel ist durch die Staustufen noch genügend Wasser, allerdings jetzt weniger ein Fluss – kommt ja auch von fließen – , eher ein stehendes Gewässer. Bedrohlich die Lage am Rhein. Mangels Wasser sind die Pegelstände auf ein nie gekanntes Maß gefallen, die Flussbreite hat sich auf ein Drittel reduziert, die Frachtschiffe können fast keine Ladung aufnehmen und bei Koblenz tauchen alte Bomben aus den Fluten auf, die der Kampfmittelräumdienst entschärfen muss. Kilometerlang kann man nun auf dem freigelegtem Flussgrund des Rheines im Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz wandern.
Den Verweis auf eigene Artikel über den Klimawandel hier in den Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Keß werde ich mir ersparen…
Stattdessen ein Link.
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