Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Hieroglyphen

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Der übliche Schwachsinn der aus Brüssel kommt.  Nachden das alte EG Biosiegel fast keinerlei Zuspruch bei der Etikettierung von ökologischen Produkte gefunden hatte, soll nun ein neues Logo entworfen werden. Grafik Studenten haben 3393 Entwürf eingereicht, eine Jury hat ausgewählt und nun erst wird der Souverän gefragt. Ich frage mich, was diese Hieroglyphen denn mit ökologischem Land-, bzw. Weinbau zu tun haben?

Wenn ich RA Hanspeter Schmidt zitieren darf:

„Warum dieser weitere Versuch der Logoentwicklung noch nicht zu einem guten Erfolg führte, versteht besser, wer die Sichtweise der Kommission nachvollzieht. „Seit Jahrzehnten klagt die Kommission über das soziale Legitimationsdefizit“, das sie in der zutreffend beobachteten Tatsache erkennt, dass sich die europäischen Bürger nicht so sehr für „ihre“ Union interessieren und zumeist Negatives mit Brüssel assoziieren. Klärte man sie nur ausreichend auf, so ein verbreiteter Glaube in der Kommission, würde sich dies ändern“ (Ulrich Haltern, Europarecht Dogmatik im Kontext; Tübingern 2007, unter Hinweis auf das Weißbuch Europäisches Regieren“, S. 63, Rn. 114 ) Die Kommssion sieht die Lösung für dieses Wahrnehmungsdefizit in der Entwicklung eines Erscheinungsbildes der Gemeinschaft im Sinne einer Corporate Identity. 1997 führte diese Sichtweise zu einem ungeeigneten Konzept der europaweit einheitlichen Kennzeichnung von Bioprodukten.

Im Dezember 2009 wiederholt die Kommission das gleiche Drama aus dem unverändert falschen Glauben, das werbewirksame Auftreten der Gemeinschaft sei wichtiger, als die wirklich professionelle Entwicklung eines tauglichen EU-Öko-Logos. Außer den Studenten durfte niemand Entwürfe einreichen. Der Wettbewerb zielte eher auf die Förderung der Grafikausbildung und das gute Ansehen der Kommission an den Designhochschulen, als darauf, ein ökologisches Prüfzeichen zu entwerfen, das eindeutig als solches erkennbar sein würde.

Solche Zeichen werden professionell in der interdisziplinären Zusammenarbeit von Kognitionspsychologen, Textern, Grafikern und Markenrechtlern entworfen. NESTLE oder BMW würden ihre Markenentwicklung keinem Designwettbewerb überlassen.

Ich möchte nicht abstimmen, ebenso Joachim Ott vom Portat bestebioweine. Haben die nichts besseres zu tun? Wie wäre es mit Entbürokratisierung oder anderen sinnvollen Tätigkeiten oder vielleicht einfach mal nichts tun anstatt sinnfreie Politik zu betreiben.

Kommentare

  1. Avatar von seo pilot

    finde ist ein sehr guter beitrag den du da geschrieben hast. ganz schön viele informationen muß ich erst mal verarbeiten…aber darüber kann man ja ohne ende philosophieren genauso wie über die bilderbergs…wünsche dir noch ganz viel erfolg gruß der seo pilot

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