
Heute mit großem Gefährt unterwegs gewesen. Um einer Versauerung unserer Schieferböden entgegen zu wirken wurde gemahlenes Kalkgestein gestreut. Den Fachleuten als Dolomitkalk bekannt, der von der Obermosel kommt.

In einigen steilen Weinbergen gab es erhebliche Probleme durch Wildschweinwühlschäden. Löcher und Kuhlen, die das Fahren mit der Raupe erschwerten, bzw. teilweise ein Bergauffahren unmöglich machten. Weinbergsbegrünungen, die nur noch erahnen ließen, dass sie einmal eine geschlossene Begrünung war. Jeden Morgen frische Spuren. Nicht nur in Waldnähe, nein, auch mittlerweile in weiter entfernteren Weinbergen.
Es wird noch problematisch werden. Die Wühlschäden sind noch verkraftbar, aber was ist wenn die Schwarzkittel Appetitt auf Riesling entwickeln? Bisher bevorzugten sie rote Trauben, insbesondere den Dornfelder, den ich im Gegensatz zu den Schweinen, nicht mag. Iris berichtet hier auf Ihrem Blog, was die Wildschweine in Südfrankreich anrichten.
Die Jäger schaffen es nicht die Wildschweine auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren. Einige wollen es scheinbar auch nicht. Während ich im Dezember bei einer Drückjagd, an der ich teilnahm, 35 erlegte Tiere zählen konnte, wurde im Nachbarrevier gerade mal eine Sau erlegt. Unter den Kollegen ist der Unmut groß und einige reden hinter vorgehaltener Hand schon von Eigeninitiative, wenn die Jäger das Problem nicht in den Griff bekommen.
Zur Not sollte man auch über Frischlingsfallen verstärkt nachdenken, die ganze Waidmannsromatik Ad acta legen und entsprechend mit Wärmekameras und Nachtsichtgeräten aufrüsten oder gar Köder mit pharmazeutischen Empfängnissverhütungsmitteln im Wald auslegen.
Für die, die es interessiert wie groß das Problem mittlerweile geworden ist, hier und hier noch etwas Lesestoff zu diesem Thema.
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