
Die ersten, im letzten Jahr nachgepflanzten, jungen Reben sind mittlerweile vertrocknet. Die vergangene Woche gefallenen Niederschläge haben die Reben nur kurz aufatmen gelassen. Die Weinbergsbegrünungen sind am verdorren.
Das Hoffen auf reichliche Niederschläge geht weiter. Die tiefen Wurzeln der Reben finden zwar noch Wasser, aber – so mein Eindruck – das Längenwachstum der Rebtriebe ist langsam geworden. Für heute sind Unwetter angesagt. Die erste Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes kam eben per mail.
Ich lasse mich überraschen, was denn vom Himmel kommt. Wie schon hier gesagt, ich nehme fast alles. Am liebsten Landregen. Nur die feste Form des Regens und Sturzbäche vom Himmel kann ich nicht gebrauchen.





Die jungen Beeren sind prächtig gewachsen. Erbsenstadium sagt der Winzer. Man sieht deutlich die kleineren Trauben dazwischen. Durch die Hitzewelle während der Blüte nicht bestäubt und klein geblieben. Dadurch bleibt die Traube lockerbeerig. Die Gefahr, dass sich große Beeren bei weiterem wachsen gegenseitig kaputt drücken und faulen, ist dadurch geringer.
Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind – zumindest für den Winzer – optimal. Es könnte reichlich geben, sozusagen auf Vorrat. Endlich!
Die sommerlichen Hauptarbeiten sind erledigt. Die Rebtriebe sind geheftet, oder wie es in Österreich bei meinem Kollegen Berhard Fiedler heißt, 

In jüngeren Weinbergen, in denen die Rebe noch nicht tief genug wurzelt und an Stellen, an denen der Fels hoch ansteht, bietet sich schon ein anderes Bild. Das Längenwachstum der Triebe hat sich verlangsamt bis zum Stillstand, die Triebspitze ist gestreckt. In den nächsten Tagen werden sich sicherlich die Blätter von der Sonne weg drehen, um weniger Wasser zu verdunsten.

