Seit vorgestern gibt es täglich hitzefrei. Mittags im Schatten fast vierzig Grad, in der prallen Sonne im Weinberg einiges darüber. Sobald morgens die Sonne aufgeht, wird es ungemütlich. Beim entlauben der Traubenzone mit dem Raupenschlepper – eine der wichtigsten kulturtechnischen Massnahmen – kommt zudem die Abwärme der Maschine dazu.
Schon vor der Mittagsstunde sind Mensch und Maschine von der Hitze weich gekocht. Der Mensch kann nicht so schnell trinken wie er die Flüssigkeit wieder ausschwitzt. Das Hydrauliköl der Maschine ist, trotz zusätzlichem Ölkühler, überhitzt und die Leistung geht stark zurück.
So halte ich in der Mittagshitze eine etwas längere Siesta oder suche Arbeit im immer noch sehr kühlen Weinkeller.
Die Hitzewelle soll noch einige Tage andauern. Hoffentlich wird sie nicht mit einem massivem Gewitter beendet. Regen wäre schon sehr willkommen, da die Bodenwasserreserven sehr gering sind. Wenn Gewitter, dann aber bitteschön ohne die üblichen Begleiterscheinungen eines Gewitters, also die feste Form des Wassers.

Wir schlaufen die Rebtriebe zurzeit in den 





Die jungen Beeren sind prächtig gewachsen. Erbsenstadium sagt der Winzer. Man sieht deutlich die kleineren Trauben dazwischen. Durch die Hitzewelle während der Blüte nicht bestäubt und klein geblieben. Dadurch bleibt die Traube lockerbeerig. Die Gefahr, dass sich große Beeren bei weiterem wachsen gegenseitig kaputt drücken und faulen, ist dadurch geringer.
Die Wetteraussichten für die nächsten Tage sind – zumindest für den Winzer – optimal. Es könnte reichlich geben, sozusagen auf Vorrat. Endlich!
Die sommerlichen Hauptarbeiten sind erledigt. Die Rebtriebe sind geheftet, oder wie es in Österreich bei meinem Kollegen Berhard Fiedler heißt,