Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Schlagwort: Trockenheit

  • Regen?

    2015-06-11 Trockenheit

    Die ersten, im letzten Jahr nachgepflanzten, jungen Reben sind mittlerweile vertrocknet. Die vergangene Woche gefallenen Niederschläge haben die Reben nur kurz aufatmen gelassen.  Die Weinbergsbegrünungen sind am verdorren.

    Das Hoffen auf reichliche Niederschläge geht weiter. Die tiefen Wurzeln der Reben finden zwar noch Wasser, aber – so mein Eindruck – das Längenwachstum der Rebtriebe ist langsam geworden.  Für heute sind Unwetter angesagt. Die erste Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes kam eben per mail.

    Ich lasse mich überraschen, was denn vom Himmel kommt. Wie schon hier gesagt, ich nehme fast alles. Am liebsten Landregen. Nur die feste Form des Regens und Sturzbäche vom Himmel kann ich nicht gebrauchen.

  • Es hat geholfen

    2015-06-03 Autowäsche

    Es hat geholfen! Sie wissen schon, das mit dem Auto und den Fenstern putzen. Wie auch schon im letzten Jahr praktiziert, der Notnagel, wenn es an Regen fehlt.

    Letzte Nacht gab es ein Gewitter mit 15 Liter je qm und damit ist uns vorerst geholfen.  Für die Reben genau zum richtigen Zeitpunkt. 2015-06-02 Erdbeeren

    Die Weinbergserdbeeren im Weinberg sind trockenheitsbedingt sehr klein geblieben. Also nicht mal kurz bücken, um eine Handvoll während der Arbeit ernten. Es ist schon etwas mehr Arbeit, um an diese köstliche Zwischenmahlzeit zu kommen.

  • Wieder eine Chance vorbei

    2015-05-28 Triebspitze

    Wieder eine Chance vorbei. Es sollte heute und morgen passieren, aber die Wetterfrösche lagen schon wieder daneben. Schon seit einigen Wochen wurde für die nahe Zukunft, also vier bis fünf Tage im Voraus, Regen gemeldet. Mit jedem Tage, mit dem sich der gemeldete Regen näherte, verringerte sich die Prognose bis auf null. Heute Morgen waren es magere 5 Liter im Regenmesser, gerade genug um den Staub zu binden.

    Die Bodenwasservorräte sind sehr knapp. Das Längenwachstum vieler Triebe hat sich verlangsamt und die Triebspitze ist bei vielen Reben schon gestreckt. Nachgepflanzte Reben leiden schon massiv unter der Trockenheit. Das bislang kühlere Wetter schonte zwar noch das Bodenwasser, aber diese Woche soll – den Meteorologen zufolge, wenn man diesen noch glauben darf –  die 30 Grad Marke überschritten werden.

    Noch sind es kleine Sorgen, die jedoch zu großen Sorgen werden könnten, wie ich letztes Jahr schrieb.

    Wir nehmen alles was an Regen vom Himmel kommt sehr gerne. Auch Starkregen mit 40 Liter je Quadratmeter, wenn es denn nur Eisfrei ist, wie Kollege Bernhard Fiedler schon vor zwei Wochen in seinem Blog anmerkte.

  • Erste Nacht – Zweite Nacht – Erster Tag…

    2014-07-08 Regenmesser

    Erste Nacht des angekündigten Regens: 5 Liter je qm. Nicht erwähnenswert.

    Zweite Nacht: Endlich ergiebiger Regen, 14 Liter je qm. Schon besser.

    Erster Tag, also heute: Nochmals 10 Liter obendrauf. Freude kommt auf!

    2014-07-08 Traube

    Heute schon den Eindruck im Weinberg gehabt, dass es den Reben besser geht und die jungen Trauben durch den Regen schon viel dicker geworden sind. Kann aber auch Einbildung sein…

    Jetzt sind noch zwei weitere Regentage gemeldet. Leider ist die Regenmenge um einiges geringer prognostiziert wie noch vor zwei Tagen. Also doch nicht auf Vorrat Regen, eher knapp am Limit. Dieses Jahr, während der Vegetationsperiode, schon mit 136 Liter je qm Regen, im Vergleich zum langjährigen Mittel, im Rückstand.

  • Erbsengröße

    2014-07-03 TraubeDie jungen Beeren sind prächtig gewachsen. Erbsenstadium sagt der Winzer.  Man sieht deutlich die kleineren Trauben dazwischen. Durch die Hitzewelle während der Blüte nicht bestäubt und klein geblieben. Dadurch bleibt die Traube lockerbeerig. Die Gefahr, dass sich große Beeren bei weiterem wachsen gegenseitig kaputt drücken und faulen, ist dadurch geringer.

    Nicht alle Trauben sehen so aus. Mangels Wasser ist das Dickenwachstum in etlichen Weinbergen noch nicht so weit fortgeschritten wie ich es gerne hätte.

    2014-07-06 WetterDie Wetteraussichten für die nächsten Tage sind – zumindest für den Winzer – optimal. Es könnte reichlich geben, sozusagen auf Vorrat. Endlich!

  • Hoffnung in den Zeiten der Dürre

    2014-06-28 Regen

    Der Transporter war sauber gewaschen, die Fenster am Haus auch und die Meteorologen hatten ausnahmsweise auch recht. Regen! Zwar nicht reichlich, aber immerhin soviel, das uns vorerst geholfen ist. Die für morgen geplante Bewässerung unserer zweijährigen Junganlage ist somit abgesagt und der Winzer ist seiner Sorgen enthoben, vorerst zumindest.

  • der Druck ist raus

    2014-06-25 FertigDie sommerlichen Hauptarbeiten sind erledigt. Die Rebtriebe sind geheftet, oder wie es in Österreich bei meinem Kollegen Berhard Fiedler heißt, eingestrickt. Die Traubenzone wurde entblättert und der erste Laubschnitt ist auch schon erledigt.

    Die Weinberge sehen jetzt akkurat wie nach einem Frisörbesuch aus. Etwas Ruhe kehrt nun ein. Nicht, das wir arbeitslos wären, aber, wie sagt man so schön, der Druck ist raus.

    Wenn denn jetzt das akute Problem der extremen Trockenheit noch gelöst würde, wären wir sehr zufrieden. Dann könnten die kleinen Beerchen zügig wachsen und uns volle Fässer bescheren.  Regen ist für das Wochenende gemeldet, der Praktikant hat den Transporter gewaschen und die Chefin die Fenster – Sie kennen das doch mit dem Auto und Fenster waschen und meistens regnet es direkt danach -.  Müsste Muss einfach klappen, dass mit dem Regen.

  • Aus kleinen Sorgen können große werden

     

    2014-06-21 verdorrtes Gras

    Aus kleinen Sorgen können große werden. Die zur Zeit herrschende Trockenheit macht sich zunehmend bemerkbar. Seit über sechs Wochen ist kein Regen gefallen. Das bisschen Regen, das Pfingsten gefallen war, war schneller verdunstet als von Himmel geregnet. Etliche Begrünungen sind, je nach Pflanzenart, schon komplett verdorrt, mindestens stark leidend.  …………..2014-06-21 Triebspitze

    Den Reben kann man die Trockenheit, bis auf wenige Ausnahmen, noch nicht ansehen. Die Triebspitzen sind noch gekrümmt und die Pflanze ist von der Wasserversorgung her noch auf Wachstum eingestellt. ………………………………………..2014-06-21 TrockenstressIn jüngeren Weinbergen, in denen die Rebe noch nicht tief genug wurzelt und an Stellen, an denen der Fels hoch ansteht, bietet sich schon ein anderes Bild. Das Längenwachstum der Triebe hat sich verlangsamt bis zum Stillstand, die Triebspitze ist gestreckt. In den nächsten Tagen werden sich sicherlich die Blätter von der Sonne weg drehen, um weniger Wasser zu verdunsten.

    Etliche nachgepflanzte junge Reben sind schon verdorrt.

    Gut, dass in den letzten Tagen die Temperaturen nicht so hoch waren, denn sonst würde es anders aussehen. Es wird Zeit, das es ausgiebigst regnet, um eine mengenmäßig und qualitativ gute Ernte einzufahren.

  • Interesannterweise

    2013-08-09 Laubschnitt

    Interesannterweise haben die meisten Reben die lange Trockenperiode und heißen Sommertemperaturen der letzten Wochen sehr gut überstanden. Stellenweise hatte der Laubschneider heute mächtig Arbeit, die aus dem Drahtrahmen überstehenden Triebe abzuschneiden.2013-08-09 Trockenschäden

    Nur wenige Rebstöcke, bzw. Weinberge leiden unter Trockenstress. Eine kleine 4-jährige Junganlage ist an meisten betroffen. Das Wachstum gänzlich eingestellt, die Rebbläter von der Sonnne weggedreht und beginnende Gelbfärbung. Die im Hintergrund stehende 8-jährige Rebanlage ist noch ausreichend mit Wasser versorgt, da die Wurzeln schon tiefer in den Boden reichen.

    Stellenweise, dort wo die Bodenmächtigkeit durch den hoch anstehenden Fels gering ist, ist das Wachstum schon geringer. Besorgniss haben wir noch nicht, aber es ist leider kein ausgiebiger Regen in Sicht. Da könnten aus kleinen Sorgen große werden.

    Ich hatte schon ans Wasser fahren gedacht, aber unsere diesjährig gepflanzten Reben sehen immer noch vital aus und kommen noch ohne zusätzliche Wassergabe aus.

    Anders sieht es bei Kollegen aus. Bernhard Fiedler aus Österreich will zwar nicht jammern, aber das Bild in seinem Blogeintrag spricht Bände. Die täglich neuen Temperaturrekorde in unserem Nachbarland haben den Reben sehr stark zugesetzt und die ersten Blätter vergilben durch den Wassermangel.

  • Da oben

    2013-08-03 Sonnenuntergang

    Da oben ist das, was wir brauchen: Regen! Die Trockenheit nimmt zu. Es gab in den letzten Tagen etwas Regen, aber der half eher den Weinbergsbegrünungen beim Überleben, als das er den Rebstöcken genutzt hat. Das Wachstum ist mittlerweile stark zurück gegangen. Wassermangelsymtome gibt es noch nicht, aber es dürfte nicht mehr lange dauern, bis sie sichtbar werden.

    Unser diesjährig gepflanzter Weinberg sieht noch gut aus. Ich überlege jedoch täglich, wann ich  anfangen soll, Wasser  zu geben. Für Mitte kommender Woche sind Niederschläge angekündigt. Ich hoffe, dass diese reichhaltig ausfallen. Wenn nicht, ist Wasser fahren geplant.