Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Wertigkeit

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Als mein Kollege Thomas seine jetzige Lagerhalle gekauft hatte, fand er einen alten Weinprobenkoffer der dort damals ansässigen Weinkellerei. Dieser diente einem Weinkommisionär für den Weinverkauf an Weinhändler. Die Doppelwandigen Glasisolierbehälter fassten gerade mal einen viertel Liter. Mehr wie ein kleiner Probenschluck gab es nicht für den evtl. Käufer und auf dieser Basis wurden die Geschäfte getätigt.

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Dem Etikett zu entnehmen, enthielt diese Flasche einen 1934er Riesling Reiler Moullay-Hofberg für sage und schreibe 1,20 Reichsmark pro Liter. Dies entspricht einer heutigen Kaufkraft von 4,00 EURO. Kein Wunder, das die Probeflaschen so klein waren. Der Wein hatte damals noch eine hohe Wertigkeit, finanziell und kulturell.

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Heute leider zu einem Produkt verkommen das billigst im Discounter verramscht wird.  Die Qualität soll mit Analysen und Zertifikaten belegt werden und der Geschmack, falls vorhanden, wird ebenfalls durch diese Institute als vorhanden bestätigt. Könnte es sein, das früher alles besser war?

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