Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Allgemein

  • Weinernte 2014: Kleines Problemchen?

    2014-09-28 Riesling

    So sieht der Idealzustand aus, aber leider nicht überall. Der nasse August ist zu spüren. Der Regen vom vergangenem Wochenende noch mehr. 2014-09-28 RissDie Beeren sind bis zum platzen gefüllt. Die Beerenhäute sind sehr dünn geworden und reissen dann auf. Die Fäulnisserreger können nun ungehindert ihr Werk tun. Ich berichtete letztes Jahr schon einmal über die Problematik der Seneszenz und der dadurch entstehenden Problematik der Traubenfäule. Auch dieses Jahr bewahrheitet sich, das von der Fäulniss besonders die stärker wachsenden Reben betroffen sind.

    Hoffentlich gibt es nicht noch einmal ein solches Desaster wie im letzten Jahr, als die Ernte vor unseren Augen wegfaulte. Gut, dass wir dieses Jahr eine sehr große Erntemannschaft haben, denn der Selektionsbedarf wird sicherlich sehr hoch sein. Ich rechne mit einer schnellen Ernte und mit einer Katastrophe, wenn weiterer Regen kommt.

    Viele Kollegen berichten von der sehr schnellen Weinernte und von sehr aufwändiger Selektionsarbeit bei den frühen Rebsorten. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Südtirol und Österreich war aufgrund der hohen Regenmengen und dadurch bedingten Problemen eine schnelle Ernte nötig.

    Jetzt hilft nur der Wettergott, der uns das Winzerwunschwetter bringen soll: Trocken, trocken, trocken, ein kalter Ostwind, kalte Nächte und tagsüber unter 20 Grad. Der Riesling kommt mit diesem Wunschwetter und Wunschtemperaturen gut klar, lagert weitere Aromen in die Trauben ein und die Schadorganismen werden unter Kontrolle gehalten.

    Erntebeginn bei Riesling ist übermorgen. Leider mit kleinerer Mannschaft, da der Erntebeginn, schon vorausschauend am 22 Juli geplant, erst am 06. Oktober sein sollte und die große Mannschaft erst dann verfügbar ist. Wer Lust auf Weinernte hat: Am Dienstag, den 30 September  ist um 8.30 Uhr Abfahrt im Weingut.

  • Azubi oder Azubine gesucht!

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    Nach nur zwei Arbeitstagen hat unsere Azubine den Ausbildungsvertrag aufgelöst.

    Daher ist unser Ausbildungsplatz für den Ausbildungsberuf Winzer ab sofort neu zu besetzen.

    Alternativ kann der Arbeitsplatz auch für ein Vorpraktikum für das Studium im Bachelorstudiengang Weinbau und Getränketechnologie mit den Studienrichtungen Weinbau und Oenologie sowie Getränketechnologie und im Bachelorstudiengang Internationale Weinwirtschaft des Fachbereichs Geisenheim der Fachhochschule Wiesbaden besetzt werden.

    Wir sind ein kleines Steillagenweingut an der Mosel und produzieren trockene Rieslingweine. Als Nebenprodukt wird noch Riesling-Weinessig produziert. Die Weinberge sind nach dem aktuellen Stand rationeller Bewirtschaftung gepflanzt und die Maschinenausstattung ist technisch auf dem neuesten Stand. Wir bewirtschaften unsere Weinberge seit 32 Jahren nach ECOVIN Richtlinien und sind Demonstrationsbetrieb für den ökologischen Landbau.

    Wir erwarten Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Leistungsbereitschaft und, ganz wichtig, Motivation und Lernwille für den Winzerberuf. Mitdenken, die Fähigkeit selbstständig zu arbeiten und nach Einarbeitung Verantwortung zu übernehmen, ist ebenfalls erforderlich. Die Bereitschaft zu Überstunden, insbesondere während der Weinlese, wird vorausgesetzt.

    Wir bieten die Möglichkeit, das klassische Handwerk des Winzers im Weinberg und Weinkeller mit all seinen Facetten zu lernen. Die Betreuung und Vermittlung von notwendigen Kenntnissen erfolgt in sämtlichen Bereichen der Traubenerzeugung, Weinbereitung und Vermarktung. Lerninhalte, die wir nicht vermitteln können, z.B. die Rotweinbereitung, können bei Partnerbetrieben erlernt werden. Ausbildungsbegleitende Weiterbildungsmaßnahmen werden von uns unterstützt.

    Wir haben bereits Erfahrung in der Ausbildung und als Stellenanbieter für das Freiwillige Ökologische Jahr.

    Wir würden uns über eine aussagekräftige Bewerbung freuen, gerne per Mail.

  • der Druck ist raus

    2014-06-25 FertigDie sommerlichen Hauptarbeiten sind erledigt. Die Rebtriebe sind geheftet, oder wie es in Österreich bei meinem Kollegen Berhard Fiedler heißt, eingestrickt. Die Traubenzone wurde entblättert und der erste Laubschnitt ist auch schon erledigt.

    Die Weinberge sehen jetzt akkurat wie nach einem Frisörbesuch aus. Etwas Ruhe kehrt nun ein. Nicht, das wir arbeitslos wären, aber, wie sagt man so schön, der Druck ist raus.

    Wenn denn jetzt das akute Problem der extremen Trockenheit noch gelöst würde, wären wir sehr zufrieden. Dann könnten die kleinen Beerchen zügig wachsen und uns volle Fässer bescheren.  Regen ist für das Wochenende gemeldet, der Praktikant hat den Transporter gewaschen und die Chefin die Fenster – Sie kennen das doch mit dem Auto und Fenster waschen und meistens regnet es direkt danach -.  Müsste Muss einfach klappen, dass mit dem Regen.

  • Knochenarbeit

    2014-04-06 Pfahlramme

    In unserem letztjährig gepflanzten Weinberg haben wir in den letzten Tagen den Drahtrahmen erstellt. Ein großes Problem stellte der extrem ausgetrocknete und harte Boden dar. Kein Regen in Sicht, der den Boden weicher machte und das Einschlagen der Zwischenpfosten mit der Pfahlramme erleichtert hätte. Also das Erdbohrgerät startklar gemacht, um das Loch vorzubohren, damit Praktikant Tristan entlastet wurde. Von oben nach unten arbeitend, wurde es zunehmend schwieriger die Löcher zu bohren. Immer öfter verkantete sich der Bohrer im Untergrund, kam zum stehen und ich wurde oben herumgeschleudert bis die Bohrerbremse das Gerät ausschaltete. So ähnlich wie auf diesem Video bei einem Zweimannbohrgerät.

    Die letzten sechs Löcher gaben dann dem Bohrer den Rest, mir auch. Die Spitze war abgebrochen und die Bohrschnecke komplett verbogen.

    Eine richtige Knochenarbeit. Wenig genutzte Muskeln machten sich bemerkbar, der Schlaf in der folgenden Nacht war tief und fest, der Muskelkater blieb gottseidank aus. Am zweiten Tag fiel die Arbeit schon leichter und wir spürten die entsprechenden Muskeln wachsen.

  • zu früh

    20014-04-07 Austrieb

    Ganze drei Wochen zu früh hat der Austrieb der Reben begonnen. Eigentlich ein Bilderbuchstart in die Neue Vegetationsperiode. Aber nur eigentlich! Alle Winzer haben noch große Angst vor Spätfrösten, die den jungen Rebtrieben gefährlich werden können. In unseren Steillagen ist die Gefahr zwar etwas geringer als in flachen Weinbergen, aber einiges Unwohlsein habe ich trotzdem. Heute morgen gab es auf dem Blechdach unseres Geräteschuppens leichte Eisbildung….

    Die spannendste Zeit des Winzerjahres fängt an: Mit der Natur arbeiten, täglich von dieser abhängig zu sein, allen Wetterkapriolen strotzend und in einigen Monaten, wenn alles so klappt wie ich es mir vorstelle,  gesunde, vollreife Rieslingtrauben ernten.

  • Panter, Tiger und Co

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    Tucholsky in Reil 1929

    Kurt Tucholsky (* 9. Januar 1890 in Berlin; † 21. Dezember 1935 in Göteborg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Er schrieb auch unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger und Ignaz Wrobel.Tucholsky zählte zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik. Als politisch engagierter Journalist und zeitweiliger Mitherausgeber der Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“ erwies er sich als Gesellschaftskritiker in der Tradition Heinrich Heines. Zugleich war er Satiriker, Kabarettautor, Liedtexter, Romanautor und Lyriker. Er verstand sich selbst als linker Demokrat, Pazifist und Antimilitarist und warnte vor rechten Tendenzen – vor allem in Politik, Militär und Justiz – und vor der Bedrohung durch den Nationalsozialismus.

    Kurt Tucholsky hatte 1929 die Mosel besucht. Herrlich beschrieben im Buch Panter, Tiger und Co. Leider wurde einiges aus den Reisemanuskripten Tucholskys nicht in diesem Buch veröffentlicht. Per Zufall kamen wir vor einiger Zeit an ein Originalmanuskript aus Kurt Tucholskys Reisetagebuch. Interessanterweise ist Tucholsky auch in Reil eingekehrt und beschreibt ausführlich diesen Besuch. Da wir Ihnen diesen Text nicht vorenthalten möchten, folgend ein Auszug aus dem bisher bekannten und veröffentlichtem Material und die fehlende Passage über seinen Besuch in Reil. Das Originalmanuskript ist zum Download verfügbar.

    Auszug aus Kurt Tucholsky, Panter, Tiger und Co

    „…An der Mosel ging es noch an. Wir soffen uns langsam den Fluß hinab, wir fuhren mit dem Saufbähnchen von Trier nach Bullay hinunter, und auf jeder dritten Station stiegen wir aus und sahen nach, wie es mit dem Weine wäre. Es war.

    Wenn wir das festgestellt hatten, stiegen wir wieder ein: der Zug führte einen Waggon mit, der sah innen aus wie ein Salonwagen, von hier aus hätte man ganz bequem Krieg führen können, so mit einem Telefon auf dem Tisch, mit dicken Zigarren und: »Seiner Majestät ist soeben der Sturmangriff gemeldet worden.« Wir führten aber keinen Krieg, sondern drückten auf die Kellnerin, und dann erschien ein Klingelknopf, oder umgekehrt, und dann konnte man auf dem langen Tisch einen naturreinen Mosel trinken und dabei Würfel spielen. …

    …Wir nahmen dies zur Kenntnis und stiegen in den Mosel – erst in den offenen, dann in einen jungen, frischen, dann in einen alten, goldgelben, der sehr schwer war. Es ging schnell mit uns; Mosel ist kein so bedächtiger Wein wie der Rheinwein oder der Steinwein … es ging sehr schnell. Wir hatten auch schon am frühen Nachmittag gemoselt – wir tranken unmittelbar in den Dämmerschoppen hinüber, vielleicht war es das. Karlchen und Jakopp saßen
    da und tranken, was sie konnten – und sie konnten!…

    … Bernkastel, Traben-Trarbach, Reil.

    Die Lokomotive wurde angehalten und mußte Wasser fassen. Wir stiegen aus und vertraten uns die Füße. Auf der anderen Moselseite erstreckte sich ein weiterer Moselort in der Nachmittagssonne. Der Wind trug Klänge von Zupfinstrumenten zu uns herüber. Der Ort hieß Reil, beschied uns der Zugschaffner. Man feierte dort das alljährliche Weinfest. Kurze Blicke untereinender – unsere Absicht war klar.

    Karlchen winkte dem Fährmann, der sich irgendwann von der Betrachtung der Trachtengruppe lösen konnte. Wir setzten über. Wie es wohl bei Hochwasser sei, fragten wir den Schiffsführer. Er winkte ab. Zimmer gäbe es keine, wurde uns genannt. Uns lockte auch mehr die Aussicht auf Flaschen Weines.

    Der Ortsvorsteher – so nannte man hier den Bürgermeister – hieß uns im Festzelt willkommen. Karlchen orderte sogleich mehrere Bouteillen. Zum Probieren, sagte er. Wenig später setzte die Musikkapelle ein. Später kauften wir Tanzkarten und schwangen die Weiber auf dem Boden hin und her. Das Weinprobieren stellte sich zunehmend als eine äußerst angenehme Tätigkeit dar.

    Zu fortgeschrittener Zeit wurden die Honoratioren unruhig. Die Frau des Ortsvorstehers war unauffindbar. Karlchen auch. Jakopp und ich übten uns weiter fleißig im Probieren und Tanzen. Irgendwann fielen wir in die Kapelle. Die übrigen Tanzkarten wurden uns abgenommen.

    Am nächsten Morgen wachten wir in den Moselauen auf. Alsbald näherte sich uns ein Trupp von Männern. Sie wirkten recht entschlossen. Er sei Feldschütz, sagte der Anführer. Wir sollten auch bald den Ort verlassen, man erlasse uns auch den Fährlohn. Der Sonntagszug sei im Anmarsch. Man eskortierte uns zur Fähre, wir setzten über.

    Bullay … dann aber setzten wir uns in einen seriösen Zug und fuhren nach Kolbenz. (Diese Aussprache wurde adoptiert, falls Jakopp ein künstliches Gebiß hätte: es spricht sich leichter aus.) In Kolbenz tranken wir der Geographie halber einen Rheinwein, und der konnte Papa und Mama sagen, wir aber nicht mehr…“

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    Das Original Manuscript. Zum Vergrößern bitte anklicken.

  • arte, Teil 5: Die Mosel – Drei Länder, ein Fluss

    2014-03-24 arteEs ist soweit! In dieser Woche wird gesendet:  Am Mittwoch, den 26. März die Französische, am Donnerstag, den 27. März die Luxemburger und am Freitag, den 28. März die deutsche Mosel. Jeweils um 19.30 Uhr auf Arte. Ich berichtete hier über die Dreharbeiten zu dieser Fernsehserie, in der wir als Statisten mitmachten.

    Jetzt lasse ich mich einmal überraschen, was von den drei Drehtagen, in denen wir mitwirkten, bzw.  bei uns gedreht wurde, übrig geblieben ist. Sozusagen ein Überraschungsei! Der Produzent hat uns leider nichts verraten. Die Vorschaufilme auf den Seiten von arte sind schon einmal vielversprechend.

    Wir wünschen einen angenehmen Fernsehabend und für die, die diese Serie verpasst haben, es gibt auf arte und aller Voraussicht nach auf vielen dritten Programmen Wiederholungen und die Sendungen sind natürlich in der Mediathek von arte abrufbar.

  • Biegen

     2014-03-07 BogrebeSo sollte es sein: Zwei im Drahtrahmen nach unten gebogene und festgebundene Fruchtruten. Biegen nennt man das Befestigen des Fruchtholzes. Dadurch sollen einerseits die Voraussetzungen geschaffen werden für eine gleichmäßige Verteilung der Sommertriebe in der Laubwand, andererseits soll das Biegen eine harmonische Saftverteilung gewährleisten, damit die über das ganze Fruchtholz verteilten Sommertriebe gleichmäßiges Wachstum aufweisen.2014-03-07 abgebrochen1

    Sehr viele unserer Reben haben durch den letztjährigen Hagelschlag Verletzungen (Sollbruchstellen). Da wir beim Rebschnitt nach Möglichkeit unverletzte, bzw. weniger verletzte Triebe angeschnitten hatten und jetzt beim Biegen der Fruchtruten vorsichtig sind, beschränken sich abgebrochene Triebe auf wenige Exemplare.

  • Der letzte Weinberg…

    2014-02-20 SchneidenDer letzte Weinberg ist in Arbeit. So früh wie noch nie werden wir mit dem Rebschnitt fertig. Bis auf drei Nachmittage, in denen Regen zum vorzeitigen Abbruch der Rebschnittarbeiten geführt hatte, konnten wir seit der Weinernte durchgehend draußen arbeiten. Kein Frost und Schnee die ebenfalls gehindert hätten.

    Zudem ein flott arbeitender Praktikant, der im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die eine Ausbildung bei uns absolvierten, nicht in die Berufsschule muss. Jetzt noch die Fruchtruten nach unten biegen und festbinden. Geht hagelbedingt etwas langsamer wie in den letzten Jahren, aber trotzdem: Ich sehe schon kommen, dass uns im Frühjahr die Arbeit ausgeht. Zumindest die im Weinberg. Aber im Haus und Hof ist noch einiges zu tun. Renovierungsarbeiten an Gebäuden und Maschinen warten und dann wären noch nebst dem üblichen Kleckerkram die Weinbergswege und Mauerkronen zu reinigen.

    Oder wir bekommen ein frühen Rebaustrieb, der nach diesem sehr warmen Winter wahrscheinlich ist, und die Sommerarbeiten setzen früher ein. Dann wäre vorzeitig wieder ausreichend Arbeit vorhanden. Da denke ich jetzt lieber über einen kurzen Urlaub nach.

  • Newsletter No. 8: Vom Netzwerken, der Stand der Dinge und wichtige Nebensächlichkeiten

    Schon lange her, dass ich meinen letzten Newsletter geschrieben habe. Also nun die Gelegenheit genutzt und im Bilderarchiv gekramt, um wieder über die lieben Nebensächlichkeiten zu schreiben, die sich angesammelt haben.

    „Die Funktionsweise des Netzwerkens basiert auf dem Prinzip der Freundesfreunde – Jede Person des Netzwerkes bringt wiederum Teile des eigenen Netzwerkes in das entstehende Beziehungsgeflecht ein und erweitert es so stetig. Egal, ob es sich hierbei um reale Freunde, Bekannte, Geschäftspartner oder Auftraggeber handelt – Jeder Teilnehmer eines Netzwerkes kann andere interessante Aspekte einbringen und den Mitmenschen auf die ein oder andere Art behilflich sein.“ so das Portal Gründerszene.

    Netzwerken, eigentlich ein moderner Begriff, ist aber als solches schon sehr alt. Viele denken, das es mit dem Internet zu tun hat. Hat es auch, aber im realen Leben gab es das „networken“ schon vor den Internet. Ideal ist heute die Verknüpfung von Internet und realem Leben. Und da ich mittlerweile schon eine lange Zeit auf dieser Erde bin, habe ich viele Menschen im laufe meines Lebens kennen gelernt, virtuell und in echt, und bin sehr gut vernetzt.2013-02-02 Scholze2

    So zum Beispiel Ralf Scholze, Weinliebhaber, Journalist und Fotograf. Via den sozialen Netzwerken persönlich kennen gelernt und mit ihm schon mehrfach Fototermine bei uns im Weingut gehabt.

    Anders zwei Veröffentlichungen bei der Zeitschrift essen & trinken. Eine Anfrage für ein Winzerinterview für das Online Magazin dieser Zeitschrift kam per Mail:

    „Dafür würde ich gerne Sie als „Botschafter“ für die Region Mosel gewinnen, nachdem ich ihre Hänge im Jahr 2006 als FÖJ-Bewerber (Freiwilliges ökologisches Jahr) besucht habe und im letzten Jahr durch den Eichelmann-Weinführer wieder auf Ihre hervorragenden Weine aufmerksam geworden bin.“

    Ich kann mich zwar nicht an diesen jungen Mann erinnern, jedenfalls bin ich ihm in Erinnerung geblieben und das führte zu diesem Winzerinterview. In diesem Zusammenhang – davon gehe ich aus – wurde auch unser Mosto Cotto im November in der Zeitschrift essen & trinken vorgestellt.

    2013-08-29 KameramannVia Internet fand ein Produktionsteam von Arte den Weg zu uns. Ein Dreiteiler über die Mosel soll es werden. Kein Problem für uns, wir machen bei fast allem mit. Ich berichtete hier über die Dreharbeiten.

    Auf Anfrage den Produktionsleiters, ob ich denn den Weinjournalisten Stuart Pigott kenne, bejahte ich und er bat mich, einen Kontakt herzustellen. Ich kenne Stuart seit vielen, vielen Jahren und treffe ihn ab und zu – besser gesagt eher selten – . Unsere Weine hatte er bis dato auch schon des öfteren probiert. Wahrgenommen hatte er uns als Betrieb mit guten Weinen aber nicht.

    Anlässlich der Dreharbeiten probierte er in der Mittagspause unsere Kollektion und war überzeugt von unseren Qualitäten. Es erfolgte eine sehr positiver Notiz  in der Frankfurter Zeitung am Sonntag.

    2012-06-07 Pokal

    Jetzt denken Sie, meine Lieben Leser, vielleicht, dass der Winzer den Wein demnächst aus goldenen Pokalen trinken kann, da der Weinabsatz ungemein beflügelt wird. Ist leider nicht. Kurz vor reich reißt es immer ab. Geht auch dieses Jahr mangels Masse nicht. Leider!

    2013-12-25 Probe

    Jetzt stehe ich mit meiner Meinung über den 2013er nicht mehr alleine da. „Gelbe Frucht Gut!“ notierte mein mich beratender Oenologe. Tut gut für meine Seele! Das Sortieren der Trauben und das Verwerfen der Faulen und Vergammelten hat sich gelohnt, zumindest für die Weinqualitäten.

    Das Manko ist jedoch die Quantität. Sehr, sehr wenig, der zweite Weinjahrgang in Folge. Unsere Ernteberichte finden Sie hie in unserem Blog.

    2010-09-10 streicheln

    Streicheln würde man ihn gerne. Aber das geht ja leider nicht. Wichtiger ist das Schwenken im Glas, bevor man probiert. Das ist eine wahre Kunst! Der Durchmesser des Weinglases, die Drehgeschwindigkeit und die dann wirkenden Fliehkräfte sind wichtig. Sogar eine mathematische Formel gibt es dazu. Dies kann man einer wissenschaftlichen Studie aus der Schweiz entnehmen. Folgend das Video zur Studie nebst mathematischer Formel:

    Der Einfachheit halber – ich muss das ganze ja nicht noch einmal in diesem Blog niederschreiben –  lesen Sie bitte bei Weinbilly nach: Die Kunst, Wein richtig zu schwenken. Bevor ich es vergesse, bei unserem Riesling rechtsrum schwenken, so ca. drei Meter pro Sekunde, sagt eine andere Quelle. Die verlinke ich jedoch nicht, da diese doch etwas dubios wirkt.

    Ach, die ewige Verschlussdiskussion beim Wein. Schrauber oder Kork! Hier im Internet die heißesten Diskussionen, jeder weiß es besser, zumindest mit seinem fundierten Nicht- oder Halbwissen und doch weiß keiner, wie so eine verschraubte Flasche richtig geöffnet wird. Ja, da staunen Sie, lieber Leser! Das ist nicht so einfach. So oben zupacken und dann drehen? Nein! Viel zu schwierig, es geht auch einfacher und viel besser!

    „…er hat Schwierigkeiten, die Flaschen zu öffnen! Am oberen Teil zuzupacken und drehen, wie viele es zuerst versuchen, ist sicher die ungeeigneteste Art; man übt nämlich dabei Druck auf das Gewinde aus, weswegen die Reibung  zunimmt…“

    so mein Kollege Armin Kobler in seinem Blog, der dieses Geheimwissen der gelernten Winzer und Kellermeister allen verrät. Aber lesen Sie bitte dort einfach nach, wie ein Profi die mit Schrauber verschlossene Weinflasche öffnet: Es geht auch anders — Si può anche diversamente

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