Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Allgemein

  • Hagelunwetter: Überblick

    2008-05-30-hagelschaden.jpg
    Ich habe mir heute einen Überblick über die Auswirkungen des Hagels verschafft.

    Das Gewitter in der letzten Nacht hat Gottseidank keine weiteren Schäden verursacht. Rebtriebe sind von den Hagelkörnern abgeschlagen worden und etliche Blätter wurden zerfetzt. Es dürfte auch einige Nekrosen an den Stielen gegeben haben, die aber erst in einigen Tagen besser zu sehen sind. Die Schäden in der Reiler Goldlay sind stärker wie in den Burger Weinbergen. Diese Hagelschäden werden sich auswachsen, erfordern aber beim Rebschnitt und Binden der Fruchtruten im nächsten Jahr einen höheren Arbeitsaufwand.

    Düster sieht es beim Rivaner und Weißburgunder aus. Dort ist mit Ertragsminderung zu rechnen.

    Sehr schlecht soll es etlichen Kollegen an der Untermosel bei Cochem ergangen sein. Auf großen Flächen ist ein Totalschaden entstanden.

  • Hagelunwetter: Erster Bericht

    2008-05-29-erosion.jpg
    Abgeschlagene Triebe und zerfetzte Blätter und waren das Ergebniss des gestrigen Hagels. Unsere Rieslingweinberge kamen noch glimpflich davon. Weißburgunder und Rivaner, die in einer anderen Gemarkung stehen, sehen aus wie gerupfte Hühner. Dort hat der Hagel sehr stark gewütet.

    Vielerorts kam es zu Abschwemmungen von Boden. Die ICE Strecke Trier-Koblenz mußte kurzfristig gesperrt werden, da Erdreich am Pündericher Eisenbahnviadukt auf die Schienen lief.

    Die Nacht so gegen drei Uhr gab es ein weiteres Gewitter mit 36 Liter Regen je qm und nochmals Hagel. Ich fahre jetzt in die Weinberge… Mir Graust es.

  • Hagelunwetter

    2008-05-29-hagel1.jpg
    Wie ich bereits hier geschrieben hatte, war heute in unserem frisch gepflanzten Rieslingweinberg wässern angesagt. Und wie Gott es so will setzte nach getaner Arbeit der Regen ein. Diese Arbeit hätte ich mir sparen können.

    2008-05-29-hagel.jpg
    Binnen kürzester Zeit fielen vor einer halben Stunde 28 Liter Regen pro Quadratmeter.
    Kurz, heftig und mit sehr viel Hagel verbunden.

    Zu viel! Ich werde mir nachher die Schäden anschauen gehen. Bericht folgt.

  • Burger Hahnenschrittchen: Ein gemütlicher Steilhang


    Hahnenschrittchen – MyVideo
    Ein Weinberg im Burger Hahnenschrittchen wird gemäht.

    Qualitativ schon besser wie beim letzten mal, aber immer noch wackelig. Die Raupe vibriert leider sehr stark…

  • Reiler Goldlay: Gemütlicher Steilhang

    Ein Weinberg in der Reiler Goldlay wird gemäht. An der Qualität der Aufnahme werde ich wohl noch arbeiten müssen…

    Reiler Goldlay – MyVideo

  • Weinrallye 11: Alles so schön Rosé

    weinrallye_140.jpg
    Alles in Rosa fordert Niko Rechenberg, diesmal Gastgeber Weinrallye. Bevorzugt deutschsprachige Länder und als Terrassenwein. Grund für uns mitzumachen, Weine von Kollegen zu sammeln und Oberkellermeister Michael, der Ihnen aus den vergangenen Weinrallyethemen bekannt sein dürfte, zu bitten, auch Roséweine aus seiner Weinkellerei in die Verkostungsrunde zu stellen.

    2008-05-03-rose1.jpg
    Nach einer anstrengenden Verkostungsrunde, die wie üblich mit den Ruf: „Hol mal einen anständigen Wein“ endete, worunter der Moselwinzer natürlich wieder Riesling meinte, konnten wir folgendes Fazit feststellen: Qualitativ waren die Weine eher im Mittelfeld anzusiedeln. Aber für einen Terrassenwein genau das Richtige: Gut gekühlt und auf der Terasse beim Trinken Spaß machend.

    2008-05-03-rose6.jpg
    Interessant, das bei den Kellereiweinen, der Weintrinker der Mühe enthoben wird, den Weingeschmack zu beschreiben. Steht ja alles auf dem Etikett.
    Entäuschend war der Rosé eines Kollegen, der sehr gute Riesling produziert. Er hat vielleicht nicht das Händchen für diese Spielart von Wein. Sollte sich vielleicht besser auf Riesling konzentrieren.

    2008-05-03-rose4.jpg
    Eine Überraschung war ein Portugieser Weißherbst von unserem Oberkellermeister. Sehr gut gemacht, fast brilliant! Nur leider mit Restsüße. Für uns viel zu süß! Aber wer es trinken möchte. Ach ja Rosé: Entweder hell gekelterte Rotweinrebsorten, bei unserer Probe meistens Mosel-Spätburgunder, oder Rotling, ein Gemisch aus Rot- und Weißweintrauben welches zusammen gekeltert und vinifiziert wird.

    2008-05-03-rose5.jpg
    Unser Favorit: Spätburgunder Rosé aus dem Weingut Arns in Reil: Sehr gut zu trinken, hoher Spaßfaktor, unkompliziert und für uns der Begleiter für laue Sommerabende. Und als absolutes Schmankerl: Nur 10,5% Alkohol. Da kann man einen Schoppen mehr trinken.

    Übrigens: Die Tochter des Hauses ist die amtierende Reiler Weinkönigin und studiert Weinbau.

  • Hausmittel

    2008-05-01-wolle.jpg
    Soll gegen Wildverbiss (Rehe) helfen. Alte Hausmittel wie z.B.  Tierblut aus dem Schlachthof oder Schafwolle . Wer es glaubt…

    Die sicherste Methode gegen Wildschäden (Reh/ Wildschweine) im Weinberg ist einzäunen oder die konsequente Bejagung um die Wildtierpopulation auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren.

  • Austrieb

    2008-04-28-austrieb.jpg
    Genau zur richtigen Zeit, also im langjährigen Jahresmittel, fangen die Reben an auszutreiben. Die Knospen sind noch im „Wollestadium“ und in den nächsten Tagen dürften sich schon die ersten Blättchen zeigen. In Südbaden sind die Knospen schon aufgebrochen und auf den Blog von Iris in Südfrankreich gibt es eine kleine Diashow über den Rebaustrieb, der natürlicherweise schon viel weiter fortgeschritten ist.

  • Abgeräumt

    2008-04-19-raupe.jpg
    Der Weinberg, der neu gepflanzt werden soll, ich berichtete hier und hier, ist nach der Abfuhr der alten Rebstöcke bereit für die Pflanzung. Nur noch den Boden lockern, Pflanzstäbe setzen und dann kann es losgehen.

    Die gerodeten Reben dienen unserem Nachbarn noch für einen guten Zweck: Winzersteak auf Rebholz gegrillt. Da lass ich mich mal einladen…

    Gut, das es seit Ende der 80ziger Jahre diese Kleinraupen gibt. Zuerst nur kleine Dumper aus den Baugewerbe an die man ein Mähgerät anbauen konnte, dann ab Mitte der 90ziger eigens für den Steillagenweinbau konstruierte Kettenschlepper mit einer Vielzahl von Arbeitsgeräten.Was wäre das für eine Plackerei und Arbeitsaufwand ohne diese Mechanisierungsmöglichkeit.

    Vieles wurde früher auf dem Rücken in den Weinberg und aus dem Weinberg getragen. Bodenbearbeitung und Transporte nur mittels Seilwinde, Pflanzenschutz mit einem Hochdruckschlauch, den man mühsam den Berg hochziehen musste und andere anstrengende Arbeitsmethoden. Ich mag gar nicht mehr zurückdenken, wie beschwerlich die Arbeit damals war.

    Zwar ist die Arbeit im Steilhang noch immer beschwerlicher als in der Ebene, aber die Qualität unserer Weine entschädigt für die harte Arbeit und schlussendlich: Muskeltraining, besser als im Fitnessstudio und umsonst dazu.

  • Dieter sei Dank

    2008-04-19-dieter.jpg
    In unserem neuen Weinberg, den wir auf moderne Weinbergsbewirtschaftung umstellen, wurden heute die zu langen Holzpfähle abgesägt. Da es mir an einer Kettensäge und der dazugehörigen Ausrüstung fehlt, übernahm Freund Dieter diese Aufgabe. Binnen kürzester Zeit waren die Pfähle eingekürzt und einem Lagerfeuer mit den abgesägten Resten steht nun nichts mehr im Weg.