Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Allgemein

  • Schwarzes Gold oder Schwarzer Freitag?

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    Wie ich hier und hier geschrieben hatte, sollen einige Weinberge mit Kompost, bzw. Häckselgut versorgt werden. Gestern war es soweit. Einige Fuhren des Schwarzen Goldes wurden wieder angeliefert und ich wollte das Schreddermaterial umgehend in den Weinberg bringen. Doch weit gefehlt. Der Kettenschlepper brauchte etwas Anlaufzeit um nach der Winterpause anzuspringen, nach einer Stunde schwächelte das Material der Kompostschaufel und ein Pause zum Schweissen musste eingelegt werden. Kurz vor der Mittagspause platze noch ein Hydraulikschlauch, der umgehend beim Hydraulikspezialisten angefertigt wurde. Bei einbrechender Dunkelheit flog noch der Keilriemen des Motores weg, konnte aber mit „bordeigenen Mitteln“ und dem auf dem Tieflader vorhandenen Ersatzkeilriemen schnell repariert werden. Ein Schwarzer Freitag…

  • Rebschnitt

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    Bei so schönem Wetter macht es Spaß die Reben zu schneiden. Nachdem sich Morgennebel und Frost verzogen hatten ging es noch einige Stunden in den Weinberg. Es ist noch einiges zu tun. In den letzten Wochen gab es wenige Tage, die wir dem Rebschnitt gewidmet haben. Es ist der zeitaufwändigste Arbeitsgang im Weinberg und nicht  gut mechanisierbar. Dafür gab es heute eine neue Klinge für die Schere und die Rebschnitt ging leichter von der Hand.

  • „Im Wein liegt Lüge“

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    Im Wein liegt Lüge, so der Titel von Wolfgang Faßbenders neuem Buch, das beim Mondo Verlag erschienen ist.  Wolfgang Faßbender geht 99 Legenden und Weinmyhten auf den Grund und widerlegt diese Märchen ratzfatz in einem sehr flotten Schreibstil. Er hätte durchaus noch mehr beliebte Halbwahrheiten rund um den Wein in dieses empfehlenswerte Büchlein aufnehmen können.

    Erstaunt war ich als Fachmann, wie gut für dieses Buch recherchiert wurde. Einige Unstimmigkeiten, wie z.B.  über den Sauerstoffeinfluss auf den Wein in den Abschnitten Kork und Dekantieren, sind mir aufgefallen aber für den Leser nicht wichtig.

    Dieses Buch sollten eigentlich alle Weinfreunde lesen, denn es ist überraschend, wie oft man im Weinverkauf mit diesen Mythen konfrontiert wird.

  • Planierarbeiten

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    Unserem örtlichen Bauunternehmer geht es gut. Er hat eine neue Baustelle und wir den Erdaushub. Um Schäden an der Teerdecke durch die Stahlketten unseres Kettenschleppers zu vermeiden, wurde das Bankett zwischen Wirtschaftsweg und Weinberg erhöht, damit wir problemlos wenden können.

  • „Die Zukunft war früher auch besser!“

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    Fürs Dorf  und seine Bewohner konzipiert und nicht für Touristen inszeniert: Saalü, das Heimatvarieté, gestern und heute im Alten Dorfsaal im Gasthaus Peter.

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    Seit 15 Jahren tingelt Saalü im Herbst und Winter durch die alten Dorfsääle übers Land. Varieté, Kabarett, Kleinkunst und kleiner altmodischer Familienzirkus mit Geschichten aus dem Dorf für das Dorf.

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    Die Profiakteure werden unterstützt durch Amateure aus dem Dorf, die Geschichten aus vergangenen Tagen erzählen und spielen. Unter dem Motto „Die Zukunft war früher auch besser!“ geht es um die letzten 50 Jahre Dorfgeschichte und was sich verändert hat.

    Hier erzählt Artur Greis die Geschichte der Reiler Lautsprecheranlage. Zuerst ein Marsch, damit alle aufmerksam wurden, dann die Mitteilungen aus dem Rathaus für die Bürger. Auf Werbung wurde damals nicht verzichtet und im Anschluß an die „amtlichen Nachrichten“ auch schon mal mitgeteilt, dass im Lebensmittelladen frische Heringe und Bücklinge eingetroffen sind…

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    War früher wirklich alles besser? So wie das alte Männer, die gern auf den Bänken an der Mosel sitzen, immer lautstark behaupten?Jeder Auftritt ist einUnikat, denn in jeden Dorf gibt es andere Geschichten und andere Akteure. Sozusagen ein maßgeschneiderter „Heimatabend“.

    Heute Abend sollen noch einige Plätze frei sein: Karteninfo: 06542/1233

  • Weinernte 2008: Wetterumschwung

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    Das Wetter soll in den nächsten Tagen so richtig unbeständig werden. Naßkalt ist angesagt. Kälte ist gut, die Nässe weniger. Mal davon abgesehen das die Nässe die gefühlte Kälte beim Ernten gewaltig verstärkt,  brauche ich das Wasser nicht auf unseren Trauben. Geschätzte drei Erntetage liegen noch vor uns und wir hoffen, dass der Wetterumschwung uns nicht allzusehr belästigt.

    T-shirt bekleidet auf dem Anhänger mitfahren wird wohl in den nächsten Tagen vorbei sein.

  • Weinernte 2008: Ein schöner Tag

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    Der bisher schönste Erntetag liegt hinter uns. Den ganzen Tag Sonnenschein, kein Nebel oder Regen, recht warm für eine Oktobertag, eine klasse Erntemannschaft und richtig reife, fruchtig schmeckende Rieslingtrauben.  So stellt sich sicher der Weintrinker die Weinlese an der Mosel vor und träumt davon, mit dem Touristenboot von der Mosel aus die Weinberge zu betrachten.

  • Weinernte 2008: Fäulnissgefahr

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    Der Herbstnebel hat in den letzten Tagen zäh im Tal gehangen und ließ sich schwer von der Sonne vertreiben.

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    Während Nebel und Sonne ein prächtiges Schauspiel geben, sieht es im Rebstock etwas anders aus.

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    Fäulnisnester sind häufiger zu finden und weitere Selektionsarbeit ist angesagt. Die guten ins Kistchen, die schlechten auf den Boden. Für unsere fruchtigen, trockenen Weine können wir solche Trauben nicht brauchen.

    Mit Qualität und Quantität sind wir bisher zufrieden. Die Basisqualitäten gären im Keller und nächste Woche sollte doch die eine oder andere  Spätlese aus der Weinpresse laufen.

  • lebendig-sinnlich-echt: Nachbericht

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    Die am Samstag stattgefunden ECOVIN-Präsentation, die ich hier ankündigte, war ein voller Erfolg. Mehr als doppelt so viele Besucher wie im letzten Jahr probierten sich durch die angebotenen Moselweine aus ökologischen Anbau.

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    Als Rahmenprogramm gab es lustvoll-bacchantisch inszenierte Kunst von Mana Binz. Den auf Stoff  gemalten Bacchanalien gab die Lichtwand mit verschiedenen Farben den letzten Kick. Nebenbei Zeigte die Künstlerin noch weitere Installationen und Glasarbeiten.

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    Wer nach den anstrengenden Probieren etwas entspannen wollte, setzte sich an die Theke und das integrierte Sushiband brachte weitere Kunstwerke heran.

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    Ralph Schmidt von Restaurant Distel in Ürzig zeigte weitere Kunstwerke, die gemeinhin als Fingerfood bekannt sind und den Tag nicht überlebten.

  • Schaufeln und schippen

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    Die letzten beide Tage war schaufeln und schippen angesagt.  40 Kubikmeter Grünschnitthäcksel mussten per Hand in die Transportpritsche der Raupe geschippt werden, um sie anschließend im Weinberg zu verteilen.  In der nächsten Woche wird noch weiter geschaufelt da noch weiteres Häckselgut angeliefert wird.

    Dieses organische Material dient dazu, den Humusgehalt, die Bodenfruchtbarkeit und die Wasserspeicherkapazität unserer Weinberge zu erhalten und zu erhöhen.  Da es nicht in den Boden eingearbeitet wird, ist auch die Verdunstung von Bodenwasser verringert und die Reben leiden weniger unter Trockenheit. Ebenso werden Bodenabschwemmungen durch Starkregen verhindert. Gerade die diesjährige Trockenheit mit den Wassermangelsymptomen an den jüngeren Reben macht deutlich, wie wichtig es ist, eine optimale Bodenbewirtschaftung durchzuführen.