Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Wetter

  • Regenwetter und Sollbruchstelle

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    Hätte ich es mir nicht gewünscht, würde ich das heutige nasskalte Regenwetter verfluchen.

    Durch das letztjährige Hagelunwetter sind an vielen Fruchtruten Verletzungen, die beim Biegen und Festbinden  der Reben im Spalierdrahtrahmen als Sollbruchstelle wirken. Die Trockenheit der letzten Woche ließ viele Ruten beim Biegen abbrechen. Jetzt sind die Reben durch die Feuchtigkeit wieder geschmeidig geworden und die Bruchgefahr hat sich wesentlich verringert.

    Leider kalt, nass und windig bei der Arbeit. Der lange Winter, der noch bis in den April andauern soll, geht mir zudem auch auf den Sack Senkel und die Sehnsucht nach warmen Frühlingstagen wird größer.

  • Dauerwinter

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    Wir hatten schon lange nicht mehr einen so langen kalten Winter gehabt. Gestern Morgen Schnee, heute früh Frost und morgen soll es nochmal richtig kalt werden. Gottseidank mittags strahlender Sonnenschein, der beim Rebschnitt wärmt. Wir sehnen uns nach dem Frühling mit seinen wärmeren Temperaturen. Im Zeichen der Klimaänderung von den meisten nicht mehr erwartet, jedoch noch immer möglich.

    Um der Kälte zu trotzen und um im Weinberg mit der Arbeit voran zu kommen, habe ich diesen Winter einiges in wärmende Arbeitskleidung investiert. Unter dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung, kann ich mittlerweile fast sämtlichen Temperaturen im Weinberg trotzen. Falls ich nicht den warmen Platz am Ofen vorziehe…

  • Olivenernte

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    Unsere Kübelpflanzen kamen heute in ihr frostsicheres Quartier. Dabei bemerkte ich, das mein Olivenbäumchen zum ersten mal einen kleinen Ertrag hatte. Vielleicht die zukünftige landwirtschaftliche Kultur an der Mosel wenn die Klimaerwärmung weiter zunimmt, der Riesling dann in Grönland kultiviert wird und rund ums Mittelmeer nur noch Wüste ist.

  • Weinernte 2008: Scheißwetter

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    In der Nacht hat es geregnet und wir warten auf das Abtrocken der Rebstöcke um weiter zu ernten.  Die Niederschläge der letzten Woche, verbunden mit höheren Temperaturen, haben die Beerenhäute sehr empfindlich und dünn werden lassen.  Die Fäulnissgefahr steigt mit jedem Regen und höheren Temperaturen. Kühles, trockenes Herbstwetter wäre ideal, um den Trauben noch den letzten Schliff zu geben.

    Nach der gestrigen Selectionsarbeit hängen nun in weiteren Weinbergen nur noch gesunde Trauben um weiter zu reifen.

  • Es wird so langsam Zeit…

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    Es wird so langsam Zeit das es regnet. Die Klimatische Wasserbilanz in der Vegetationsperiode liegt schon mit ca. 150 Liter/qm im negativen. Jüngere Rebanlagen stehen voll im Trockenstreß und die Trauben  bleiben klein.

    Glück hatten unsere Kollegen an der Nahe und in Baden, dort gab es ausreichend Regen und heute gab es, den Wetterberichten zufolge, in Baden nochmals reichlich Regen.

  • Androhung

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    Die Androhung eines Gewitters. Der Regen dürfte bei meinem Kollegen Markus Jostock niedergegangen sein und hat zu Bodenabschwemmungen geführt. Nun weiß ich auch, woher die Feinerde stammt, die zur Zeit die Mosel braun färbt.

  • Waschküchenwetter

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    Es ist fast unmöglich kurzfristig zu etikettieren. Sobald die Weinflaschen aus dem kühlen Flaschenkeller ins Verkaufslager kommen, laufen die Flaschen an. Die hohe Luftfeuchtigkeit kondensiert aus und es muß über Nacht gewartet werden bis die Flaschen getrocknet sind.

    Bis Mitte der nächsten Woche soll dieses schwüle Wetter anhalten und uns weitere Gewitter bringen. Hoffentlich kein Hagelschlag und andere Wetterunbilden. Unser Bedarf ist gedeckt

  • Wassermangel

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    Die Mosel ist durch die Staustufen noch gut mit Wasser gefüllt, aber in den Weinbergen wird es immer weniger. Für die älteren Reben, die tief wurzeln, ist das kein Problem, aber in unserer neu gepflanzten Rieslingfläche wird es knapp. Sollte in den nächsten Tagen kein Regen fallen, werde ich in den sauren Apfel beißen und Wasser fahren.

    Und garantiert wird es dann am nächten Tag ausgiebig regnen…

  • Hochsommerwetter

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    Seit einigen Tagen ist Hochsommerwetter angesagt und die jungen Reben wachsen schnell.

    Unsere leichten Schieferverwitterungsböden sind durch die Trockenheit an der Oberfläche sehr hart geworden. Währenddessen wird beim Weingut Kaul auf das Abtrocknen der schweren und nassen Böden gewartet, damit die Rebpflanzung durchgeführt werden kann. Trotz der dort noch vorhandenen Bodenfeuchtigkeit schreibt Peter Kaul schon über seinen Wunschregen, der die Wurzeln der jungen Reben einschlämmt.

    Auch wir hoffen auf Regen, damit unsere vor zwei Wochen gepflanzten Rieslingreben ausreichend mit Wasser versorgt werden. In einigen Weinbergen haben die Begrünungspflanzen schon Welkeerscheinungen. In den nächsten Tagen sind Gewitter angekündigt und hoffentlich gibt es eine gute Portion Regen, verteilt über einen längeren Zeitraum damit kein Boden abgeschwemmt wird, und keinesfalls in fester Form wie im letzten Jahr, wie ich hier, hier und hier berichtete.

    Das Bild zeigt eine Schieferfelsformation mit Rebflächen in der Nachbargemeinde Pünderich.

  • Hochwässerchen

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    Der Regen der letzten Tage hat die Mosel etwas über die Ufer treten lassen. Das gegenüber Reil liegende Naturschutzgebiet bekommt nasse Füße.