Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Wetter

  • Frühling?

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    Nachdem die letzte Woche nochmals mit bitterkalten Temperaturen und sehr feuchter Luft aufgewartet hatte, sagen die Wetterfrösche in den nächsten Tagen Frühlinghaftes Wetter voraus. Wird auch Zeit. In diesem langen und kalten Winter habe ich genug im Keller und Weinberg gefroren.

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    Die Katze träumt auf dem Drucker im Büro, anstatt draussen Mäuse zu jagen.

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    Ich hingegen träume von sommerlichen Weinproben auf der Terrasse.

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    Alternativ, falls der Frühling nicht kommt,  wäre obiger Whirlpool mit warmen Wasser und gekühltem Moselriesling auf der Schwimminsel ein alternatives Traumthema.

    Ab morgen wird unsere Weinbergsmannschaft noch durch zwei Aushilfen verstärkt, damit der Rebschnitt zügig erledigt wird. Winterbedingt sind wir im Rückstand und es ist noch einiges zu tun.

  • Hochwasser 2011 Teil 1: Besuch kommt!

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    Ich habs geahnt und auch schon hier im Blog darüber geschrieben. Zweimal kam die Mosel gucken und nun besucht sie uns, bzw. unseren Weinkeller. Warmer Regen und Tauwetter werden die Mosel mächtig anschwellen lassen. Nach ersten, vagen Prognosen können zum Wochenende bis zu 10 m Pegelstand erreicht werden. Das wären 1,80 hoch in unserer Kelleretage.

    Grund genug für uns, schon heute den Fasskeller für den Besuch vorzubereiten. Der ganze Kleckerkram wurde in Gitterboxen geräumt und in den höheren Etikettierraum geschafft. Div. Kleinbehälter, Weinschläuche und andere wetterfeste Kellerutensilien stehen in Hof. Es wurde fast alles aus dem Keller entfernt was schwimmen oder kaputt gehen kann. Nur noch die Energiesparlampen und unser Hauswasserwerk verbleiben bis zum letzten Moment.

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    Die nicht mit Wein gefüllten Holzfässer wurden mit Wasser gefüllt und

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    mittels Zurrgurten aufs Fasslager fixiert, damit sie nicht aufschwimmen können.

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    Einige Fässer haben wir traditionell mit abgeschnittenen Weinbergspfählen gegen die Decke abgestützt. Morgen geht es im Flaschenkeller weiter.

    Nebenbei informierten wir Freunde über die drohende Hochwassergefahr und haben unsere Hilfe angeboten. Tiefer gelegene Häuser werden voraussichtlich sogar im Wohnbereich überschwemmt und das Leerräumen einer Wohnung ist eine ganz andere Kategorie als den Keller moselfest zu machen.

    Ganz wichtig: Alle Wasserschläuche aus dem Weinkeller wurden in den hochwassersicheren Bereich gebracht.  Es ist peinlich, bei Nachbarn Schläuche leihen zu müssen um den Hof sauber zu spritzen, während die eigenen im Keller abgesoffen sind.

  • Das Ende naht

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    Das Ende der weißen Pracht naht.  In den letzten Tagen wurde es schon wärmer. Nachts noch Frost und am Tag leicht über Null. Der kälteste Dezember seit Jahrzehnten, dazu reichlich Schnee wie es selbst ältere Menschen an der Mosel noch nicht gesehen haben. Ab übermorgen wird Tauwetter einsetzen, die Wetterfrösche prognostizieren bis zu mollig warmen 10 Grad am kommenden Sonntag.

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    Dazu noch warmer Regen ab Donnerstag.

    Zweimal stand die Mosel nun schon auf der Moselstraße. Tiefer liegende Weinkeller waren überschwemmt. Zweimal wurden wir verschont. Für das auf jeden Fall kommende dritte Hochwasser habe ich ein ungutes Gefühl.

  • Winterruhe

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    Gestern abend hat es mächtig geschneit und die Landschaft ist wieder in Winterweiß gehüllt. Die Mosel ist seit meinem gestrigen Blogeintrag mächtig gewachsen. Es fehlt nur noch einen Meter und der Keller bekommt einen nassen Fußboden. Bis jetzt sehen die Hochwasservorhersagen noch gut aus, doch für das kommende Wochenende sind wärmere Temperaturen vorhergesagt und die Schneeschmelze setzt ein. Bis jetzt bin ich noch ruhig, da die Prognosen bis Samstag keine großartigen Pegelerhöhungen melden.

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    Da die Arbeiten im Weinberg ruhen und die Kellerarbeiten nicht den ganzen Tag beanspruchen, wird die Zeit für seit langem fällige Arbeiten genutzt. Unsere Werkstatt hatte es schon lange nötig. Man könnte sagen, das sie zugemüllt war. Nun ja, der Mensch ist halt ein Jäger und Sammler. Wir haben uns dieser menschlichen Eigenart entledigt, die Mülltonne gut gefüllt, Holzreste zum Ofen gebracht und nicht mehr verwertbare Metallreste für den Schrotthändler aussortiert. Anschließend wurden alles sauber gekehrt und die Regale neu eingeräumt. Jetzt ist wieder Platz  für die Reparatur und Pflege unserer Maschinen, die bei weiterem Winterwetter durchgeführt werden.

  • Es wird brenzlig

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    Mitte der Woche sah die Regenprognose noch ganz gut aus, am Tag darauf verringerten sich schon die prognostizierten Niederschläge nach unten und von den für gestern avisierten 12 Liter Regen pro qm  fand sich nur ein kläglicher Rest im Regenmesser. Die Situation wird für einige Weinberge brenzlig. Nicht nur, das die Trauben klein bleiben, es besteht sogar die Gefahr einer Notreife mit Vegetationsabschluss der Rebe unter ungünstigen Wachstumsbedingungen, was wiederum der Qualität abträglich ist.

  • Hoffnung in den Zeiten der Dürre

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    Hoffnung in den Zeiten der Dürre gibt mir die heutige Wetterprognose der uns am nächsten liegenden Wetterstation Briedel. Nachdem ich schon zum zweiten mal die diesjährig neu gepflanzten Weinberge gewässert habe und etliche Weinberge schon massiv unter Trockenheit leiden, ist diese Prognose sehr erfreulich. Hoffentlich kommt der gemeldete Regen in der prognostizierten Menge und hoffentlich ist es für die am ärgsten betroffenen Weinberge nicht zu spät, damit wir qualitativ hochwertige Weine in einer ausreichenden Menge produzieren können.

  • Kein Regen in Sicht

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    Die Lage in den Weinbergen spitzt sich zu. Durch die lange anhaltende Trockenheit leiden immer mehr Weinberge unter Wassermangel. Insbesondere in jüngeren Weinbergen findet man die typischen Trockenstreßsymtome häufig. In einem, in diesem Jahr gepflanzten Weinberg sind die ersten Reben schon vertrocknet.

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    Noch etwas Leben drin, aber massiv durch Wassermangel geschädigt. Die Triebspitze ist abgestorben, die Blätter von der Sonne weggedreht und beginnende Blattvergilbung.

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    Unsere neu gepflanzten Reben sehen dagegen sehr gut aus. Die Wassergabe vor einigen Tagen hat den Reben sichtlich gut getan. Keinerlei Wassermangelsymtome, sattes Grün und die Triebspitze  signalisiert, das die Pflanze wachsen will. Ein gestriges Gewitter brachte leider sehr wenig Wasser und die Wettermeldungen lassen nicht viel positives hoffen. Aber wie ich schon schrieb, ich werde sicherlich nochmals Wasser in den Weinberg fahren müssen.

  • Laubarbeiten

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    Die Rebtriebe werden zur Zeit in den Drahtrahmen eingeschlauft damit kein Windbruch entsteht und die Reben eine optimale Belichtung und Besonnung bekommen.

    Während ich vor zehn Tagen hier noch schrieb, dass die Natur hinter dem langjährigen Mittel hinterherhinkt, brachte die tropisch, heißen Temperaturen in den letzen Tagen einen enormen Wachstumsschub. Mittlerweile dürften wir wieder im Schnitt des langjährigen Mittels sein.

    Ergiebigste Regenfälle haben die Boden ausreichend mit Wasser versorgt. Mit Sorge schauen wir jeden Tag zum Himmel, denn die Unwettergefahr ist bei diesem extrem schwülen Wetter sehr hoch. Es gab mehrere kleine Gewitter in den letzten Tagen. Gestern hat es viele Winzer und Bauern in Pfalz und Rheinhessen getroffen. Ein schweres Hagelunwetter in der Pfalz hat über 6000 ha Weinberge fast vollständig vernichtet.

  • Ab morgen …

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    Ab morgen soll der Sommer kommen, wenn man den Wetterfröschen glauben darf. Die Eisheiligen hatten sich viel Zeit gelassen und die Reben verharrten im Wachstum. Bei den nun kommenden wärmeren Temperaturen dürfte nun ein Wachstumsschub einsetzten und die Laubarbeiten können beginnen.

  • Es regnet Geld

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    Nachdem der April extrem trocken war – es gab 65 Liter pro qm weniger wie im langjährigen Mittel – hat es gestern und heute schon ordentlich geregnet. Gestern 13 Liter und heute auch schon einiges. Ende der Woche sind weitere Niederschläge angekündigt und das Wasserdefizit im Boden dürfte geringer werden. Das ist ein guter Start in die Vegetationsperiode und für die in dieser Woche geplanten Neuanpflanzungen optimal.