Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Wetter

  • Kein Regen in Sicht

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    Die Lage in den Weinbergen spitzt sich zu. Durch die lange anhaltende Trockenheit leiden immer mehr Weinberge unter Wassermangel. Insbesondere in jüngeren Weinbergen findet man die typischen Trockenstreßsymtome häufig. In einem, in diesem Jahr gepflanzten Weinberg sind die ersten Reben schon vertrocknet.

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    Noch etwas Leben drin, aber massiv durch Wassermangel geschädigt. Die Triebspitze ist abgestorben, die Blätter von der Sonne weggedreht und beginnende Blattvergilbung.

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    Unsere neu gepflanzten Reben sehen dagegen sehr gut aus. Die Wassergabe vor einigen Tagen hat den Reben sichtlich gut getan. Keinerlei Wassermangelsymtome, sattes Grün und die Triebspitze  signalisiert, das die Pflanze wachsen will. Ein gestriges Gewitter brachte leider sehr wenig Wasser und die Wettermeldungen lassen nicht viel positives hoffen. Aber wie ich schon schrieb, ich werde sicherlich nochmals Wasser in den Weinberg fahren müssen.

  • Laubarbeiten

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    Die Rebtriebe werden zur Zeit in den Drahtrahmen eingeschlauft damit kein Windbruch entsteht und die Reben eine optimale Belichtung und Besonnung bekommen.

    Während ich vor zehn Tagen hier noch schrieb, dass die Natur hinter dem langjährigen Mittel hinterherhinkt, brachte die tropisch, heißen Temperaturen in den letzen Tagen einen enormen Wachstumsschub. Mittlerweile dürften wir wieder im Schnitt des langjährigen Mittels sein.

    Ergiebigste Regenfälle haben die Boden ausreichend mit Wasser versorgt. Mit Sorge schauen wir jeden Tag zum Himmel, denn die Unwettergefahr ist bei diesem extrem schwülen Wetter sehr hoch. Es gab mehrere kleine Gewitter in den letzten Tagen. Gestern hat es viele Winzer und Bauern in Pfalz und Rheinhessen getroffen. Ein schweres Hagelunwetter in der Pfalz hat über 6000 ha Weinberge fast vollständig vernichtet.

  • Ab morgen …

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    Ab morgen soll der Sommer kommen, wenn man den Wetterfröschen glauben darf. Die Eisheiligen hatten sich viel Zeit gelassen und die Reben verharrten im Wachstum. Bei den nun kommenden wärmeren Temperaturen dürfte nun ein Wachstumsschub einsetzten und die Laubarbeiten können beginnen.

  • Es regnet Geld

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    Nachdem der April extrem trocken war – es gab 65 Liter pro qm weniger wie im langjährigen Mittel – hat es gestern und heute schon ordentlich geregnet. Gestern 13 Liter und heute auch schon einiges. Ende der Woche sind weitere Niederschläge angekündigt und das Wasserdefizit im Boden dürfte geringer werden. Das ist ein guter Start in die Vegetationsperiode und für die in dieser Woche geplanten Neuanpflanzungen optimal.

  • Der Frühling ist ausgebrochen

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    Die Vorboten des Frühlings waren letzte Woche schon überall zu sehen. Kraniche, die aus ihrem Winterquartier zurück kamen, Menschen, die allerorten in Ihren Hausgärten wühlten und die Moselausflugsschiffe, die die Anlegestellen, die vor Hochwässern und Eisgang im Hafen geschützt überwinterten, wieder an Ort und Stelle brachten.

    Heute ist es Frühlingshaft warm und es soll die nächsten Tage so bleiben. Die Arbeit macht bei diesen Temperaturen doppelt soviel Spaß wie in dem diesjährigen sehr langen und kalten Winter. Noch einige Tage Rebschnitt und die wichtigste Winterarbeit ist erledigt.

  • Xynthia

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    Sturm Xynthia mit seinen Niederschlägen, verbunden mit der Schneeschmelze in den höheren Lagen von Eifel und Hunsrück, ließ die Mosel wieder gewaltig ansteigen. Einige Nebenstraßen waren gesperrt, jedoch besteht keinerlei Gefahr eines größeren Hochwassers. Im Moseltal fegte zudem ein orkanartiger Wind, der  im Gegensatz zu den Höhenlagen, bis auf einige umgeknickte Bäume keinen Schaden hinterließ.

  • Pudelwarm

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    Gestern war es Pudelwarm mit warmen Regen, heute frühlinghaftes Wetter. Wer hätte das vor 10 Tagen gedacht, als noch frieren und zittern angesagt war, die Temperaturen 10 Grad tiefer und die Landschaft in weiß gehüllt war.

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    Gefroren wird nur noch im Weinkeller bei der Arbeit.  Durch den kalten Winter zum Eiskeller mutiert, kondensiert die Feuchtigkeit der eindringenden warmen Aussenluft an den Edelstahltanks. Ich beneide meine Azubine, die in den Weinberg gehen darf.

  • Morgen, spätestens übermorgen

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    Nach unserer gestrigen  Rosenmontagswanderung schneite es heftig. Hoffentlich der letzte Schnee in diesem sehr langen Winter. Der Rebschnitt drängt und die jungen Moselrieslinge sollen in den nächsten Wochen abgefüllt werden. Man hätte auch an den kalten Tagen abfüllen können, aber durch unseren steilen, verschneiten Hof wäre kein LKW mit Weinflaschen durchgekommen.

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    Morgen, spätestens übermorgen dürfte bei dem gemeldeten wärmeren Wetter der Schnee verschwunden sein und den weiteren Weinbergsarbeiten steht hoffentlich nichts mehr im Weg.

  • Sieben Meter

     

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    Sieben Meter ist der aktuelle Moselpegel. Vier Meter über dem normalen Wasserstand. Heute Morgen war der Parkplatz an der Mosel noch trockenen Fusses erreichbar, jetzt hat das Durchfahrtsverbotschild seine Bedeutung verloren.

    Der gestern gefallene Regen beschleunigte bei den warmen Temperaturen die Schneeschmelze in Eifel und Hunsrück. Die Hochwasserprognosen sind bis jetzt günstig. Noch ein leichtes Ansteigen und das wars dann.

    Hoffentlich…

  • Fest im Griff

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    Der Winter läßt nicht locker und hat sich festgesetzt.

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    Für die nächsten Tage sind zuerst weitere Schneefälle vorhergesagt, dann soll es wärmer werden und reichlich Regen geben, wie die Wetterdienste melden:

     

     „Nach der Wochenmitte werden die Karten dann völlig neu gemischt. Etwas überraschend sind viele Wettermodelle kurzfristig umgeschwenkt und lassen jetzt deutlich milderes Wetter wahrscheinlicher werden….

    Dies würde für die Schneedecke in Deutschland ein weitgehendes Ende bedeuten, häufigen Regen und aufgrund der Schneeschmelze potenziell auch Hochwassergefahr mit sich bringen. Die tatsächliche Entwicklung ist äußerst unsicher, zumal eine plötzliche und durchgreifende Milderung in ganz Deutschland nicht ins bisherige Strickmuster der Wetterlagen dieses Winters passt.“ 

     

    Schneeschmelze in Eifel und Hunsrück mit Regen, es könnte sich ein Hochwasser der Mosel abzeichnen.

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    Gut, dass es wärmer wird, damit wir mit dem Rebschnitt fortfahren können. In der Ebene ist es kein Problem im Schnee zu stehen und Reben zu schneiden. In unseren Steilhängen sieht es schon anders aus. Unter dem in der letzten Nacht gefallenen Schnee ist eine dünne Eisdecke, die beim heutigen Fotoshooting dafür sorgte, dass meine Füße und Beine sich schneller bewegten wie der Rest und ich zu Boden ging.