Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Kategorie: Wetter

  • Winterruhe

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    Der Winter hat uns fest im Griff. Ausser kleineren Arbeiten im Weingut geht das Leben gemächlich voran. Der Rebschnitt wird wetterbedingt warten müssen. Hoffentlich wird es in den nächsten Tagen wärmer, damit mit den Weinbergsarbeiten zügig fortgefahren werden kann. Zusätzlich sollen in den nächsten Wochen die jungen Weine filtriert und abgefüllt werden. Viel Arbeit, die durch den langen Winter auf wenige Wochen im Februar und März komprimiert wird.

  • Mein erster Regenbogen

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    Durch das wechselhafte Wetter in den letzten Tagen war es  nicht einfach, sich für Kellerarbeiten oder Weinbergsarbeiten zu entscheiden. Egal wie die Entscheidung fiel, es war immer falsch. Auf jeden Fall hatte ich das Vergnügen meinen ersten Regenbogen zu fotografieren bevor es Regenbedingt ins Weingut ging.

  • Badewetter

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    Endlich trockenes heißes Sommerwetter. Schon seit einigen Tagen ist der richtige Sommer zurückgekehrt und es soll die nächsten Tage so bleiben.  Die Badestrände an der Mosel sind mit Kindern bevölkert, die im Fluß ihren Spaß haben.

    Wir Winzer schauen jetzt etwas entspannter in die Weinberge. Der immens hohe Befallsdruck durch den falschen Mehltau, über den ich berichtete, dürfte bei dieser trockenen Witterung geringer werden.  Während der vergangenen Wochen gab es durch Regen und sehr hohe Luftfeuchtigkeit fast täglich Infektionen durch diesen Pilz. Einige Weinberge bieten mittlerweile ein Bild des Schreckens aufgrund des teilweise sehr hohen Befalls an Blättern und Trauben.

  • Die Angst weicht der Nervösität oder ist es wieder andersrum?

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    Foto: Karl-Heiz Schenk
    
    

    Morgens um neun sind die „Berggipfel“ noch vom Nebel verhüllt und die Sonne hat Mühe das Moseltal mit Licht zu füllen.

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    Der Blattnässeschreiber an der für uns nächsten Wetterstation des DWD meldet um die gleiche Uhrzeit 100% Blattnässe und, typisch für das derzeit herrschende Waschküchenwetter, fast 100% Luftfeuchte.

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    Ideale Bedingungen für die Peronospora, über deren starken Ausbruch ich am Dienstag berichtete. Alle unsere Rebbestände habe ich in den letzten Tagen auf Befall kontrolliert. Das Reblaub ist überall gesund, die Trauben beim Riesling befallsfrei. Beim Rivaner findet man bei intensiven suchen die eine oder andere Traube die befallen ist. Fast alles im grünen Bereich.

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    Durch ein Gewitter, der PC musste runter gefahren werden und beim Schreiben obigen Textes unterbrochen, komme ich soeben aus aus dem Weinberg zurück. Innerhalb kürzester Zeit fiel überreichlich Regen und ich wollte nach den Weinbergen schauen. Neben Erosionsschäden und Bodenabschwemmungen bei Kollegen, die keine Bodenbegrünung haben, gab es noch stellenweise Hagel.2009-07-03-hagel.jpg

    Die getroffenen Beeren platzen auf und verfärben sich braun. Hoffentlich trocken diese ein und gehen nicht in Fäulniss über um dann die gesunden zu infizieren. Gottseidank oder besser leider, ist nur eine kleine Fläche unseres Weingutes betroffen.

    Entspannung bei den Pilzkrankheiten aber Spannung bei den Naturgewalten. Beides durch die Klimaänderung hervorgebracht. Soweit ich mich erinnern kann, gab es keinen dermaßen gefährlichen flächendeckenden Ausbruch der Peronospora und diese Hagelhäufigleit in den letzten Jahren.

  • Vor fünf Minuten Angstzustände bekommen

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    Vor fünf Minuten Angstzustände bekommen. Kräftiges Anklopfen auf dem Scheunendach. Die Hagelkörner hatten eine beträchtliche Größe.

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    Einige könnte man als schön bezeichnen. Gottseidank war es nur der Rand eines Gewitters und der Hagel kam fast gemütlich und sparsam vom Himmel. Ausser einigen zerfetzten Blättern und abgeschlagenen Triebspitzen dürften keine weiteren Schäden in den Weinbergen entstanden sein. Hoffentlich!

  • Sommer?

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    Quasi über Nacht ist der Sommer ausgebrochen.

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    Der Frühling wurde übersprungen und jetzt wurden zu Ostern schon alle Wärmerekorde gebrochen. Vor zwei Wochen habe ich noch im Weinberg vor Kälte gezittert und jetzt ist man schweißgebadet beim Arbeiten.

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    Die Natur explodiert zur Zeit. Alle Bäume sind gleichzeitig am Blühen. Die Rebknospen sind auch schon angeschwollen und stehen kurz vor dem Austrieb. Viel zu früh, denn noch können Spätfröste kommen.

    Gut, das es gegen Ende der Woche kühler werden soll.

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    Unser Weingut von der Reiler Goldlay aus fotografiert und das Bild etwas anders am PC bearbeitet.Wie bei einer Modelleisenbahn…

  • Regenwetter und Sollbruchstelle

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    Hätte ich es mir nicht gewünscht, würde ich das heutige nasskalte Regenwetter verfluchen.

    Durch das letztjährige Hagelunwetter sind an vielen Fruchtruten Verletzungen, die beim Biegen und Festbinden  der Reben im Spalierdrahtrahmen als Sollbruchstelle wirken. Die Trockenheit der letzten Woche ließ viele Ruten beim Biegen abbrechen. Jetzt sind die Reben durch die Feuchtigkeit wieder geschmeidig geworden und die Bruchgefahr hat sich wesentlich verringert.

    Leider kalt, nass und windig bei der Arbeit. Der lange Winter, der noch bis in den April andauern soll, geht mir zudem auch auf den Sack Senkel und die Sehnsucht nach warmen Frühlingstagen wird größer.

  • Dauerwinter

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    Wir hatten schon lange nicht mehr einen so langen kalten Winter gehabt. Gestern Morgen Schnee, heute früh Frost und morgen soll es nochmal richtig kalt werden. Gottseidank mittags strahlender Sonnenschein, der beim Rebschnitt wärmt. Wir sehnen uns nach dem Frühling mit seinen wärmeren Temperaturen. Im Zeichen der Klimaänderung von den meisten nicht mehr erwartet, jedoch noch immer möglich.

    Um der Kälte zu trotzen und um im Weinberg mit der Arbeit voran zu kommen, habe ich diesen Winter einiges in wärmende Arbeitskleidung investiert. Unter dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung, kann ich mittlerweile fast sämtlichen Temperaturen im Weinberg trotzen. Falls ich nicht den warmen Platz am Ofen vorziehe…

  • Olivenernte

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    Unsere Kübelpflanzen kamen heute in ihr frostsicheres Quartier. Dabei bemerkte ich, das mein Olivenbäumchen zum ersten mal einen kleinen Ertrag hatte. Vielleicht die zukünftige landwirtschaftliche Kultur an der Mosel wenn die Klimaerwärmung weiter zunimmt, der Riesling dann in Grönland kultiviert wird und rund ums Mittelmeer nur noch Wüste ist.

  • Weinernte 2008: Scheißwetter

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    In der Nacht hat es geregnet und wir warten auf das Abtrocken der Rebstöcke um weiter zu ernten.  Die Niederschläge der letzten Woche, verbunden mit höheren Temperaturen, haben die Beerenhäute sehr empfindlich und dünn werden lassen.  Die Fäulnissgefahr steigt mit jedem Regen und höheren Temperaturen. Kühles, trockenes Herbstwetter wäre ideal, um den Trauben noch den letzten Schliff zu geben.

    Nach der gestrigen Selectionsarbeit hängen nun in weiteren Weinbergen nur noch gesunde Trauben um weiter zu reifen.