Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • Frohe Weihnachten

    2010-12-16-baum.jpg

    Wir wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest

    Harald Steffens und Marita Keß

  • Moselstraße

    2010-12-24-moselstr.jpg

    Im wahrsten Sinne des Wortes.

     2010-12-24-dorf.jpg

     Die Moselstraße ist durch das Hochwasser komplett überschwemmt.

    2010-12-24-steffens-kess.jpg

    Der Höchststand der Mosel ist erreicht. Unser Weinkeller ist nicht betroffen. Das Leerrohr, durch das das Moselwasser in unseren Keller fließt, habe ich abgedichtet. Wir liegen nun einige Zentimeter unterhalb des Moselspiegels. Ist also nichts mit Schlauchboot fahren im Keller und Videos drehen.

  • Moseleisberge

    2010-12-23-hochwasser.jpg

    Wie kleine Eisberge sehen die Schneereste im Hochwasser  aus, die ich die Tage mit Kettenschlepper und Planierschild an die Mosel geschoben habe. Regen und Tauwetter haben die Mosel mächtig anwachsen gelassen. Die Uferstraße ist bereits überflutet und einige tiefer gelegene Weinkeller hat es ebenfalls getroffen. Wir sind frohen Mutes, dass unser Keller trocken bleibt. Es dreht sich nur um einige Zentimeter. Laut Hochwassermeldedienst wird morgen der Höchststand erreicht, das Tauwetter ist wieder durch Frost abgelöst worden und weitere Regenfälle sind auch nicht zu erwarten, bzw. würden als Schnee fallen.

  • Gestern – Heute – Morgen – Übermorgen

    2010-12-22-kellertreppe2.jpg

    Gestern lag der Schnee noch hoch vor dem Kellereingang.

    2010-12-22-schulung-2.jpg

    Heute wurde eine Lehrlingsgruppe vom Leiter der Weinbauschule Bernkastel, Wolfram Börker, in Traktorentechnik in unserem Weingut unterrichtet.

    Morgen soll es eine Menge Regen geben und richtiges Tauwetter.

    Übermorgen gibt es Hochwasser. So sicher wie das Amen in der Kirche. Die Frage ist nur wie hoch. Nach den bisherigen Hochrechnungen des Hochwasserwarndienstes könnte es für uns sehr knapp werden. Ich werde berichten und natürlich Bilder einstellen.

  • Schnee schubsen

    2010-12-19-schippen.jpg

    Nach den gestrigen massiven Schneefällen erschien mir das Schippen per Hand doch etwas mühsam. Zudem sollten heute noch eine Menge Weinpakete zur Post.

    2010-12-19-planierschild.jpg

    Damit ich überhaupt mit dem Auto aus unserem Hof kommen konnte,  wurde unser Kettenschlepper mit dem Planierschild bemüht. Der Schnee wurde größtenteil aus dem Hof in die vor unserem Weingut gelegenen Moselanlagen geschoben, da noch genügend „Schneeberge“ vom Schippen in Hof lagen.

    Raus kam ich mit dem Lieferwagen gut, jedoch bei der Heimkehr lag wieder frisch gefallener Schnee auf dem Pflaster, so dass die Zufahrt in unseren Hof wieder unpassierbar war und der Wagen nun neben den aus dem Hof herausgeschobenen Schneemassen am Moselufer steht.

  • Nächtliches Treiben in der Reiler Goldlay

    2010-12-18-schlitten2.jpg

    Schnee ohne Ende. Auch ältere Semester können sich nicht erinnern, das an der Mosel jemals so viel Schnee gefallen ist. Ideale Bedingungen um nächtens mit Glühwein bewaffnet – natürlich Moselrieslingglühwein – Schlitten auf dem steilen Wirtschaftsweg in der Reiler Goldlay zu fahren.

    2010-12-18-schlittenfahrt.jpg

    Für den richtigen Adrenalinkick sorgte die Schlittenfahrt im Steilhang zwischen den Rieslingreben.

  • Winterschlaf?

    2010-12-16-moselstr.jpg

    Noch ist an Winterschlaf nicht zu denken. Die ergiebigen gestrigen Schneefälle verhindern zwar jegliche Arbeiten im Weinberg, aber kleinere arbeiten stehen noch im Weingut an. Wenn diese erledigt sind und der Schnee noch länger liegen bleibt, dann ist Zeit für etwas Winterruhe.

    2010-12-16-hefe.jpg

    Im Moment stechen wir die jungen Weine von der Grobhefe ab. Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität, aber leider sind viel zu viele Fässer durch die kleine Ernte leer geblieben.

    2010-12-14-dachboden.jpg

    Genau passend in diese arbeitsärmere Zeit stand diese Woche das Entmisteten des Dachstuhles unserer Pfarrkirche an. Unsere Düngerproduzenten haben wieder ganze Arbeit geleistet. Die Fledermauskacke des Großen Mausohres wartet nun bei uns auf die Verwendung als Humusdünger in den Weinbergen.

  • Gedopt mit Reiler Goldlay Riesling Auslese trocken

    2010-12-10-flasche.jpg

    Die alljährliche Drückjagd oberhalb der Weinberge in der Reiler Goldlay war heute angesagt. Bemerkenswert, wie die Hundeführer schon heute morgen vor Jagdbeginn das mitgebrachte Gastgeschenk direkt vor Ort verkosteten. Mangels Korkenzieher den Korken mit dem Finger reingedrückt und ohne großes Aufheben zu machen verkostet und zustimmend genickt. Sind halt Hardcore-Männer und dopen sich schon vor der Jagd…

    2010-12-10-winterwald.jpg

    Ich war wie immer als Treiber dabei, der die Hundeführer begleitete. Sehr reizvoll war der eingeschneite Wald. Zudem konnte ich viel mehr aufgescheuchtes Wild beobachten, da es mit seinem dunklen Fell im Schnee seine Tarnung verloren hatte.

    2010-12-10-hatz.jpg

    Nachdem mir dieses von einem Hund gejagdtes Wildschwein schon einmal zwischen den Beinen hindurch gelaufen war, klappte ein Schnappschuß mit der Kamera, zwar nicht gut,  aber auch dieses Schwein wird keinen Schaden mehr in unseren Weinbergen anrichten.

  • Winterruhe

    2010-12-09-schnee.jpg

    Gestern abend hat es mächtig geschneit und die Landschaft ist wieder in Winterweiß gehüllt. Die Mosel ist seit meinem gestrigen Blogeintrag mächtig gewachsen. Es fehlt nur noch einen Meter und der Keller bekommt einen nassen Fußboden. Bis jetzt sehen die Hochwasservorhersagen noch gut aus, doch für das kommende Wochenende sind wärmere Temperaturen vorhergesagt und die Schneeschmelze setzt ein. Bis jetzt bin ich noch ruhig, da die Prognosen bis Samstag keine großartigen Pegelerhöhungen melden.

    2010-12-08-aufraumen.jpg

    Da die Arbeiten im Weinberg ruhen und die Kellerarbeiten nicht den ganzen Tag beanspruchen, wird die Zeit für seit langem fällige Arbeiten genutzt. Unsere Werkstatt hatte es schon lange nötig. Man könnte sagen, das sie zugemüllt war. Nun ja, der Mensch ist halt ein Jäger und Sammler. Wir haben uns dieser menschlichen Eigenart entledigt, die Mülltonne gut gefüllt, Holzreste zum Ofen gebracht und nicht mehr verwertbare Metallreste für den Schrotthändler aussortiert. Anschließend wurden alles sauber gekehrt und die Regale neu eingeräumt. Jetzt ist wieder Platz  für die Reparatur und Pflege unserer Maschinen, die bei weiterem Winterwetter durchgeführt werden.