Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Autor: Harald

  • Rund um die Kirche

    Die hier angekündigte Kunstausstellung wurde heute sehr gut besucht. Skulpturen, Gemälde, Installationen und andere Kunstwerke konnten rund um die Kirche, im Pfarrhaus und Pfarrgarten besichtigt werden. Eine weitere sehr schöne und gelungene Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten 1000 Jahre Reil/Mosel.

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    Peter Ketturcat zeigte in Objektkästen, passend zum Veranstaltungsort, seine Monstranzen. Die Dunkelheit des Pfarrkellers verlieh der Szene einen besonderen Reiz.

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    Maria Hill
    , gebürtig aus Reil, zeigte im Jugendheim Ihre Bilder und Skulpturen.

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    Weitere Gemälde, Installationen und Objekte waren noch von anderen Künstlern zu besichtigen. In einigen Tagen gibt es auf der Reiler Hompage mehr Bilder dieser Ausstellung.

  • Burger Hahnenschrittchen: Unter Lebensgefahr…


    Laubschnitt – MyVideo

    Burger Hahnenschrittchen: Unter Lebensgefahr für die Kamera habe ich in den frühen Morgenstunden die über dem Drahtrahmen stehenden Rebtriebe mit dem Laubschneider gekappt.

  • Erbsengröße

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    Das warme Sommerwetter hat in der letzten Woche die Trauben mächtig wachsen gelassen. Teilweise ist schon das Entwicklungsstadium Erbsengröße erreicht. Der Vegetationsvorsprung gegenüber dem langjährigen Mittel liegt bei ca. drei Wochen. Das läßt uns auf eine qualitativ gute Ernte hoffen.

  • Seit heute Online

    Seit heute morgen ist unsere neue Homepage online. Es war eine etwas längere Geburt. Schon seit einigen Monaten haben wir mit Joachim Ott an der Seite gebastelt. Einer der Hauptgründe für die Überarbeitung der Seite war der Weinshop. Er entsprach nicht den gesetzlichen Vorgaben und für uns bestand die Gefahr abgemahnt zu werden.Das Problem war, ein Bestellsystem zu finden, welches den Gesetzen entspricht und eine bequeme Bestellung ermöglicht. Bei einigen Programmen konnte man buchstäblich über den Bestellvorgang verdursten. Unser neuer Shop ist für den Kunden etwas aufwändiger als unsere alte Lösung, dafür aber justitiabel.

    Zudem sollte das ganze ohne Schnörkel sein. Schlicht, einfach und edel. Vor allen Dingen auch schnell zu laden. Es gibt noch eine ganze Menge User die Analog, per ISDN oder wie wir mit Schmalspur-DSL im Internet unterwegs sind.

    Unser Onlinetagebuch Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Keß ist mit in die Homepage integriert worden. Sogar alle alten Beiträge sind dort zu finden. Der Blog auf https://www.steffens-kess.de/cms1/blog/ und der „alte“ Blog http://bildergeschichten.geblogt.org/ werden in Zukunft parallel weitergeführt und Sie haben die Qual der Wahl…

    Für mich besteht zudem noch die Möglichkeit, zeitnah die restlichen Seiten unseres Internetangebotes zu ändern und aktualisieren.

    Über eine Resonanz würde ich mich freuen. Was gefällt Ihnen, was nicht oder gibt es andere Anregungen? Schreiben Sie mir oder kommentieren Sie im Blog. Als Anreiz gibt es drei 3er Weinpakete mit leckerem trockenem Ökoriesling zu gewinnen. Glücksfee wird meine jüngste Tochter spielen.

  • Entblättern

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    Nachdem die Blüte vorbei und die Reben in den Drahtrahmen eingeschlauft sind, wurde es so langsam Zeit, die Traubenzone zu entblättern. Um den optimalen Effekt der Abhärtung der Traubenschale gegen Traubenfäulniss und Sonnenbrand zu erreichen, ich berichtete hier darüber, muss diese Arbeit bis zur Schrotkorngröße der jungen Trauben erledigt sein. Da zwischen Rebblüte und den Wachstumsstadiun Schrotkorngröße nur eine kurze Zeitspanne ist und wir in den letzten Jahren immer mit der Arbeit des Entblätterns hinterherhingen, kam dieses Jahr unser neuer Entlauber zum Einsatz. Richtigerweise müßte dieses Gerät Laubzupfmaschine heißen. Eine Gebläse saugt aus einer sich drehenden Lochwalze die Rebblätter an und mit einer gegenläufig drehenden zweiten Walze werden die Blättern abgezupft. Als Nebeneffekt sparen wir noch über 150 Arbeitsstunden ein, die wir sinnvoller einsetzen können.

  • Der Countdown läuft

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    Der Countdown läuft: Mitte der Neunziger erstmals online, ist unsere Homepage mittlerweile in die Jahre gekommen und es wurde Zeit, sie komplett zu überarbeiten und den Erfordernissen des „Jetzt“ anzupassen.

    In Acht Tagen ist es soweit. Unsere Neue Homepage geht nächste Woche Freitag online, mit verbessertem Shop und integriertem Weblog. Ich werde berichten.

  • Hagelunwetter: Winterstimmung

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    In Zentrum des Hagelunwetters, über das ich hier vor zwei Wochen berichtete, sieht es düster aus. Wie im tiefen Winter stehen die Reben in einigen Gemeinden der Terassenmposel ohne Laub da. Der Hagel hat dort großflächig ganze Arbeit geleistet und den dortigen Kollegen die Ernte geraubt.

  • Abgehende Blüte

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    In den meisten unserer Weinberge ist das Wachstumstadium „abgehende Blüte“ erreicht. Das heißt, dass die Reben verblüht sind. Sehr gut, denn durch das warme Wetter der vergangenen Tage dürfte die Rebblüte sehr gut verlaufen sein. Die heute fast pünktlich eingetretene Schafskälte, könnte in den weniger wärmeexponierten Weinbergen die Blüte herauszögern und vielleicht zu nicht optimalen Befruchtungsergebnissen führen.

  • Weinrallye 12: In Gottes Namen

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    Thomas Lippert vom Winzerblog hat zu dieser Weinrallye aufgerufen. Zum Thema:“In Gottes Namen“ sollen Weine Verkostet werden, die z.B. folgende Kriterien erfüllen: Messwein, Christkindwein, Nikolauswein oder Dreikönigswein, die Herkunft aus Kirchenbesitz oder ehemaligem Kirchenbesitz. Auch andere Religionen sind gefordert, wie z. B. koscherer Wein.

    Eigentlich ein einfaches Thema. Die Mosel ist voll von aktiven Kirchenweingütern, wie z.B. die Weingüter des Priesterseminars, der Hohen Domkirche und des Bischöflichen Konvikts in Trier oder das Weingut Pfarrkirche St. Michael in Bernkastel. Noch einfacher wäre der Weg in den eigenen Keller. Auch wir haben Weinberge von der Kirche gepachtet. Eine kleine Fläche in der Reiler Goldlay von der Reiler Pfarrgemeinde Maria Heimsuchung, eine andere von den Steyler Missionaren.

    Aber warum einfach, es gibt auch spannendere Geschichten:

    Vor langer Zeit, so um 1000 n. Chr., herrschten im Hunsrück-Nahe Raum die Sponheimer Grafen. Im Verlauf der Geschichte erstreckte sich ihre Herrschaft bis an die Mosel. Die Orte Starkenburg, Enkirch, Traben-Trarbach und Wolf gehörten dazu. Diese Grafschaft wurde unterteilt in die hintere und vordere Grafschaft. In der hinteren Grafschaft herrschte im 14. Jahrh. die legendäre Gräfin Loretta im Felsennest Starkenburg. Sie erdreistete sich sogar, den Erzbischof von Trier, Balduin von Luxemburg, zu kidnappen und gegen ein Lösegeld wieder freizulassen. Man kolportiert jedoch, das der Erzbischof eher freiwillig bei der überaus schönen Gräfin geblieben ist.

    Dieses Adelsgeschlecht konvertierte im Laufe der Zeit zum Evangelischem Glauben und Notgedrungen die Untertanen mit. So entstand an der katholischen Mosel eine Diaspora von Evangelen.
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    Während in katholischen Kirchenkellern Pfaffen, Bischöfe und andere Scheinheilige beerdigt werden, ist das im Moselweinort Trarben-Trarbach/Wolf ganz anders. Da liegen höchstens mal Alkoholleichen rum. Dort steht die einzigste Kirche Deutschlands, die auf einem Weinkeller aus dem 15. Jahrhundert steht. Dazu gibt es dann noch ein Weingut, das ev. Kirchengut Wolf. Bewirtschaftet wird das Weingut von Ulrike und Markus Boor, die sich, ebenso wie ich, dem ökologischen Weinbau verschrieben haben.

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    Vor einigen Wochen besuchte mich Markus und brachte als Gastgeschenk eine 2007er Wolfer Goldgrube Riesling Spätlese trocken mit.

    Frisch geöffnet noch wenig ausdrucksstark, dann aber mit zunehmender Temperatur und Sauerstoffeinfluss seine Reize zeigend. Kein filigraner, schlanker Riesling wie ich sie selbst produziere, sondern ein kraftvoller, runder und weicher Wein. In der Nase dezente Fruchtaromatik und würzige Eindrücke, im Mund eine breite Fülle, fast süß schmeckend, die Säure sehr verhalten mit einem langen Abgang.

  • Runter helfen alle mit, nur rauf…

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    Nun ist die Hauptwachstumsphase der Reben. Hoch und runter läuft der Winzer im Steilhang, um die jungen Triebe in den Drahtrahmen einzuschlaufen. Während runter alle Teufel mithelfen, geht es bergauf nur mühsam. Das schwüle Wetter kommt erschwerend hinzu.

    Die Rebblüte beginnt. Zwei Wochen vor der Zeit, ein gutes Zeichen. Das Wetter soll in den nächsten Tagen auch mitspielen und so hoffen wir, das die Blüten optimal bestäubt werden.