Auch heute noch ein wichtiges Arbeitsgerät: Das Krummes. Kommt von krummes Messer. In anderen Dialekten als Sesel, im hochdeutschen als Winzerhippe oder Gärtnermesser bekannt. Ist immer in der Tasche und einsatzbereit, denn zu schneiden gibt es immer mal was und wenn es nur ein hartnäckiges Unkraut ist, dass vom Mähgerät verschont wurde.
Dieser Tage als alleiniges Werkzeug mit dem Bast und dem Winzer im Weinberg unterwegs gewesen.

Der Naturbast, der von der Raphia Palme gewonnen wird, dient dazu, junge Reben fest zu binden. Besser und ökologischer als moderne Plastikbindematerialien oder Kunstbast, die nicht verrotten oder sich beim Rebschnitt nicht durchschneiden lassen.
Krummes, Naturbast, flinke Finger und die jungen Reben sind schnell an den Pflanzstäben festgebunden.
Eine noch älteres Bindematerial war das Langstroh, dass, als neben den Reben es noch Vieh auf den Weingütern gab, verwendet wurde. Ich selbst kenne es nicht mehr, aber mein Kollege Bernhard Fiedler aus Österreich verwendet es noch und beherrscht die Verarbeitungsweise.
Des Steillagenwinzers Los. Die Arbeitshandschuhe natürlich nicht angezogen und nun hat man die Bescherung.







Es blieben nur die privaten Schandflecke…

