Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Autor: Harald

  • Ab morgen …

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    Ab morgen soll der Sommer kommen, wenn man den Wetterfröschen glauben darf. Die Eisheiligen hatten sich viel Zeit gelassen und die Reben verharrten im Wachstum. Bei den nun kommenden wärmeren Temperaturen dürfte nun ein Wachstumsschub einsetzten und die Laubarbeiten können beginnen.

  • Nicht schon wieder…

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    Nicht schon wieder, waren meine heutigen Gedanken. In unserem größten Weinberg in der Reiler Goldlay hatte ich erst letzte Woche die von den Wildschweinen aufgewühlte Erde mit der Kreiselegge geglättet. Heute bot sich fast das gleiche Bild: Wühlstellen, die das Befahren des Weinberges mit der Raupe zu einer schaukeligen Angelegenheit machen. Also wieder mit der Kreiselegge anrücken und glätten.

    Während Wildschäden bei einjahrigen Kulturen, wie z.B. Getreide, zu einer Schadensersatzpflicht durch den Jagdpächter führen,  geht der Winzer leider leer aus.  Vielleicht verkauft mir der zuständige Jäger eine Wildschweinkeule zu Sonderpreis, da so ein Wildschweinchen im Backofen besser aufgehoben ist wie im Weinberg.

  • Winternachwirkungen

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    Die Auswirkungen des langen, sehr kalten Winters werden immer deutlicher sichtbar.  Rivaner- und Burgunderweinberge zeigen teilweise massive Knospenschäden. Insbesondere in Lagen, in denen sich Kaltluft staut, sind die Schäden immens. Der Riesling hat durch seine höhere Frostfestigkeit unbeschadet den Winter überstanden, zudem steht er in den wärmeren Steillagen. In den betroffenen Weinbergen wird es einen kleinen Herbst geben. Gut, dass wir nur kleine Fächen mit diesen frostempfindlichen Rebsorten haben.

  • Tanz auf der Zunge

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    Gestern war Jahrgangspräsentation von ECOVIN Mosel. Während es draussen am Deutschen Eck nur so von Touristen wimmelte, ging es bei uns etwas ruhiger zu.

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    Zwischen den Objekten und Gemälden im Ludwigmuseum in Koblenz waren unsere Verkostungstische aufgebaut und Interessierte konnten in der gemütlichen Museumsatmosphäre unsere Weine genießen.

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    Die zukünftige Winzergeneration war reichlich vertreten. Viele Kollegen hatten Ihre Kinder dabei. Von noch nicht draussen, über ganz klein und neu, bis hin zum jungen Erwachsenen, der am Präsentationstisch für die Eltern Dienst machte.

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    Von der letzten Weinverkostung im Museum übrig geblieben?

  • Gut Ding will Weile haben

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    Endlich ist es wieder soweit und unser Riesling-Weinessig ist ab sofort wieder verfügbar. Das von uns verwendete Orleans Verfahren braucht seine Zeit, um aus Wein Essig zu machen, ergibt aber auch die besten Essigqualitäten. Die sogenannte Essigmutter wurde per Hand aus dem Gärgefäß geschöpft und der Rieslingessig nach der Filtration keimarm abgefüllt.

     

    Nun kann ich die Salatsaison offiziell eröffnen, der Sommer kann kommen.

  • pflanzen

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    Bei eisigem Wind wurden heute morgen unsere Reben – selbstverständlich Riesling – vom Lohnunternehmer gepflanzt. Als Orientierung diente ein Draht, der die Rebzeile markiert. Idealerweise ist für morgen Regen gemeldet, der die feinen Rebwurzeln im Boden einschlämmt. Jetzt fehlt nur noch warmes Wetter und die jungen Reben können austreiben und wachsen.

    Die erste Ernte können wir in ca. vier Jahren erwarten. Bis dahin wird es noch viel Arbeit mit der Pflege des jungen Weinberges geben.

  • Es regnet Geld

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    Nachdem der April extrem trocken war – es gab 65 Liter pro qm weniger wie im langjährigen Mittel – hat es gestern und heute schon ordentlich geregnet. Gestern 13 Liter und heute auch schon einiges. Ende der Woche sind weitere Niederschläge angekündigt und das Wasserdefizit im Boden dürfte geringer werden. Das ist ein guter Start in die Vegetationsperiode und für die in dieser Woche geplanten Neuanpflanzungen optimal.

  • Reisen mit Grundtvig Teil 9: Individuelles Moselerlebniss

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    Eine kleine Restgruppe der Winzerkollegen, die uns in den letzten Tagen besuchten, bekam heute von mir ein individuelles Moselerlebniss geboten. Wir hatten den ganzen Tag Zeit, da der Abflug ab Frankfurt/Hahn erst für den frühen Abend geplant war. Erstes Ziel unserer kleinen Moselreise war das schnuckelige Moseldörfchen Beilstein mit seinen verwinkelten Gassen und wunderschönen alten Häusern.

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    Lang erwarteter Regen ließen uns Schutz im privaten Weinbaumuseum  in Senheim suchen. Eine große Sammlung alter Weinbaugeräte wurde von uns bestaunt.

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    Natürlich wurde im Bremmer Calmont, der steilste Weinberg Europas, über den Kletterteig gegangen, damit meine Gäste den Steillagenweinbau aus einer anderen Perspektive erleben konnten.

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    Hungrig vom Klettern wurde die Winzerschänke in Ediger aufgesucht. Ein bemerkenswertes Restaurant. Es gibt keine Speisekarte! Jeden Tag wird frisch eingekauft und regionaltypisches Essen wird je nach Gusto des Inhabers und Kochs Richard Feiden auf den Tisch gezaubert.

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    Heute gab es unter anderem in Essig eingelegterMoselbarsch mit frischem Meerettich der mit Äpfeln verfeinert war, dazu eine gute Flasche trockener Moselriesling. Ein Geheimtipp an der Mosel und sehr empfehlenswert.

     

    So gestärkt fuhren wir der Mosel entlang in Richtung Flughafen, warfen bei Starkenburg einen letzten Bick ins Moseltal bevor ich meine kleine Reisegruppe am Flughafen entließ.

  • Reisen mit Grundtvig Teil 8: Empfang auf der Marienburg

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    Beim gestrigen Empfang auf der Pündericher Marienburg wurde weiter der internationale Erfahrungsaustausch gepflegt.

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    Mit einer Multimediashow wurde den Gästen die Arbeit in den steilen Weinbergen und die Mosel vorgestellt.

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    Natürlich durfte neben dem Essen auch der Wein nicht fehlen. Eine große Rieslingweinprobe sollte den Gästen die Vielfalt und Qualität der Moselrieslinge näher bringen. Im Anschluß gab es dann noch einige Gastgeschenke, die natürlich sofort geöffnet und probiert wurden. Ich war heute etwas müde…

    Heute verläßt die Reisegruppe die Mosel und besucht die Pfalz und Rheinhessen, bevor es am Sonntag wieder nach Hause geht.

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    Ein Etikett eines Gastgeschenkes möchte ich Ihnen nicht vor enthalten. Äußerst mutig und kreativ!

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