Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Autor: Harald

  • Winterende?

    Ich kann es fast riechen: Der Frühling naht. Früh morgens noch frostige Temperaturen mit kalten Fingern beim Rebschneiden. Wenn dann der Nebel noch verschwunden ist, merkt man die Kraft der Sonne und die Temperaturen steigen. Aber ab morgen soll es schon wieder anders werden. Leider geht es vorab mit den Temperaturen wieder nach unten. Solange kein Regen dazu kommt, lässt es sich im Weinberg beim Rebschnitt aushalten, die richtige Kleidung vorausgesetzt.

    Da ich mich heute mit alten Rebstöcke auseinandergesetzt hatte, die viele Korrekturschnitte ins dicke Rebholz benötigten, schmerzt die rechte Hand ein wenig. Zur Abwechslung wollte ich morgen junge Rebstöcke am Pflanzstab festbinden. Wird wohl nichts daraus werden, da bei dieser Arbeit die Hände und Finger voll beweglich sein müssen und die erwarteten frostigen Temperaturen diese Beweglichkeit sicherlich beeinträchtigen werden. Vielleich – eine gute Alternative –  bleibe ich am besten im Bett liegen und mache Winterschlaf.

     

  • Neues „Spielzeug“

    Winterbedingt war der Weinkeller und die Neuen Weine in den letzten Wochen stark abgekühlt. Optimal um in den letzten Tagen die Jungweine zu filtrieren. Frieren für die bessere Weinqualität und für spritzige Moselrieslinge, wie ich hier schon einmal über die Aromaschonung schrieb.

    Die Holzfassreinigung haben wir dieses Jahr optimiert. Bisher hatten wir eine modifizierte Rohrreinigungsdüse an der Lanze des Hochdruckreinigers. Die Lehrlinge durften dann  diese Lanze im Fass hin und her bewegen. Ohne Bewegung keine Reinigung. Man merkte an der Reinigungsqualität  die Agilität des Azubis. Leider, oder vielleicht besser  Gottseidank, verstopften sich unwiderruflich die Bohrungen der Düse. Zu den alten Methoden der Holzfassreinigung wollte ich wegen des hohen Wasserverbrauches nicht zurück. Also auf die Suche gegangen.

    Behälterinnenreiniger, Orbitalreiniger, Fassinnenreiniger und sämtliche Abwandlungen dieser Suchbegriffe in die Internetsuchmaschine eingegeben. Fündig wurde ich schnell, aber entweder zu groß um es in ein Spundloch einzuführen, schlicht überdimensioniert oder preislich jenseits von gut und böse. Weiter gesucht und fündig geworden, am Telefon nachgefragt und mittlerweile ist mein Neues „Spielzeug“ seit einigen Tagen im Einsatz.

    Heisst IVAT 30, passt in jedes noch so kleine Spundloch, ist leicht und bezahlbar. Und es macht Spaß! Einfach oben ins Fass, Hochdruckreinger anschließen, einschalten und dann den Getriebemotor drehen lassen. Binnen kürzester Zeit säubern zwei rotierenden Düsen das Fass!

    Damit Sie sich das bildlich vorstellen können, hier ein Video. Der Reiniger ist zwar etwas größer, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip.

  • Über die Schneegrenze

    Schon fast traditionell, unsere Rosenmontagswanderung mit Freunden. So ging es von Reil per pedes in Richtung Leofelsen, der einen schönen Ausblick ins  Alfbachtal und Moseltal bietet.  Nachdem das Flüsschen überquert war, ging es bergauf zum Sollig, dem Hausberg der Moselgemeinde Alf.

    Nach etlichen Höhenmetern wurde die Schneegrenze überschritten und wir wanderten auf einem Teilstück des Moselhöhenweges zum Gipfel des Solligs.

    An unserem Zwischenziel, die Gipfelgrillhütte, wurde eiligst Feuer gemacht, damit der mittlerweile eisig schmeckende Riesling etwas temperiert wurde. Natürlich hatten wir Grillgut für den Zwischenimbiss dabei und danach wärmte das Feuer unsere immer kälter werdende Hände.

    Der Weg ins wärmere Moseltal wurde kältebedingt rasch eingeschlagen. .Oberhalb von St. Aldegund, am Raulwingplatz, sichteten wir die Mosel. Steil bergab ging es über den Kulturweg „Felsen.Fässer.Fachwerk“ ins Moseldörfchen. Ca. 15 km waren nun zu Fuß bewältigt worden. Die Wanderung sollte noch bis Bullay fortgesetzt werden, ein Blick an der Bushaltestelle auf den Fahrplan ließ uns doch lieber den 5 min später eintreffenden Bus nach Bullay nehmen um dort in die Moselweinbahn umzusteigen und rascher als gedacht nach Reil zu kommen.

    Um sich wieder zu stärken, ging es schnurstraks zum Lindenwirt unweit des Reiler Bahnhofes. Da mittags schon gegrillt wurde, griff ich zu Pullfleck, die moselländische Variannte der sauren Kutteln. Dazu natürlich ein regionales Getränk. Moselriesling hatten wir schon Tagsüber, zu den Kutteln gab es dann ein regionales Bier aus der Eifel.


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  • Steffens-Keß unterwegs

    Steffens-Keß, also meine Frau Marita und ich, waren letzte Woche unterwegs auf einer kleinen Weinreise. Der Lehrling hatte Schule, die Wetterverhältnisse ließen sowieso keine Arbeit im Weinberg zu, also nichts verpasst zu Hause. Der Schwarzwald war das erste Ziel, danach Baden, genauer Südbaden.

    Das erste Ziel war die Essigmanufaktur von Leo Weyers. Seit langer Zeit kenne  ich ihn schon und seine Erfahrung in der Essigbereitung hat mir auch schon geholfen. Für die Balsamessig- und Most Cotto Herstellung konnte er mir wertvolle Tipps geben. Der Riesenkochtopf mit Rührgerät zur Mosto Cotto Herstellung ließ die Dimensionen der Balsamessigproduktion erkennen.

    Neben einigen fachlichen Diskussionen besichtigten wir seine Essigmanufaktur und kauften natürlich einige Essige. Der Tomatenessig ist sehr empfehlenswert, der geschmackliche Knaller der Weinessigbalsam mit Melange Noir.

    Unser nächster Besuch galt dem Weingut Abril, dessen Geschäftsführer Armin Sütterlin ich kenne. Das ehemals kleine Weingut sollte aus Altersgründen aufgegeben werden, jedoch fand sich in der Verwandtschaft jemand, der das Weingut übernahm und investierte. Aber so richtig! Am Ortsrand von Bischoffingen im Kaiserstuhl entstand ein mit modernster Kellertechnik ausgestattetes Kellereigebäude. Das Gebäude eher schlicht, der Funktionalität entsprechend gebaut. Als optischer Reiz die Fassade mit Cortenstahl verkleidet.

    Neben der allerfeinsten Kellereitechnik in Edelstahl gab es natürlich noch Holzfässer. Große Lagerfässer und für den Rotwein noch Barriquefässer. Wie schon gesagt, alles vom allerfeinsten. Z.B. eine ausgeklügelte Beleuchtungstechnik, sei es fürs Arbeiten im Keller oder für das romantische Licht für den Touristen, um nur ein Beispiel zu nennen. Zudem alles sehr üppig gebaut. Sozusagen auf Vorrat, Platz satt!

    Als absolutes Muß für mich, der Besuch bei meinem Kollegen Paulin Köpfer (2ter v.r.), den ich von der ehremamtlichen Arbeit für unseren Ökoverband ECOVIN seit Jahren kenne. Neben der üblichen Kellerführung im Weingut Zähringer, in dem er Aussenbetriebsleiter ist, gab es eine üppige Weinprobe im Verkaufsraum. Dazu gesellte sich noch der Önologe, die junge Weinküferin und – die Welt ist ja klein – die Praktikantin, dessen Vater Reinhard, ein Winzerkollege aus dem Schwabenland, schon mehrfach bei uns in der Weinlese geholfen hatte.

  • Weiterbildung

    „Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“ so Wikipedia zum Thema Weiterbildung. Im ökologischen Weinbau ganz einfach „Einführungskurs ökologischer Weinbau“ genannt. Für Winzer  gedacht, die sich für den biologischen Weinbau interessieren und evtl. ihre Weingut umstellen möchten. Dieses Jahr zum ersten mal auf der Jugendbildungsstätte Marienburg bei Pünderich, nachdem diese Weiterbildungsveranstaltung 25 Jahre in der ev. Landjugendakademie in Altenkirchen (Westerwald) stattgefunden hatte.

    Für mich fußläufig erreichbar, was ich letzte Woche auch mehrmals gemacht hatte. Nachdem ich stellvertretend für unseren Bioverband ECOVIN die Kollegen begrüßt hatte, übernahm der Dr. Uwe Hofmann als Seminarleiter die Weiterbildung.

    Einen Tag später übernahm ich mit meinem Kollegen Clemens Busch die Seminarteilnehmer zu einer kleinen Exkursion. Wir berichteten von unseren praktischen Erfahrungen im Ökoweinbau. Bei widrigen Wetterverhältnissen wanderten wir durch die Weinberge von Clemens in der Pündericher Marienburg zu mir nach Reil zur Weinkellerbesichtigung. Danach weiter zum Weingut von Clemens in Pünderich, vorher meine Rieslingweinberge in der Reiler Goldlay besichtigend.

    Nach der Rückkehr ins Seminarhaus natürlich Weinprobe mit den Weinen von Clemens und mir.

    Am Donnerstag, dem letzten Abend des Einführungskurses, mein letzter Auftritt. Nachdem die Ergebnisse der Nachmittäglichen Workshops zur Umstellung eines Beispielweingutes vorgetragen waren, durfte ich als erfahrener Ökowinzer noch über die Weinbereitung referieren.

    Bleibt zu hoffen, dass viele der anwesenden Winzer nun ihre Weingüter auf den ökologischen Weinbau umstellen.

  • Weinrallye 59: Exotische Weine

    Die erste Weinrallye im Neuen Jahr, mittlerweile sogar die 59zigste. Peter Ladinig hat dazu eingeladen:

    „Im neuen Jahr wollen wir uns auch neuen Weinen widmen. Es geht um Weine aus fernen Ländern, wo man eigentlich keinen Wein vermuten würde. Ebenso geht es aber auch um unbekannte Weine und Rebsorten aus bekannten Regionen.

    Exoten, das nicht alltägliche, so etwas ähnliches hatten wir ja schon einmal bei einer Weinrallye gehabt:  Weine der letzten EU Beitrittstaaten. Aber noch exotischer? Klar kein Problem, mein Weinkühlschrank mit den Gastgeschenken gab noch etwas her.

    Na, was wohl? Riesling! Zwar als Rebsorte nicht exotisch, jedoch die Herkunft! Aus Brasilien als Gastgeschenk zu mir gekommen und mit Freunden verkostet. Wir fragten uns, was denn die Cool Climate Pflanze Riesling in den Tropen, bzw. Subtropen Brasiliens zu suchen hat.

    „Reifebeginn bei warmen Nächten, bzw. ohne große Tag/Nacht Temperaturamplitute, bedeutet Zuckereinlagerung, null Aroma! Warme Tage/kühle Nächte bedeutet Zucker und Aromaeinlagerung! Um ein Maximum an Aroma, diese bezaubernden Fruchtaromen des Rieslings,  bilden zu können, braucht der Riesling kühle Reifenächte.“  schrieb ich einmal in einem anderen Beitrag zu einer Weinrallye.

    Erwartungsgemäß null Rieslingaroma, – wie gesagt, die warmen Reifenächte – insgesamt, passend zu dieser Weinrallye, ein sehr, sehr exotischer Geschmack, man könnte auch sagen seltsam. Jenseits von uns bekannter positiver Aromatik. Jeder meiner Mitverkoster probierte, schüttelte den Kopf – nicht in Richtung Zustimmung – und trotz der kleinen Flasche verblieb ein überaus großer Rest in dieser, der den Weg in den Ausguß fand. Das, obwohl die Homepage wie folgt schwärmt: „aroma de frutas cítricas típico da variedade Riesling“. Auch ohne portugiesisch zu sprechen verständlich.

    Nun ja, die Geschmäcker und Geschmacksempfindungen anderer Kulturen sind halt anders als meine. Der eine mag Lebertran, der andere vergorene Fische, ich halt einen Riesling aus den kühleren Klimazonen dieser Erde.

     

  • Ruhephase

    Der Winter beschert uns eine Atempause. Im Weinberg sind sämtliche Arbeiten zur Ruhe gekommen, im Weinkeller nur noch Kleinigkeiten zu arbeiten.

    Zeit um etwas zu entspannen und sich Ruhe gönnen, z.B. im Stadtpalais Mertes in Bernkastel-Kues. Den Blick auf die perfekt restaurierte Stuckdecke richten und dabei

    in Ruhe frühstücken. Sei es das obige, gesunde Frühstück oder das deftigere Bauernfrühstück, das Cafe K im Stadtpalais hat die richtige Auswahl. Jetzt im Winter ganz entspannt und ruhig, da keinerlei Touristen die Moselstadt bevölkern. Und wie schon oben erwähnt habe: Unbedingt die prächtigen, perfekt restaurierten Stuckdecken anschauen oder das restaurierte Dach, bei dem sich der Dachdecker verwirklichen konnte.

  • durchsoffen

    Nein, nicht besoffen, sondern durchsoffen! Dieses Wort und seine Bedeutung dürften den wenigsten bekannt sein. Hat nichts mit Trunkenheit oder ähnlichen Exzessen zu tun. Es ist schlicht und einfach ein Weinfehler, der sich ganz langsam entwickeln kann. Für den Weintrinker, der später davon eine Flasche trinkt, nicht bemerkbar!

    Es beginnt ganz langsam. Man zieht eine Probe aus dem Fass für eine Analyse oder um den Neuen Jahrgang in Ruhe zu probieren – der Neue 2012er wird übrigens richtig gut – und das Fass ist nun nicht mehr Spundvoll. Das so entstehende Luftpolster würde der unerwünschten Oxidation Vorschub leisten und das feine Aroma schädigen. Deswegen werden regelmäßig die Fässer beigefüllt bis sie spundvoll sind. Mindestens mit einem gleichwertigem Wein oder einem qualitativ höherwertigem. Dabei kann es mitunter zu diesem Weinfehler kommen.

    „Durchsoffen: Diesen Fehler kann ein großer Wein (Spitzenwein) z.B. aufweisen, wenn er wegen seiner besonderen Qualität zu oft verkostet wird und das Gebinde immer wieder mit einem geringeren Wein aufgefüllt wird…. „

    Ernst Klenk, Weinbeurteilung, Ulmer Verlag 1950

    Eigentlich logisch. Der Winzer und seine Freunde probieren natürlich sehr gerne den besten Wein im Keller und da nichts gleichwertiges oder besseres zum Beifüllen des Fasses da ist, sinkt ganz langsam die Weinqualität durch das beifüllen mit einem geringeren Wein. Heute nicht mehr das große Problem. Es gibt mittlerweile sogenannte Immervolltanks, in denen ich in der Regel die besten Weine vinifiziere. Es sind runde, nach oben offene Tanks. Nach der Befüllung wird ein sogenannter Schwimmdeckel auf die Weinoberfläche gelegt. Ein Luftschlauch (Fahrradschlauch aus Silikon) der rundum an diesem Deckel befestigt ist, wird aufgepumpt und presst sich an die Behälterwand.  So ist der Tank, egal wie hoch der Wein in diesem steht, immer voll und dieser Weinfehler bei uns unbekannt.

     

  • Reben schneiden

    Der Rebschnitt ist bei uns schon sehr weit fort geschritten. Wenige Tage, die wir wetterbedingt nicht in den Weinberg schneiden gehen konnten.

     In einem ersten Arbeitsschritt wird der Weinstock auf zwei Fruchtruten nebst Ersatzaugen auf dem Rebstamm zurückgeschnitten.

    Dann das arbeitsintensive Ausheben und Abschneiden der nicht benötigten Rebtriebe aus dem Drahtrahmen. Da die Rebe ursprünglich eine Bewohnerin von lichten Auwäldern war, ist sie mit Ranken versehen, um sich an den Bäumen zum Licht hochranken zu können. Zu unserem Leidwesen hält sie sich auch an den Drähten der Spaliere fest und muss zeitaufwändig herausgeschnitten werden. Zum Schluss erfolgt das passgenaues Einkürzen der noch verbliebenen Fruchtruten.

    Rationalisierungsmöglichkeiten für den Steillagenweinbau gibt es fast gar keine. Mehr wie ein maschineller Vorschnitt oberhalb des obersten Drahtes der Erziehungsform ist bisher nicht machbar. Der in Flachlagen zum Ausheben der Reben seit kurzer Zeit eingesetzte „Cane Pruner VITECO“ oder der „Cane Stripper“ wird für uns Steillagenwinzer ein Wunschtraum bleiben. Zu schwer! Da würde die Raupe umkippen!

    So müssen wir beim klassischen Handwerk bleiben. Mit der Hand arbeiten, im Gegensatz zur Industriellen Produktion.

  • Selbstkritik

    „Selbstkritik, dem kritischen Hinterfragen und Beurteilen des eigenen Denkens, der eigenen Standpunkte und Handlungen.“

    so Wikipedia,

    „kritische Betrachtung, Beurteilung des eigenen Denkens und Tuns, die zugleich Erkenntnis und Eingestehen eigener Fehler bedeutet“

    so der Duden.

    Ist es so wie es sein sollte? Haben wir unsere Ziele erreicht oder sind wir betriebsblind und leben in einem Elfenbeinturm?

    Wir üben  schon seit langem Selbstkritik und hinterfragen das, was wir tun. Wir fragen auch Aussenstehende. So sind Sie sicherlich hier in diesem Onlinetagebuch schon auf unser legendäres Steffens-keß Verkosterteam gestoßen, welches aus Weinsachkundigen und -unsachkundigen besteht und uns jedes Jahr bei der Zusammenstellung des Neuen Weinsortimentes hilft.

    Neben der allgemeinen Agrarberatung, die wir in Anspruch nehmen, wird unser Weingut auch einer Betriebswirtschaftlichen Analyse der Weinforschungsanstalt Geisenheim unterzogen. Es ist schon interessant, wenn der Betriebswirtschaftler sagt, das Geld in der Kasse ist und der Winzer staunt, da sein Portemonnaie leer ist. Gibt es aber auch andersrum.

    Vor zwei Jahren hatte ich an dem Projekt Ressourceneffizienz in Weinbau und Kellerwirtschaft des Umweltministeriums Rheinland-Pfalz  teilgenommen und wurde entsprechend analysiert.

    Am letzten Wochenende wurde in Radolfzell am Bodensee, bei den gemeinsam von NABU und BUND organisierten Naturschutztagen ein Neues Projekt vorgestellt. Dr. Thomas Schäfer stellte den Zuhörern die einzelnen Projektteilnehmer (Weingüter) vor, zu denen wir auch gehören. – Ich hätte ein Bild vom moselseitigen Zugang unseres Weingutes bevorzugt: Gibt mehr her wie der Blick vom Hintereingang. –

    „Biologische Vielfalt im Ökoweinbau“

    „Ralph Dejas (Geschäftsführer, ECOVIN), Dr. Thomas Schaefer (Programmkoordinator Global Nature Fund) und Patrick Trötschler (stellvertretender Geschäftsführer der Bodenseestiftung) stellten das gemeinsame Projekt „Naturschutz und Biodiversitätserhalt als CSR-Aufgabe im Mittelstand“ vor. Hier geht es darum, 15 Pilotbetriebe im Bundesverband Ökologischer Weinbau ECOVIN nach Biodiversitätskriterien unter die Lupe zu nehmen. Ein umfangreicher Check wurde erarbeitet, um alle Facetten hinsichtlich der Biodiversität im Unternehmen zu analysieren. Untersucht wurden alle Bereiche, welche die Beschaffung, Produktion und Distribution im Ökologischen Weinbau tangieren. Ziel des Projektes ist es, Handlungsempfehlungen für die Betriebe zu erstellen, um ihre Bemühungen um den Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität noch weiter zu steigern. Aus den konkreten Maßnahmen verspricht man sich, auch hinsichtlich der kontinuierlichen Richtlinienarbeit, Stellschrauben zu identifizieren, um so die ökologische Qualität des ECOVIN Verbands noch weiter zu sichern und zu verbessern.

    Das Projekt läuft noch bis Ende 2013 und wird finanziert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland (EFS) und der Europäischen Union.“

    Pressetext ECOVIN

    Wir hatten schon erste Besuche auf dem Weingut und wurden unter die Lupe genommen. Der erste Zwischenbericht liegt vor und wir können zufrieden sein. Alles im Grünen Bereich!

    Weitere Information und Links finden Sie auf der Seite unseres Ökoverbandes ECOVIN und natürlich herzlichen Dank an alle, die diese Projekte finanzieren und es mir ermöglichen, kostenfrei mein eigenes Tun und Handeln im Weinberg und Weinkeller zu hinterfragen.