Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

Autor: Harald

  • Newsletter

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    Damit Sie nichts mehr verpassen was im Weingut Steffens-Keß vorgeht, können Sie ab sofort unseren Newsletter abonnieren.  Vorab haben wir geplant in unregelmässigen längeren Zeitabständen aus unserem Weingut zu berichten. Vielleicht versenden wir auch in Zukunft bei jeden Eintrag hier auf diesem Blog Ihnen eine Nachricht, bzw. den jeweiligen Blogeintrag.

    Wir würden gerne Ihre Meinung dazu wissen. In welcher Form, bzw. wie oft, möchten Sie von uns informiert werden? Soll jedes mal bei einem neuen Blogeintrag in den Bildergeschichten aus dem Weingut Steffens-Keß der Newsletter verschickt werden oder soll in längeren Zeitabständen zusammenfassend berichtet werden?

    Über Kommentare würde ich mich freuen. Bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion unseres Onlinetagebuches oder schicken Sie uns eine e-mail.

  • hohe Wellen schlagen

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    Während des Moselhochwassers, welches letztes Wochenende hohe Wellen schlug und mittlerweile  ganz, ganz langsam weggeht, gab es aufgrund des Dioxinskandals ebenfalls hohe Wellen.

    Mal abgesehen davon, das solche Skandale immer wieder vorkommen und sich nicht wirklich verhindern lassen, egal welch neue Gesetze die Politik wieder erfindet, sollten wir uns an die eigene Nase greifen. Solange die Geiz ist Geil Mentalität vorherrscht wird es nicht besser. Wenn wir meinen, billigste Lebensmittel, die zudem im Überfluss produziert werden, kaufen zu müssen, dann wird auch irgend jemand bereit sein diese zu produzieren und wir dürfen uns nicht wundern, wenn billigster Müll an die Tiere verfüttert wird. Auch dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Fleischqualität der müllgefütterten Tiere minderwertig ist. Dazu kommen noch minderwertige Kunstprodukte wie Kunstkäse und zusammengeklebtes Separatorenfleisch.

    Wir als Verbraucher bestimmen mit unserem Kaufverhalten mit, wie die Landschaft aussieht, ob die bäuerliche Landwirtschaft erhalten bleibt und die Qualität der Lebensmittel gegeben ist. Industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung, mit den damit verbundenen Umwelt- und Qualitätsproblemen oder maschinen- gerechte Landschaften sind u. a. die Folgen billigster Lebensmittelpreise. Zeitgleich verlieren wir ökologisch wertvolle Kulturlandschaften und nehmen Abschied von der bäuerlichen Landwirtschaft.

  • Hochwasser 2011 Teil 12: Und tschüß

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    Wir sind wieder Betriebsbereit. Gestern Nacht konnten wir der Mosel tschüß sagen und den Keller grob reinigen. Die Elektrik des Aufzuges wurde trockengepustet, ein Relais mußte kurz überbrückt werden und er lief. Heute Feinreinigung und wieder alles eingeräumt.

    Nichts kaputt, kein Schaden, wie immer!

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    Unsere junge Katze wollte sich das auch mal ansehen, hüpfte uns zwischen den Beinen herum und wollte fürs Foto nicht stillhalten. Vielleicht wird es ja eine Kellerkatze, so wie Thomas Lippert einen Kellerhund hat, oder vielleicht eine wie diese.

  • Hochwasser 2011 Teil 11: 7371 Tage

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    7371 Tage lebe ich nun hier in Reil an der Mosel. 14 mal war die Mosel jeweils für einige Tage zu Gast. Beim ersten Besuch, es war über Weihnachten, gab es richtige Probleme, da die Mosel sogar Küche und Wohnzimmer sehen wollte. Im Februar 1997 machte sie nochmals richtig Ärger, als ich bis 18.00 Uhr alle Utensilien zum Abfüllen in den Keller geschleppt hatte und ab 19.00 Uhr das Ganze wieder aus dem Keller raus mußte. Das waren geschätze 40 Tage mit einem Gast im Keller. Warum soll ich die anderen 7331 Tage direkt hier am schönen Moselufer missen. Ich wußte ja, auf was ich mich eingelassen habe.

    Das ärgerliche an den Hochwässern ist nur, daß die Mosel meistens Nachts kommt und geht und zeitgleich Praktikannten und Lehrlinge meistens Urlaub oder Schule haben oder wegen sonst was nicht im Betrieb sind; wie auch jetzt.

    Ich geh jetzt mal in den Keller schauen. Ich denke, das so gegen Mitternacht der Flaschenkeller leer und gesäubert ist.

  • Hochwasser 2011 Teil 10: Einen Strich ziehen

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    Wie nach jeden Hochwasser: Der Strich bei der Treppe.  War ein eigentlich gemütliches Hochwasser. Höher wie 2001, nicht so hoch wie am 07.Januar 1994, 01.November 1998, 11.Januar 1993 und 28. Februar 1997 welches mir besonders negativ in der Erinnerung ist. Dazu noch etliche Striche oberhalb und unterhalb des Bildes.

    Und wenn Sie nun 25 cm oberhalb Ihres Computerbildschirm einen Strich ziehen: Das war das bisher höchste Hochwasser im Dezember 1993.

  • Hochwasser 2011 Teil 9: Erleichterung macht sich breit

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    Das dürfte es gewesen sein. Der Maximalpegel der Mosel ist erreicht: Der Schnee in den Höhenlagen ist abgetaut und der gemeldete Regen wird die Mosel nicht mehr ansteigen lassen. Fallende Wasserstände…

    Mein Freund Kalle kam gestern sichtlich erleichtert vorbei. Bei ihm fehlte gerade mal einen Zentimeter bis in die Wohnung.

  • Hochwasser 2011 Teil 7: Bootsbau

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    Da auf die Schnelle kein Badeboot auftreibbar war, habe ich mir selbst ein Boot gebaut. Der Stapellauf mit Sektflaschenzerschlagen werden wir auf später verschieben, wenn die Mosel unseren Keller wieder verlassen hat.

    Die Energiesparlampen sind nun gegen billige Glühlampen ersetzt worden und das Hauswasserwerk ist auch gerettet. Im Tankkeller war es etwas schwieriger, da dort das Bodenniveau einiges tiefer ist. Aber mit Hilfe zweier Leitern ging es wie mit Stelzen zu den Lampen.

  • Hochwasser 2011 Teil 6: Schluß mit Lustig

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    Einen Schrecken bekam ich heute morgen beim Aufruf des Hochwasserwarndienstes im Internet. Weiter steigende Pegel und kein Ende abzusehen. Jetzt ist Schluß mit Lustig! Gleich werden die Energiesparlampen gegen ganz normale Glühbirnen ausgetauscht – hoffentlich gibt es noch einige Lichtstärkere zu kaufen – das Hauswasserwerk ausgebaut und die Zurrgurte überprüft. Heute abend müssen wahrscheinlich die Sicherungen herausgedreht werden. Die für heute geplante Bootsfahrt im Keller ist vorerst abgesagt.

    Das könnte eine kleinere Katastrophe werden.  Für uns weniger, es gibt nur eine Menge mehr an Arbeit beim Aufräumen, jedoch werden etliche Häuser im Wohnbereich betroffen sein mit bedeutenden finanziellen Schäden. Ich hoffe, das der neue Hochwasserlagebericht, der in einer Stunde im Netz stehen soll, für uns positive Nachrichten bringt. Wenn nicht, weiss ich schon, wo ich im Dorf bei Freunden helfen werde die Wohnung auszuräumen.

  • Hochwasser 2011 Teil 5: Badeanstalt

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    Ein Meter höher und 25 Grad wärmer: Das wäre sicherlich das  größte private Schwimmbad, das in einem alten Weinkeller stilvoll untergebracht ist. Der Meter höher ist kein Problem, aber die 25 Grad wärmer?