
Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg
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Es regnet Geld

Nachdem der April extrem trocken war – es gab 65 Liter pro qm weniger wie im langjährigen Mittel – hat es gestern und heute schon ordentlich geregnet. Gestern 13 Liter und heute auch schon einiges. Ende der Woche sind weitere Niederschläge angekündigt und das Wasserdefizit im Boden dürfte geringer werden. Das ist ein guter Start in die Vegetationsperiode und für die in dieser Woche geplanten Neuanpflanzungen optimal.
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Reisen mit Grundtvig Teil 9: Individuelles Moselerlebniss

Eine kleine Restgruppe der Winzerkollegen, die uns in den letzten Tagen besuchten, bekam heute von mir ein individuelles Moselerlebniss geboten. Wir hatten den ganzen Tag Zeit, da der Abflug ab Frankfurt/Hahn erst für den frühen Abend geplant war. Erstes Ziel unserer kleinen Moselreise war das schnuckelige Moseldörfchen Beilstein mit seinen verwinkelten Gassen und wunderschönen alten Häusern.

Lang erwarteter Regen ließen uns Schutz im privaten Weinbaumuseum in Senheim suchen. Eine große Sammlung alter Weinbaugeräte wurde von uns bestaunt.

Natürlich wurde im Bremmer Calmont, der steilste Weinberg Europas, über den Kletterteig gegangen, damit meine Gäste den Steillagenweinbau aus einer anderen Perspektive erleben konnten.

Hungrig vom Klettern wurde die Winzerschänke in Ediger aufgesucht. Ein bemerkenswertes Restaurant. Es gibt keine Speisekarte! Jeden Tag wird frisch eingekauft und regionaltypisches Essen wird je nach Gusto des Inhabers und Kochs Richard Feiden auf den Tisch gezaubert.

Heute gab es unter anderem in Essig eingelegterMoselbarsch mit frischem Meerettich der mit Äpfeln verfeinert war, dazu eine gute Flasche trockener Moselriesling. Ein Geheimtipp an der Mosel und sehr empfehlenswert.
So gestärkt fuhren wir der Mosel entlang in Richtung Flughafen, warfen bei Starkenburg einen letzten Bick ins Moseltal bevor ich meine kleine Reisegruppe am Flughafen entließ.
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Reisen mit Grundtvig Teil 8: Empfang auf der Marienburg

Beim gestrigen Empfang auf der Pündericher Marienburg wurde weiter der internationale Erfahrungsaustausch gepflegt.

Mit einer Multimediashow wurde den Gästen die Arbeit in den steilen Weinbergen und die Mosel vorgestellt.

Natürlich durfte neben dem Essen auch der Wein nicht fehlen. Eine große Rieslingweinprobe sollte den Gästen die Vielfalt und Qualität der Moselrieslinge näher bringen. Im Anschluß gab es dann noch einige Gastgeschenke, die natürlich sofort geöffnet und probiert wurden. Ich war heute etwas müde…
Heute verläßt die Reisegruppe die Mosel und besucht die Pfalz und Rheinhessen, bevor es am Sonntag wieder nach Hause geht.

Ein Etikett eines Gastgeschenkes möchte ich Ihnen nicht vor enthalten. Äußerst mutig und kreativ!


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Reisen mit Grundtvig Teil 7: Die Anreise und der Besuch bei uns im Weingut

Verspätet landete gestern der erste Flieger mit den Kollegen aus Mittelitalien. Mit meinem Schildchen in der Hand konnte ich die Gäste im Ankunftsbereich schnell ausfindig machen. Kurzes beschnuppern, sprachlich konnten wir uns mit den kläglichen Resten des Schulenglischen unterhalten, und schon ging es los.

Ein kurzes Sightseeing an der Mosel war geplant, da die nächsten Winzer zwei Stunden später ankommen sollten. Der erste Blick auf die Mosel erhaschte meine kleine Reisegruppe von Starkenburg aus auf die Mosel. Die Begeisterung über die Mosel und die Aussichten darauf konnte auf der Grevenburg bei Trarbach noch gesteigert werden. Nach der Rückkehr auf den Flughafen Frankfurt/Hahn wurden zwei weitere Winzergruppen aus Italien und Frankreich in Empfang genommen und zum Reisebus gebracht, der mit weiteren Reiseteilnehmern mittlerweile eingetroffen war.

Der Erfahrungsaustausch startete in unserem Weingut. Weingutsbesichtigung, Weinprobe und dann ging es in den Weinberg. Erstaunlich, wie trotz der geringen sprachlichen Möglichkeiten die Verständigung klappte. Es waren teilweise intensivere Diskussionen möglich. Als Highlight gab es dann für die Gäste die Möglichkeit einmal Raupe im Steilhang zu fahren. Unter viel Gelächter und mit viel Spaß übten sich einige Franzosen und Italiener. Leider hatte ich die Kamera nicht zur Hand…

Bevor die Reisegruppe unser Weingut verließ, um auf der Marienburg bei unserem Nachbarort Pünderich zu übernachten, gab es noch reichlich Gastgeschenke in Form von Weinflaschen. Darunter obige Flasche, von der man ungestraft behaupten kann, dass sie ein richtig schweinegeiles Etikett hat.
Heute Abend ist noch der offizielle Empfang nebst „Multimedia Show“, Büffet und Weinprobe und die Reise geht weiter in die Pfalz und nach Rheinhessen zum Erfahrungsaustausch mit den dortigen Kollegen.
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Tiefenlockerung

Der Lohnunternehmer hat in den vergangenen Tagen die Bodenvorbereitungen für die Neuanpflanzung unserer neuen Weinberge gemacht. Zuerst wurde Begrünung mit einer Bodenfräse untergearbeitet.

Anschließend erfolgte die tiefe Lockerung des Bodens.

Um die mächtigen Werkzeuge des sogenannten Parapfluges den Berg hinauf zu ziehen ist eine entsprechend große und schwere Raupe nötig. Eine zusätzliche Hangeseilwinde auf der Raupe unterstützt die Bergauffahrt. Bis vor einigen Jahren war das Tiefenlockern um einiges beschwerlicher:
„Nix für Luschen…“ wie es Thomas Lippert vom Winzerblog in einem Beitrag auf seinem Blog betitelt.
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Reisen mit Grundtvig Teil 6: Der Gegenbesuch

Vor einem Jahr war ich mit dem Grundtvig Förderprogramm der EU zur Erwachsenenbildung zum Erfahrungsaustausch bei Kollegen in Spanien und Frankreich. Ich berichtete hier ausführlich über diese Weinreise. Nun kommt der Gegenbesuch der Kollegen.
Am Mittwoch ist Anreise. Ich werde, mit obigem Schildchen bewaffnet, vormittags die erste Gruppe am Flughafen Frankfur/Hahn abholen, eine kurze Besichtigungstour an die Mosel machen um dann die beiden nächsten Gruppen kurz nach Mittag am Flughafen in Empfang zu nehmen. Der Reisebus mit den im Frankfurter Flughafen gelandeten Winzern soll dann zeitgleich eintreffen und der Erfahrungsaustausch kann beginnen. Als erste Station ist eine Weingutsbesichtigung nebst Weinprobe in unserem Weingut vorgesehen.
Die Diaserie für dem abendlichen Empfang auf der Marienburg bei Pünderich ist zusammengestellt und um die Weinprobe werde ich mich morgen kümmern. Wird bestimmt Spaß machen und natürlich werde ich wieder berichten.
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Weinrallye 32: kein Beschaffungstress: Pinot Noir – Spätburgunder

Iris vom Weingut Lisson in Südfrankreich hat das aktuelle Rallyethema vorgegeben:
„…diesmal ein Thema, dass sich wieder mehr auf den Inhalt konzentriert als auf die Verpackung oder den Hersteller – und um auch den letzten Stress von den zukünftigen Rallyeteilnehmern zu nehmen und das oft aufgetretene Problem der Beschaffung als Hinderungsgrund für eine rechtzeitige Teilnahme auszuschließen, diesmal ein Thema, zu dem jeder etwas finden wird:
Vertreten in der ganzen Welt, auf allen Kontinenten, wird hier jeder Wein auf Basis dieser altehrwürdigen Rebsorte zugelassen.“
Ganz einfach! Sehr schön! Keinerlei Beschaffungsstreß, nur probieren und was dazu erzählen. Der Klassiker unter den Rotweinreben, das Pedant zum Riesling, die rote Edelrebe für die kühleren Weinbauzonen.
Eigentlich wollte ich den Spätburgunder von Arndt Werner nehmen, den ich im Verkauf habe. Aber einer Eingebung folgend zuerst mal mein Privatlager durchforsten.

Also in der Schatzkammer nachgeschaut und neben nicht identifizierbaren Weinflaschen mit verschimmelten Etiketten fündig geworden.

Gerade noch auf dem Etikett entzifferbar, dass es sich um einen 1995er Spätburgunder von der Ahr mit 12 % Alkohol handelte.

Alle Achtung für das, was in der Flasche drin war. Keine Spur müde, frisch wie am ersten Tag. Ein klassischer Ahrspätburgunder aus Zeiten noch nicht so hoher Alkoholgehalte beim Rotwein. Bei für heutige Verhältnisse gerade mal mickrigen 12 % Alkohol kommt richtiger Trinkspaß auf. Eine relativ helles Rot des Weines deutete beim Einschenken schon auf geringere Taningehalte hin, was wiederum den Trinkspaß erhöht. Nicht der dicke Rotwein, wie sie heute üblich sind, dafür feiner, eleganter mit feiner Fruchtaromatik. Ein richtiger Terassenwein, der passend zum heutigen warmen Frühlingstag, dort auch probiert wurde.

Dazu heute Abend noch ein Hirschfilet, die Soße mit dem Spätburgunder verfeinert und der Tag wäre perfekt. Leider nichts im Kühlschrank und der obige Teller wurde auch schon vor längerer Zeit leer gegessen.
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Der Frühling ist endlich angekommen

Das Leben regt sich wieder in den Weinbergen und in der Natur. Die Knospen beim Riesling sind am schwellen und der Austrieb dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Der Weinbergspfirsich ist mit seinen Blüten eine Augenweide. Der Frühling ist endlich angekommen.
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Erde schubsen

Die Vorbereitungen zur Neuanpflanzung unserer beiden neuen Weinberge sind fortgeschritten. Nach dem Roden der alten Rebstöcke wurde einiges an Erde bewegt. Am unteren Weinbergsende schubste ich mir oberhalb der Mauer ein Vorgewende um mit meiner Kleinraupe im späteren Weinberg halbweg im waagerechten wenden zu können.

Heute wurde gekalkt um der Versauerung der Böden entgegen zu wirken. Jetzt fehlt nur noch der Lohnunternehmer, der mit seiner großen Raupe den Boden tief lockern soll, dann das „Auszeilen“, also das festlegen der einzelnen Rebzeilen und Stockabstände, die Pflanzstäbe, die Pflanzung und und und…
