Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • Nachbericht: Beste Badische Bioweine 2008

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    Letzten Samstag führte mich mein Weg nach Freiburg zu den Kollegen aus Baden. Da ich aus Zeitmangel nicht als Jurymitglied bei der Prämierung „Beste Badische Bioweine“ teilnehmen konnte, reiste ich zur

    ECOVIN-Baden Weinpräsentaion an. Im wundervollen Ambiente des historischen Kaufhauses, in der sehr schönen Altstadt von Freiburg, präsentierten die Kollegen Ihre prämierten Weine. Mehr als 200 verschiedene Weine waren zu verkosten.Nebenbei kam es noch zu einem Minibloggertreffen. Joachim Ott, der hier über die Präsentation berichtet und Lars Breidenbach von Schreiberswein waren auch vor Ort.

    Da ich nicht doppelt berichten muss, verweise ich auf den Bericht von Lars Breidenbach, dem ich voll und ganz zustimmen kann. Ebenso wie Lars, war ich vom Spätburgunder Rosé vom Weingut Thomas Schaffner begeistert. Brilliant in der Nase, die direkte Aufforderung einen Schluck zu probieren, unendlich viel Spaß bereitend und Lust auf mehr machend. Eine sehr gelungene Veranstaltung, die ich in den nächsten Jahren sicherlich noch öfter besuchen werde.

  • Burger Hahnenschrittchen: Ein gemütlicher Steilhang


    Hahnenschrittchen – MyVideo
    Ein Weinberg im Burger Hahnenschrittchen wird gemäht.

    Qualitativ schon besser wie beim letzten mal, aber immer noch wackelig. Die Raupe vibriert leider sehr stark…

  • Hochsommerwetter

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    Seit einigen Tagen ist Hochsommerwetter angesagt und die jungen Reben wachsen schnell.

    Unsere leichten Schieferverwitterungsböden sind durch die Trockenheit an der Oberfläche sehr hart geworden. Währenddessen wird beim Weingut Kaul auf das Abtrocknen der schweren und nassen Böden gewartet, damit die Rebpflanzung durchgeführt werden kann. Trotz der dort noch vorhandenen Bodenfeuchtigkeit schreibt Peter Kaul schon über seinen Wunschregen, der die Wurzeln der jungen Reben einschlämmt.

    Auch wir hoffen auf Regen, damit unsere vor zwei Wochen gepflanzten Rieslingreben ausreichend mit Wasser versorgt werden. In einigen Weinbergen haben die Begrünungspflanzen schon Welkeerscheinungen. In den nächsten Tagen sind Gewitter angekündigt und hoffentlich gibt es eine gute Portion Regen, verteilt über einen längeren Zeitraum damit kein Boden abgeschwemmt wird, und keinesfalls in fester Form wie im letzten Jahr, wie ich hier, hier und hier berichtete.

    Das Bild zeigt eine Schieferfelsformation mit Rebflächen in der Nachbargemeinde Pünderich.

  • Reiler Goldlay: Gemütlicher Steilhang

    Ein Weinberg in der Reiler Goldlay wird gemäht. An der Qualität der Aufnahme werde ich wohl noch arbeiten müssen…

    Reiler Goldlay – MyVideo

  • Weinrallye 11: Alles so schön Rosé

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    Alles in Rosa fordert Niko Rechenberg, diesmal Gastgeber Weinrallye. Bevorzugt deutschsprachige Länder und als Terrassenwein. Grund für uns mitzumachen, Weine von Kollegen zu sammeln und Oberkellermeister Michael, der Ihnen aus den vergangenen Weinrallyethemen bekannt sein dürfte, zu bitten, auch Roséweine aus seiner Weinkellerei in die Verkostungsrunde zu stellen.

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    Nach einer anstrengenden Verkostungsrunde, die wie üblich mit den Ruf: „Hol mal einen anständigen Wein“ endete, worunter der Moselwinzer natürlich wieder Riesling meinte, konnten wir folgendes Fazit feststellen: Qualitativ waren die Weine eher im Mittelfeld anzusiedeln. Aber für einen Terrassenwein genau das Richtige: Gut gekühlt und auf der Terasse beim Trinken Spaß machend.

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    Interessant, das bei den Kellereiweinen, der Weintrinker der Mühe enthoben wird, den Weingeschmack zu beschreiben. Steht ja alles auf dem Etikett.
    Entäuschend war der Rosé eines Kollegen, der sehr gute Riesling produziert. Er hat vielleicht nicht das Händchen für diese Spielart von Wein. Sollte sich vielleicht besser auf Riesling konzentrieren.

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    Eine Überraschung war ein Portugieser Weißherbst von unserem Oberkellermeister. Sehr gut gemacht, fast brilliant! Nur leider mit Restsüße. Für uns viel zu süß! Aber wer es trinken möchte. Ach ja Rosé: Entweder hell gekelterte Rotweinrebsorten, bei unserer Probe meistens Mosel-Spätburgunder, oder Rotling, ein Gemisch aus Rot- und Weißweintrauben welches zusammen gekeltert und vinifiziert wird.

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    Unser Favorit: Spätburgunder Rosé aus dem Weingut Arns in Reil: Sehr gut zu trinken, hoher Spaßfaktor, unkompliziert und für uns der Begleiter für laue Sommerabende. Und als absolutes Schmankerl: Nur 10,5% Alkohol. Da kann man einen Schoppen mehr trinken.

    Übrigens: Die Tochter des Hauses ist die amtierende Reiler Weinkönigin und studiert Weinbau.

  • Wir lieben Lebensmittel…

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    Wir lieben Lebensmittel… und bieten auch regionale Ware an. In der sehr gut sortierten und gestalteten Weinabteilung des Edeka Marktes Trier-Tarforst präsentierten wir gestern mit weiteren 19 Moselwinzern unsere Weine. In Zeiten der Globalisierung liegt dort der Schwerpunkt auf regionale Moselweine und ein starkes Ökoweinangebot. Die Gestaltung der Weinabteilung obliegt der ehemaligen Trierer Weinprinzessin Manuela Schewe, die sehr aktiv im Wein- und Kulturbereich tätig ist.

    Neben Wein gab es noch verschiedene Käse aus ökologischer Produktion zu verkosten. Da die Fleischabteilung zugleich Ihren 80. Geburtstag feierte, wurden wir bestens mit Fingerfood bewirtet.

  • Postkartenidyll

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    Wie ein Postkartenidyll: Unsere Pfarrkirche mit Pfarrgarten und Kindergarten.

    Anläßlich der 1000 Jahrfeier von Reil wird im, unter und rund ums Pfarrhaus und Kirche am 05. und 06. Juli eine Kunstausstellung stattfinden. Weitere Infos hier. Dort werden nochmals Fotografien der Aktion Kunst im Weinberg gezeigt, über die ich hier, hier, hier und hier berichtete.

  • Hausmittel

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    Soll gegen Wildverbiss (Rehe) helfen. Alte Hausmittel wie z.B.  Tierblut aus dem Schlachthof oder Schafwolle . Wer es glaubt…

    Die sicherste Methode gegen Wildschäden (Reh/ Wildschweine) im Weinberg ist einzäunen oder die konsequente Bejagung um die Wildtierpopulation auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren.

  • Austrieb

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    Genau zur richtigen Zeit, also im langjährigen Jahresmittel, fangen die Reben an auszutreiben. Die Knospen sind noch im „Wollestadium“ und in den nächsten Tagen dürften sich schon die ersten Blättchen zeigen. In Südbaden sind die Knospen schon aufgebrochen und auf den Blog von Iris in Südfrankreich gibt es eine kleine Diashow über den Rebaustrieb, der natürlicherweise schon viel weiter fortgeschritten ist.

  • Abgeräumt

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    Der Weinberg, der neu gepflanzt werden soll, ich berichtete hier und hier, ist nach der Abfuhr der alten Rebstöcke bereit für die Pflanzung. Nur noch den Boden lockern, Pflanzstäbe setzen und dann kann es losgehen.

    Die gerodeten Reben dienen unserem Nachbarn noch für einen guten Zweck: Winzersteak auf Rebholz gegrillt. Da lass ich mich mal einladen…

    Gut, das es seit Ende der 80ziger Jahre diese Kleinraupen gibt. Zuerst nur kleine Dumper aus den Baugewerbe an die man ein Mähgerät anbauen konnte, dann ab Mitte der 90ziger eigens für den Steillagenweinbau konstruierte Kettenschlepper mit einer Vielzahl von Arbeitsgeräten.Was wäre das für eine Plackerei und Arbeitsaufwand ohne diese Mechanisierungsmöglichkeit.

    Vieles wurde früher auf dem Rücken in den Weinberg und aus dem Weinberg getragen. Bodenbearbeitung und Transporte nur mittels Seilwinde, Pflanzenschutz mit einem Hochdruckschlauch, den man mühsam den Berg hochziehen musste und andere anstrengende Arbeitsmethoden. Ich mag gar nicht mehr zurückdenken, wie beschwerlich die Arbeit damals war.

    Zwar ist die Arbeit im Steilhang noch immer beschwerlicher als in der Ebene, aber die Qualität unserer Weine entschädigt für die harte Arbeit und schlussendlich: Muskeltraining, besser als im Fitnessstudio und umsonst dazu.