Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • Hagelunwetter: Erster Bericht

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    Abgeschlagene Triebe und zerfetzte Blätter und waren das Ergebniss des gestrigen Hagels. Unsere Rieslingweinberge kamen noch glimpflich davon. Weißburgunder und Rivaner, die in einer anderen Gemarkung stehen, sehen aus wie gerupfte Hühner. Dort hat der Hagel sehr stark gewütet.

    Vielerorts kam es zu Abschwemmungen von Boden. Die ICE Strecke Trier-Koblenz mußte kurzfristig gesperrt werden, da Erdreich am Pündericher Eisenbahnviadukt auf die Schienen lief.

    Die Nacht so gegen drei Uhr gab es ein weiteres Gewitter mit 36 Liter Regen je qm und nochmals Hagel. Ich fahre jetzt in die Weinberge… Mir Graust es.

  • Hagelunwetter

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    Wie ich bereits hier geschrieben hatte, war heute in unserem frisch gepflanzten Rieslingweinberg wässern angesagt. Und wie Gott es so will setzte nach getaner Arbeit der Regen ein. Diese Arbeit hätte ich mir sparen können.

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    Binnen kürzester Zeit fielen vor einer halben Stunde 28 Liter Regen pro Quadratmeter.
    Kurz, heftig und mit sehr viel Hagel verbunden.

    Zu viel! Ich werde mir nachher die Schäden anschauen gehen. Bericht folgt.

  • Wassermangel

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    Die Mosel ist durch die Staustufen noch gut mit Wasser gefüllt, aber in den Weinbergen wird es immer weniger. Für die älteren Reben, die tief wurzeln, ist das kein Problem, aber in unserer neu gepflanzten Rieslingfläche wird es knapp. Sollte in den nächsten Tagen kein Regen fallen, werde ich in den sauren Apfel beißen und Wasser fahren.

    Und garantiert wird es dann am nächten Tag ausgiebig regnen…

  • Burger Hahnenschrittchen: Richtig steil..


    Einer unserer steilsten Weinberge im Burger Hahnenschrittchen wurde heute gemäht. Die derzeit herrschende Bodentrockenheit und die Wühlstellen der Wildscheine erschwerten das Fahren im Steilhang. Für den Adrenalinschub war nebenbei auch gesorgt.

  • Nachbericht: Beste Badische Bioweine 2008

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    Letzten Samstag führte mich mein Weg nach Freiburg zu den Kollegen aus Baden. Da ich aus Zeitmangel nicht als Jurymitglied bei der Prämierung „Beste Badische Bioweine“ teilnehmen konnte, reiste ich zur

    ECOVIN-Baden Weinpräsentaion an. Im wundervollen Ambiente des historischen Kaufhauses, in der sehr schönen Altstadt von Freiburg, präsentierten die Kollegen Ihre prämierten Weine. Mehr als 200 verschiedene Weine waren zu verkosten.Nebenbei kam es noch zu einem Minibloggertreffen. Joachim Ott, der hier über die Präsentation berichtet und Lars Breidenbach von Schreiberswein waren auch vor Ort.

    Da ich nicht doppelt berichten muss, verweise ich auf den Bericht von Lars Breidenbach, dem ich voll und ganz zustimmen kann. Ebenso wie Lars, war ich vom Spätburgunder Rosé vom Weingut Thomas Schaffner begeistert. Brilliant in der Nase, die direkte Aufforderung einen Schluck zu probieren, unendlich viel Spaß bereitend und Lust auf mehr machend. Eine sehr gelungene Veranstaltung, die ich in den nächsten Jahren sicherlich noch öfter besuchen werde.

  • Burger Hahnenschrittchen: Ein gemütlicher Steilhang


    Hahnenschrittchen – MyVideo
    Ein Weinberg im Burger Hahnenschrittchen wird gemäht.

    Qualitativ schon besser wie beim letzten mal, aber immer noch wackelig. Die Raupe vibriert leider sehr stark…

  • Hochsommerwetter

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    Seit einigen Tagen ist Hochsommerwetter angesagt und die jungen Reben wachsen schnell.

    Unsere leichten Schieferverwitterungsböden sind durch die Trockenheit an der Oberfläche sehr hart geworden. Währenddessen wird beim Weingut Kaul auf das Abtrocknen der schweren und nassen Böden gewartet, damit die Rebpflanzung durchgeführt werden kann. Trotz der dort noch vorhandenen Bodenfeuchtigkeit schreibt Peter Kaul schon über seinen Wunschregen, der die Wurzeln der jungen Reben einschlämmt.

    Auch wir hoffen auf Regen, damit unsere vor zwei Wochen gepflanzten Rieslingreben ausreichend mit Wasser versorgt werden. In einigen Weinbergen haben die Begrünungspflanzen schon Welkeerscheinungen. In den nächsten Tagen sind Gewitter angekündigt und hoffentlich gibt es eine gute Portion Regen, verteilt über einen längeren Zeitraum damit kein Boden abgeschwemmt wird, und keinesfalls in fester Form wie im letzten Jahr, wie ich hier, hier und hier berichtete.

    Das Bild zeigt eine Schieferfelsformation mit Rebflächen in der Nachbargemeinde Pünderich.

  • Reiler Goldlay: Gemütlicher Steilhang

    Ein Weinberg in der Reiler Goldlay wird gemäht. An der Qualität der Aufnahme werde ich wohl noch arbeiten müssen…

    Reiler Goldlay – MyVideo

  • Weinrallye 11: Alles so schön Rosé

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    Alles in Rosa fordert Niko Rechenberg, diesmal Gastgeber Weinrallye. Bevorzugt deutschsprachige Länder und als Terrassenwein. Grund für uns mitzumachen, Weine von Kollegen zu sammeln und Oberkellermeister Michael, der Ihnen aus den vergangenen Weinrallyethemen bekannt sein dürfte, zu bitten, auch Roséweine aus seiner Weinkellerei in die Verkostungsrunde zu stellen.

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    Nach einer anstrengenden Verkostungsrunde, die wie üblich mit den Ruf: „Hol mal einen anständigen Wein“ endete, worunter der Moselwinzer natürlich wieder Riesling meinte, konnten wir folgendes Fazit feststellen: Qualitativ waren die Weine eher im Mittelfeld anzusiedeln. Aber für einen Terrassenwein genau das Richtige: Gut gekühlt und auf der Terasse beim Trinken Spaß machend.

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    Interessant, das bei den Kellereiweinen, der Weintrinker der Mühe enthoben wird, den Weingeschmack zu beschreiben. Steht ja alles auf dem Etikett.
    Entäuschend war der Rosé eines Kollegen, der sehr gute Riesling produziert. Er hat vielleicht nicht das Händchen für diese Spielart von Wein. Sollte sich vielleicht besser auf Riesling konzentrieren.

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    Eine Überraschung war ein Portugieser Weißherbst von unserem Oberkellermeister. Sehr gut gemacht, fast brilliant! Nur leider mit Restsüße. Für uns viel zu süß! Aber wer es trinken möchte. Ach ja Rosé: Entweder hell gekelterte Rotweinrebsorten, bei unserer Probe meistens Mosel-Spätburgunder, oder Rotling, ein Gemisch aus Rot- und Weißweintrauben welches zusammen gekeltert und vinifiziert wird.

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    Unser Favorit: Spätburgunder Rosé aus dem Weingut Arns in Reil: Sehr gut zu trinken, hoher Spaßfaktor, unkompliziert und für uns der Begleiter für laue Sommerabende. Und als absolutes Schmankerl: Nur 10,5% Alkohol. Da kann man einen Schoppen mehr trinken.

    Übrigens: Die Tochter des Hauses ist die amtierende Reiler Weinkönigin und studiert Weinbau.

  • Wir lieben Lebensmittel…

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    Wir lieben Lebensmittel… und bieten auch regionale Ware an. In der sehr gut sortierten und gestalteten Weinabteilung des Edeka Marktes Trier-Tarforst präsentierten wir gestern mit weiteren 19 Moselwinzern unsere Weine. In Zeiten der Globalisierung liegt dort der Schwerpunkt auf regionale Moselweine und ein starkes Ökoweinangebot. Die Gestaltung der Weinabteilung obliegt der ehemaligen Trierer Weinprinzessin Manuela Schewe, die sehr aktiv im Wein- und Kulturbereich tätig ist.

    Neben Wein gab es noch verschiedene Käse aus ökologischer Produktion zu verkosten. Da die Fleischabteilung zugleich Ihren 80. Geburtstag feierte, wurden wir bestens mit Fingerfood bewirtet.