Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • Postkartenidyll

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    Wie ein Postkartenidyll: Unsere Pfarrkirche mit Pfarrgarten und Kindergarten.

    Anläßlich der 1000 Jahrfeier von Reil wird im, unter und rund ums Pfarrhaus und Kirche am 05. und 06. Juli eine Kunstausstellung stattfinden. Weitere Infos hier. Dort werden nochmals Fotografien der Aktion Kunst im Weinberg gezeigt, über die ich hier, hier, hier und hier berichtete.

  • Hausmittel

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    Soll gegen Wildverbiss (Rehe) helfen. Alte Hausmittel wie z.B.  Tierblut aus dem Schlachthof oder Schafwolle . Wer es glaubt…

    Die sicherste Methode gegen Wildschäden (Reh/ Wildschweine) im Weinberg ist einzäunen oder die konsequente Bejagung um die Wildtierpopulation auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren.

  • Austrieb

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    Genau zur richtigen Zeit, also im langjährigen Jahresmittel, fangen die Reben an auszutreiben. Die Knospen sind noch im „Wollestadium“ und in den nächsten Tagen dürften sich schon die ersten Blättchen zeigen. In Südbaden sind die Knospen schon aufgebrochen und auf den Blog von Iris in Südfrankreich gibt es eine kleine Diashow über den Rebaustrieb, der natürlicherweise schon viel weiter fortgeschritten ist.

  • Abgeräumt

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    Der Weinberg, der neu gepflanzt werden soll, ich berichtete hier und hier, ist nach der Abfuhr der alten Rebstöcke bereit für die Pflanzung. Nur noch den Boden lockern, Pflanzstäbe setzen und dann kann es losgehen.

    Die gerodeten Reben dienen unserem Nachbarn noch für einen guten Zweck: Winzersteak auf Rebholz gegrillt. Da lass ich mich mal einladen…

    Gut, das es seit Ende der 80ziger Jahre diese Kleinraupen gibt. Zuerst nur kleine Dumper aus den Baugewerbe an die man ein Mähgerät anbauen konnte, dann ab Mitte der 90ziger eigens für den Steillagenweinbau konstruierte Kettenschlepper mit einer Vielzahl von Arbeitsgeräten.Was wäre das für eine Plackerei und Arbeitsaufwand ohne diese Mechanisierungsmöglichkeit.

    Vieles wurde früher auf dem Rücken in den Weinberg und aus dem Weinberg getragen. Bodenbearbeitung und Transporte nur mittels Seilwinde, Pflanzenschutz mit einem Hochdruckschlauch, den man mühsam den Berg hochziehen musste und andere anstrengende Arbeitsmethoden. Ich mag gar nicht mehr zurückdenken, wie beschwerlich die Arbeit damals war.

    Zwar ist die Arbeit im Steilhang noch immer beschwerlicher als in der Ebene, aber die Qualität unserer Weine entschädigt für die harte Arbeit und schlussendlich: Muskeltraining, besser als im Fitnessstudio und umsonst dazu.

  • Dieter sei Dank

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    In unserem neuen Weinberg, den wir auf moderne Weinbergsbewirtschaftung umstellen, wurden heute die zu langen Holzpfähle abgesägt. Da es mir an einer Kettensäge und der dazugehörigen Ausrüstung fehlt, übernahm Freund Dieter diese Aufgabe. Binnen kürzester Zeit waren die Pfähle eingekürzt und einem Lagerfeuer mit den abgesägten Resten steht nun nichts mehr im Weg.

  • Jungweinprobe

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    Gestern fand wieder die alljährliche Jungweinprobe der Moselökowinzer statt.
    Alle Achtung! Was da auf den Tisch kam war ausgezeichnet. Alles überdurchschnittliche Rieslinge, duftstark und sehr aromatisch. Nicht nur bei mir, sondern auch bei den Kollegen war die Weinernte 2007 eine Punktlandung gewesen. Unser Berater der Agrarverwaltung, Achim Rosch, der die Probe moderierte, war sehr zufrieden mit den Qualitäten.

  • Müde arbeiten oder Bodybuilding?

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    Im Burger Hahnenschrittchen haben wir einen neuen Weinberg bekommen. Vor dreissig Jahren noch als traditionellen Mosel-Einzelpfahlerziehung gepflanzt, wurde der Weinberg in der letzten Woche auf eine moderne Erziehungsart umgestellt. Aus qualitativen Gründen und um rationell mit Maschinen in diesem Steilhang zu arbeiten, mußte jede zweite Rebzeile entfernt werden. Zusätzlich wurde ein Drahtrahmen erstellt, in den die grünen Rebtriebe eingeschlauft werden und Maschinen zu Laubpflege eingesetzt werden können. Als Voraussetzung dafür wurden Stahlstickel mit der Pfahlramme eingeschlagen.

    Eine richtige Knochenarbeit. In flachen Weinberge mechanisierbar, im Steilhang Handarbeit.
    Wenig genutzte Muskeln spürte man am ersten Tag, der Schlaf in der folgenden Nacht war tief und fest, der Muskelkater blieb gottseidank aus, am zweiten Tag fiel die Arbeit schon leichter und man spürte die entsprechenden Muskeln wachsen und dann waren alle Stahlstickel gottseidank im Boden drin. Nur der letzte Stickel machte Probleme. Nein, nicht der Stickel: Im Untergrund war ein Stein im Weg, der mühsam ausgebuddelt werden mußte um den Weg frei zu machen.

  • Wintereinbruch

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    Der Winter ist zurück. Dichtes Schneetreiben hat die Landschaft verzaubert. Dick liegt der Schnee auf unserem Olivenbäumchen und biegt die Triebe nach unten.

  • Katakomben

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    Als Abendprogramm, nach der gestrigen Mitgliederversammlung unsere Ökoanbauverbandes ECOVIN, stand die Besichtigung des Historischen Kellerlabyrinthes in Oppenheim auf der Tagesordnung. Neben den Gebeinhaus der Katharinenkirche und dem Deutschen Weinbaumuseum, die Sehenswürdigkeit in diesem weinseligen Städtchen am Rhein.

    Über Generationen wurden wild in den Untergrund Keller und Gänge gegraben. Zum Teil sind diese mehrstöckig. Es sollen ca. 25 000 m2 Kellerflächen unter der Altstadt vorhanden sein. Neben einigen besuchbaren Privatkellern hatten wir gestern eine Führung durch die der Stadt gehörenden Katakomben, die saniert und begehbar sind.

    Es muss, wenn man Oppenheim besucht!

  • Kunst im Weinberg: Teil 4, Umbettung

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    Wegen der anstehenden Wiederbepflanzung der Weinbergsparzelle drohte dem Rauchverbot, über das ich hier berichtete, ein vorzeitiges Aus.

    Gestern fand die „Umbettung des Rauchverbots“ unter reger Teilnahme des Lauftreffs Reil statt. Mit vereinten Kräften wurde das Kunstwerk abgebaut und unweit in einer anderen Parzelle wieder aufgebaut.