Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • „Arme-Leute-Essen“

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    Eigentlich ein „Arme-Leute-Essen“ aber heutzutage eine willkommene Abwechslung: Der traditionelle „Deppekooche“ auch Döppekooche genannt Für die nur Hochdeutsch sprechenden: Topfkuchen!

    Hauptbestandteil sind Kartoffeln, verfeinert mit Speck und Zwiebeln. Das beste daran ist die Kruste, die sich im Backofen bildet und der Apfelmus, der dazu gereicht wird. Schmeckt, macht satt und wärmt bei den tiefen Aussentemperaturen der letzten Tage von innen.

  • Hochwässerchen

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    Der Regen der letzten Tage hat die Mosel etwas über die Ufer treten lassen. Das gegenüber Reil liegende Naturschutzgebiet bekommt nasse Füße.

  • Frühlingsboten und Spätwinterwetter

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    Während die ersten Weinbergspfirsiche seit Tagen am blühen sind, gab es die Tage immer wieder Regen- und Schneeschauer.

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    So richtig ungemütliches Spätwinterwetter. Damit dürfte der Rebaustrieb etwas verzögert werden und wir können ohne Hetze unsere Frühjahrsarbeiten im Weinberg beenden.

  • Ein neuer Zyklus…

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    Ein neuer Zyklus beginnt. Die Reben werden nach der Winterpause aktiv und fangen an zu bluten. Die Rebwurzeln drücken Wasser und Nährstoffe in die Leitbahnen, welches an der Schnittstelle austropft bis die Leitbahnen verstopft sind.

  • Kunst im Weinberg, Teil 3

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    Hier und hier hatte ich schon über die erste Aktion „Kunst im Weinberg“ berichtet. Letzten Samstag war nochmals Aktionstag.

    21 Schüler des Traben-Trarbacher Gymnasiums hatten im Rahmen des Projektes „Kunst im Weinberg“, unter Anleitung ihres Kunstlehrers Walter Mangold, ihre Entwürfe in der Reiler Gemarkung in vergängliche Kunstwerke auf aktiven Weinbergsflächen wie auch Brach- und Rodungsflächen umgesetzt.

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    Als krönender Abschluss rauchte sogar das Rauchverbot, welches ich hier schon vorgestellt hatte.

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    Auf der Reiler Moselseite ein Spinnennetz , deren Mittelpunkt natürlicherweise eine Spinne war. Auf der gegenüberliegenden Moselseite waren weitere Installationen.

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    Direkt neben der Bushaltestelle und Moselbrücke wurde mit alten Rebstämmen, Sägemehl und Kalk eine Straße mit Zebrastreifen und Bus gestaltet.

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    Kubus und Labyrinth waren sehr effektvoll. Je nachdem aus welcher Richtung man die beiden Objekte betrachtete: Es war immer anders und spannungsgeladen.

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    Der sybolisierte Bachlauf direkt neben dem ursprünglichen Wasserlauf, der vor über 35 Jahren bei der Flurbereinung in eine Betonröhre gequetsch wurde.

    Leider hat der Regen in den letzten Tagen diese Kunstwerke schon weitestgehend vernichtet. Vergängliche Kunst halt eben. Danke an Willi, der mir einige Bilder zur Verfügung gestellt hat.

  • Die Post geht ab…

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    Im wahrsten Sinne des Wortes geht bei uns die Post ab: Seit einigen Tagen ist der 2007er Jahrgang lieferbar und unsere Kunden machen davon regen Gebrauch. Nun stapeln sich Weinflaschen und Versandkartons im Verkaufslager und wir haben alle Hände voll zu tun um die Bestellungen umgehend zu erledigen.

    Waren das noch Zeiten, als der Winzer höchstpersönlich den Spediteur gespielt hat, zweimal im Jahr seine Kunden besuchte und Wein lieferte. Gut, dass diese Zeiten für uns vorbei sind. Wir kümmern uns lieber um die Qualität unserer Weine. Die Auslieferung übernehmen die Profis von Post und Spedition schneller, ökologischer und billiger. Der viel gerühmte Kundenkontakt lässt sich besser und entspannter per Telefon, Email oder Internet halten, als ein vom Autofahren gestresster, entnervter und unter Zeitdruck stehender Winzer es jemals machen könnte.

  • Weinrallye 9. Alltagsweine, Nachzügler

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    Ein Nachzügler meldete noch einen Beitrag zur vergangenen Weinrallye. Für die Erstteilnahme an einer Weinrallye noch entschuldbar. Trotzdem hier nochmals die Spielregeln.

    Götz A. Primke berichtet in seinem blog über roten Ballastwein, der erst durch die Meere schippern muß.

  • Weinrallye 9: Alltagweine, Zusammenfassung

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    Die 9. Weinrallye, bei der ich Gastgeber war, ist nun vorbei und jetzt gibt es die Zusammenfassung.Zuerst die Statistik: Gesamt waren es 22 Beiträge von 18 Weinbloggern, davon schrieben drei zwei Beiträge und ein Gastbeitrag.

    Das Thema war nicht so einfach, wie es sich manche vorgestellt hatten. Einige bezeichneten diese Aufgabe als Herausforderung, andere schrieben schon im Vorfeld:
    „Da krieg ich schon ein Problem, weil ich eigentlich nie großere Mengen eines Weins kaufe. Spätestens nach der sechsten Flasche ist er mir langweilig…“

    Anfangen möchte ich mit Iris Rudels Beiträgen. Auch Sie hatte kleine Probleme mit dem Thema: „Der erste (Artikel) sollte eigentlich dafür entschuldigen, dass mir zu Alltagswein nicht viel einfiel“ mailte Sie mir, also gab es zuerst eine sehr schönen Artikel über Alltagsweine in Frankreich. Doch dann wurde Iris in Ihrem Keller fündig und Sie schrieb über Alltagsweine.

    Der Gastbeitrag, der auf meinem Blog veröffentlicht wurde, kam von Erwin Ruderer, ein Schwabe der in Bayern lebt.

    Die Vielfalt an Weinen liebt Vinissimus und hatte auch seine Probleme mit den Rallyethema, beschrieb aber dann trotzdem einige Weine, die als Alltagsweine zu trinken sind. Es war auch der erste Beitrag, der prickelndes, also Sekt oder Perlwein auf die Stufe des täglichen Getränkes erhob.

    Die Winzer, die natürlich den größten Weinkeller unter allen Weinbloggern haben, griffen vermehrt natürlich zu den eigenen Gewächsen.

    Thomas Lippert vom Winzerblog beschreibt, wie Unikate, Restposten und andere Fundstücke aus seinem Weinkeller zum Alltagswein werden.

    Bernhard Fiedler greift gerne zu Anbruchflaschen:
    „Natürlich trinken wir aber sehr oft Wein, und die Umstände machen dabei auch immer wieder einen besonders edlen Tropfen zum Alltagswein. Bevor wir nämlich eine angebrochene Kostflasche in die Ungenießbarkeit oxidieren lassen, trinken wir sie lieber aus. Auch wenn es sich dabei um unseren 16-Euro-Cabernet handelt und nur Mittwoch ist.“
    Ansonsten favorisiert er Weißburgunder.

    Eigentlich das ganz normale in einem Weingut was die beiden Kollegen machen. Probeflaschen leeren, Restposten verwerten, schlecht etikettierte Weine zum Alltagswein küren. Auch wenn ich das in meinem Beitrag nicht notiert habe, es ist Alltag im Weingut, es so zu handhaben. So selbstverständlich, das ich es in meinem Bericht nicht erwähnt habe.

    Ebenso wird diese Alltäglichkeit beim Kaulwein-Webblog nicht erwähnt und wie in meinem Bericht, der Riesling als Wein für jeden Tag gewählt.

    Sogar Weinmischgetränke (Oder heißt es Weinhaltige Getränke?) wurden als Alltagsgetränk empfohlen. Auf Kulinarisch reisen, den Blog der Österreich-Werbung, wurde der G´spritze im Rahmen der Gastbloggerei von Bernhard Fiedler empfohlen.

    Alexander Schardt ging das Thema locker an und berichtete über seine Favoriten.

    „Hoffentlich schiesse ich nicht allzu weit am Thema vorbei“ schrieb mir lamiacucina. Doch weit gefehlt, eine kleine Einführung über Champagne(r). Nicht den aus Frankreich, sondern über den Sekt aus dem Schweizer Örtchen Champagne. Und anschließend eine schöner Degustationsbericht über einen Schweizer Schaumwein.

    Aus einer anderen Ecke unserer Erdkugel kam der Bericht vom themanfrommoselriver, der seine Alltagsweine beschrieb.

    Hausmannskost favorisierte ein „Prickelwasser“ aus dem Veneto das auch partygeeignet sein soll.

    Das Rallyethema kam gerade passend für pflugblatt, da man sowieso gerade dabei war, den passenden Sommerwein zu finden.

    Swetlana suchte das Schokoei, führte eine Selbstreflexion durch, fand das Weinei, es schmeckte, kochte passend und kam zu einem Ergebnis. Lars von Schreiberswein hat im Kommentar zu diesem Artikel mir schon vorgegriffen: „Super Beitrag! Stilnote 1…“
    Hiermit erteile ich den Lesebefehl und noch einen Sonderapplaus oben drauf!

    Lars Breidenbach blieb in der Heimat und wählt den klassischen Markgräfler Gutedel für jeden Tag und denkt schon wieder über das dazu passende Essen nach.

    So wie Lars, blieb auch Joachim Ott von bestebioweine in Baden. Um die Ecke, am Kaiserstuhl, wurde er mit einem bodenständigen, typischen Spätburgunder fündig.

    Freude kam bei mir bei dem Beitrag von weinverkostungen auf. Ein Moselriesling, der zwei Dörfer weiter gewachsen ist, wurde als passender Begleiter für viele Anlässe genannt: für die gesellige Runde, auf Partys ausschenkbar, verschreckt auch nicht das holde Geschlecht (was auch immer das heißen mag)…

    Matthias Metze hatte von der vorletzten Weinrallye noch einen Wein im Beutel, den er über mehrere Wochen verkostete und er hat die Ergebnisse hier veröffentlicht. In seinem San Lorenzo Blog wird über die sehr alte Rebsorte Arneis berichtet, die sich trefflich als Alltagswein eignen soll.

    Niko Rechenberg mag es sehr kuschelig und favorisiert Pinots aus Baden. Dem kann ich nur entgegnen: „Schade, daß man Wein nicht streicheln kann. Kurt Tucholsky“

    Originalverkorkt, flüssige und überflüssige Eskapaden, hatte, wie einige Mitstreiter, seine Probleme mit dem Thema dieser Weinrallye, beschrieb aber dann aus einem Gedankenblitz heraus einem zum Thema passenden Wein.

    Ich hoffe, das ich keinen Beitrag vergessen habe. Es hat mir Spaß gemacht bei dieser Runde der Gastgeber zu sein. Die nächste Runde, die Weinrallye Nr. 10 wird von Originalverkorkt betreut. Termin und Thema wird dort in den nächsten Tagen veröffentlicht.

  • Weinrallye 9: Alltagswein

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    Nun mein eigener Beitrag zu der von mir aufgerufenen Weinrallye.

    Alltagswein oder der Wein für jeden Tag und jede Gelegenheit. Hier an der Mosel das, was man immer einem Gast anbietet: Trinkst du ein Glas Wein? Eine ordentliche Basisqualität, mit wenig Alkohol und vor allem: Der Spaßfaktor! Belebend, erfrischend und Lust auf mehr machend! Oder wie der Moselaner sagt „ein anständiger Wein“ wie ich hier schon geschrieben hatte (ganz unten, letzter Absatz). Sei es die frühkindliche Prägung, der große Lehrmeister bei der Ausbildung, das enge Moseltal mit dem beschränkten geistigen sichtbarem Horizont oder ein dem Moselaner typischer Gendefekt: Für mich als an der Mosel aufgewachsener Mensch und Winzer heißt es Riesling!2008-03-08-riesling.jpg
    Nicht die hochgelobten Spätlesen und Auslesen oder gar edelsüße Weine. Nein, der ganz einfache trockene Qualitätswein oder Kabinett: Spritzig, eine kräftige, knackige Säure und die Sinne belebend. Kein „Rauschwein“, sondern ein Wein für lange Nächte; ein Debattiertropfen, der Esprit und Phantasie beflügelt, statt sie zu lähmen, und ganz wichtig (!!!!) der Kopf muß am nächsten Morgen frisch und klar sein.


  • Weinrallye 9: Alltagsweine

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    Den Anfang zur aktuellen Weinrallye, deren Ausrichter ich bin, macht ein Gastbeitrag von Erwin Ruderer, den ich gerne hier veröffentliche:

    „Hier noch mein persönlicher Beitrag zu eurer Weinrallye:Ich bin natürlich großer Riesling Fan. Meine Präferenzen:

    1. Als „Alltagswein“ erscheint mit der 06er Burger Hahnenschrittchen QbA(Steffens-Keß) am geeignetsten. Grund:
    a. Preis-Leistungsverhältnis
    b. Knackigkeit, Frische, Spritzigkeit, Schiefernote und der Säure Rezess sind brilliant

    2. Fellbacher Lämmler 06er Riesling trocken QbA von Rainer Schnaitmann
    Wein hat super ausgewogene reife Säure und Frische. Allerdings mit 11,00 EUR ganz schön hochpreisig.
    Vom Charakter ziemlich unterschiedlich zu dem Schiefer typischen Harald Steffens Rieslingen
    Ähnliche Kellertechnik Philosophie (schonende Behandlung, wenig Oxidation)

    3. Kiedrich Gräfenberg 06er Riesling trocken von Robert Weil Rheingau
    Eher hochpreisig 10-11EUR/Flasche. Aber Säure und reifer Pfirsichton ist einfach umwerfend. Für Alltagswein aber zu teuer.

    4. Klingenberger Schloßberg 06er Riesling halbtrockenQbA , Weingut der Stadt Klingenberg a. Main
    ca 7,00EUR
    Sehr harmonisch, anregende Säure, spritzig. Überraschend guter Riesling auf Sandstein
    Nachteil: Da halbtrocken hat er einfach nicht den Ausdruck eines authentisch trockenen Rieslings

    5. Eschendorfer Lump 06er QbA trocken, Rainer Sauer Escherndorf
    Klasse und kräftiger Riesling, fränkisch trocken, nicht so filigran wie die Steffens Rieslinge und leider schon ausgetrunken (6-7EUR)

    6. Retzstadter Langenberg 06er Kab.trocken Rudolf May
    8.50 EUR. Spritziger frischer Riesling, schon fast etwas blumig aber ausgezeichnet für die eher derben Fränkischen Rieslinge, aber auch schon ausgetrunken.“