
Dieser Tage ist meine Mostwaage durch Unachtsamkeit zerbrochen. Da ich bei wichtigen Ersatzteilen oder Gerätschaften auf Vorrat denke, die Ersatzmostwaage genommen. Die Messergebnisse bei der täglichen Gärkontrolle kamen mir etwas spanisch vor. Die Kontrolle in Wasser zeigte das Übel.
Satte 6 (sechs) Öchsle zuviel zeigte das Aräometer an. Der Nullpunkt sollte die Dichte von Wasser sein.
Für den Weinkeller nicht zu gebrauchen. Eher was für die Riesenschw…..vergleiche in den sozialen Netzwerken. Jedes Jahr zu Erntebeginn das Gleiche. Unter dem Motto „Ich hab den größten, den längsten usw.“ die berühmten Bilder mit Mostwaage und möglichst hohen Öchslegraden.
Das Publikum will beeindruckt werden.
Mit dieser Mostwaage werde ich dann nächstes Jahr auch mitmischen. Dazu noch den Saft direkt aus der Kelter mit den Trubstoffen bzw. Fruchtfleischteilchen – die Fruchtfleischteilchen erhöhen das Mostgewicht, sind aber für eine exakte Messung fehl am Platz -, dazu noch kalter Saft der auch so zwei bis drei Grad bringt. Müsste eigentlich ausreichend sein, um mitzureden.
Alternativ – das obere Ende der Spindel ist bei diesen Bildern in den sozialen Netzwerken meistens nicht im Bild zu sehen – könnte man ja dieses Messinstrument oben festhalten und die Feinkorrektur vornehmen.

Wieder eine Weinernte geschafft. Eine anstrengende, jedoch entspannte und von Wetterextremen verschonte Weinernte liegt hinter uns. Doch dazu später mehr.
Obendrauf darf dann noch an den Süßigkeiten genascht werden. Essensmäßig ein Wunschkonzert für die Lesemannschaft.
Im Weinberg sind wir mit dem zweiten, selektiven Erntedurchgang fertig. Nur noch beste Rieslingtrauben hängen an den Rebstöcken. Das Wetter soll uns in den nächsten Tagen auch hold sein.

Schluß mit Helden zeugen, also das Wetter zum Helden zeugen, wie ich im
Morgens alles betaut, das Spinnennetz in seiner ganzen Pracht ersichtlich und
die nassen Arbeitshandschuhe werden praktischerweise auf dem Transportgestell für die Lesekisten auf der Raupe getrocknet.
Mit dem ersten selektiven Lesedurchgang werden wir noch einige Tage beschäftigt sein. Zurück bleiben ausschließlich gesunde Trauben, die weiter reifen können.
Ein Wetter zum Heldenzeugen, auch Kaiserwetter oder Winzerwunschwetter genannt. Vor zwei Wochen hatten wir noch etwas Muffensausen bezüglich der Fäulnis. Mittlerweile bester Altweibersommer. Kühle Temperaturen in der Nacht, tagsüber bei strahlend blauen Himmel die Sonne genießen, keinerlei Regen und aufkommender, feuchter, Nebel wird durch den Wind sofort vertrieben.



Beim Riesling größtenteils lockerbeerige Trauben. Auch sehr gesund mit jeder Menge Qualitätspotenzial. 

