Zwischen Reben, Chaos und Feierabendwein: Der tägliche Wahnsinn im Weinberg

  • Ökologische Weinkultur – über Winzer, Bioweine und Neues von ECOVIN

    Ganz Neu im Netz! Unser Ökoverband ECOVIN ist in den Internetnetzwerken angekommen. Seit zwei Wochen gibt es einen Blog: Ökologische Weinkultur – über Winzer, Bioweine und Neues von ECOVIN, seit gestern dazu passend die Facebookseite.

    Noch jung und neu, hoffe ich, daß sich dort in Zukunft einiges tut. Das meinige werde ich dazu beitragen, denn ich bin einer der Administratoren und Redakteur dieser Seiten.

    Zeitgleich läuft auch schon die erste Blogger-Aktion: Zeit für Biowein!  Infos und weiterführende Links gibt es bei Dirk Würtz, der die Betreung dieser Aktion übernommen hat.

  • Kleiner Rundweg

    Eine kleine Wanderung wurde gestern unternommen, um dem Karnevalstrubel zu entgehen. Durch die Weinberge in der Reiler Goldlay und dem Burger Hahnenschrittchen hinauf zum Sonnenköpfchen, um an einem schönen Ort hoch  über der Mosel ein Gläschen Riesling  (Reiler Goldlay) zu trinken.

    Weiter ging es durch die Wälder bis zum Fünftälerblick oberhalb Enkirchs um die schöne Aussicht und ein weiteres Glas Wein zu genießen.

    Der Rückweg durch die Weinberge führte uns am Schloß Burg vorbei. Ein kleines Schloß, dass nachdem es die Katasprohenschutzschule von Rheinland-Pflaz beherbergt hatte, mittlerweile in Privatbesitz ist. Wer noch zu heiraten hat oder dies beabsichtigt, kann dafür das Schloß anmieten.

    Direkt neben dem Schloß überquerten wir dann den 50. Breitengrad, bevor uns der Hunger in Richtung Heimat trieb.

    Der Abschluß nach dem 16 km Rundwanderweg wurde im Reiler Hof gemacht. Die Küche servierte zum Dessert das Sektsorbe stilgerecht auf einem Eisblock gekühlt.


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  • Reklame

    Ein Hinweis oder Reklame in eigener Sache. Unsere Basisweine, die Literflaschen,  haben wir in den letzten Tagen abgefüllt. Gibt es hier schon zu kaufen. Nach Karneval geht es weiter mit dem Abfüllen. In der ersten Märzwoche ist dann unser Sortiment mit dem 2011er Wein komplettiert. Die Weinliste wird dann anschließend per klassischer Briefpost mit einer echten Briefmarke verschickt. Nicht mit so einem Freistempel, der inclusive Briefumschlag direkt, ungeöffnet ins Altpapier fliegt. Eine klassische Reklame, die auch in Zeiten von Internet und Facebook bei uns im Weingut eine sehr wichtige Rolle spielt.

  • Eiszeit

    Die kalten Temperaturen hinterlassen nun auch auf der Mosel ihre Spuren. Während durch die starke Wasserströmung bei Reil die Mosel noch Eisfrei ist, hat man bei Zell schon eine geschlossene Eisdecke. Zwei Tage sind noch tiefe Frosttemperaturen gemeldet, dann soll es wärmer werden.

    Das lässt mich an den verheerenden Eisgang von 1997 denken. Binnen weniger Minuten stieg durch einen Eisstau die Mosel um mehrere Meter und der vor unserem Haus gelegene Moselparkplatz war mehrere Wochen meterhoch mit Eisschollen bedeckt. Alf, einige Kilometer Moselabwärts gelegen, wurde durch den Eisgang damals überschwemmt. Hier gibt es ein Video darüber, ab der 8. Minute wird es spannend.

  • Das Steffens-Keß Verkosterteam

    Das Steffens-Keß Verkosterteam hat gestern wieder zugeschlagen. Offiziell bei der Weinrallye 1: Reif für die Insel erstmalig hier im Blog öffentlich aufgetreten, ansonsten für jeden Quatsch zu haben, helfen mir meine Freunde jedes Jahr bei der Finalprobe der Faßweine für die Abfüllplanung. Vorbeugen vor der eigenen Betriebsblindheit heißt das Motto. Heiße Diskussionen, ergiebiges Probieren, heute nochmals nachgetestet ob die gestrigen Geschmackseindrücke richtig gewesen sind und in den nächsten Tagen werde ich das 2011er Weinsortiment zusammen stellen. Ein sehr guter Jahrgang, erinnert mich in der Fruchtausprägung an den 2009er oder 2005er, jedoch etwas filigraner, eleganter. Noch sehr jung, aber mit Potential, das sich im Laufe der Weinreifung zunehmend zeigen wird.

  • Die Salatsaison ist eröffnet!

    Das erste Ergebniss unseres Neuen Projektes, über das ich vor längerer Zeit hier und hier berichtete, ist abgefüllt. Riesling-Balsamessig! Im kleinen Holzfass aus Eiche und Maulbeere lange gereift und nun zum Start in die Salatsaison käuflich erwerbbar.

    Dazu Feldsalat, der in unseren ökologisch bewirtschafteten Weinbergen wild wächst. Leider sehr aufwendig beim Säubern, aber geschmacklich perfekt im Gegensatz zum turbomäßig gezüchteten Gewächshaussalat. Verfeinert mit einer Vinaigrette aus den von uns angebotenen Zutaten, ganz nach ihrem Gusto. Heute Abend bei uns mit Riesling-Balsamessig, gerösteten Sonnenblumenkernen und Croutons und davon einen ganzen Teller voll zum sattessen.

  • Eiswürfelwetter

    Wenn man den Wetterfröschen glauben darf, war heute die kälteste Nacht in der jetzigen Kälteperiode. Trotz der im letzten Jahr an den Fenstern angebrachten Vorsatzscheiben, findet man hin und wieder Eisblumen, die bizarre Muster auf den äusseren Fensterscheiben bilden.

    Bisher wurde es mir erspart bei diesen Temperaturen in den Weinberg zu gehen um das Zwiebelschalenprinzig, über das ich hier berichtete, zu testen. Im Weinkeller hat sich bisher noch genügend Arbeit gefunden und beim Etikettieren einer Kleinmenge Wein gabs es im ungeheizten Weinlager schon genug kalte Finger.

    Vorteilhaft ist das kalte Wetter auf jeden Fall für den 2011er. Der Keller kühlt ab! Die dann kalten Weine verlieren bei der bald erfolgenden Abfüllung viel weniger Gährungskohlensäure- und Aroma. Natürliche Aromaschonung, über die ich auch schon einmal schrieb.

  • Endlich kalt!

    So sicher wie das Amen in der Kirche wurde schon seit Tagen die arktische Kaltfront aus Sibirien angekündigt. Heute Abend weiß gepuderte Weinberge bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Bis zum Wochenende soll es richtig schweinekalt werden.

    Ich freue mich darauf. Erstens ist es mal wieder richtig knackig kalt, zweitens habe ich mächtig aufgerüstet. Nach zwei sehr langen und kalten Wintern hatte ich schon früh vor dem Winter in mich wärmende Arbeitsbekleidung investiert. Das Zwiebelschalenprinzip der Kleidung aufs äußerste ausgereizt, um sich auch bei sehr tiefen Wintertemperaturen dem bewegungsarmen Rebschnitt widmen zu können. Ich denke, dass ich bis in hohe Minusgrade dem Frost nun trotzen kann. Wobei, ehrlich gesagt, die Finger die Schwachstelle sind, da keine allzu dicken Handschuhe verwendet werden können.

    Ende der Woche werde ich es mal versuchen, der Lehrling muß mit und ich hoffe, dass er meine heutigen Tipps zum Zwiebelschalenprinzip verstanden hat, ansonsten muss er sich warmzittern.

  • Messebesuch

    Wie jedes Jahr besuchte ich heute die Agrartage in Nieder-Olm, Rheinhessen. Immer mehr Besucher kommen  zu dieser regionalen Maschinenausstellung und der Autoparkplatz entfernt sich von Jahr zu Jahr weiter vom Messegeschehen. Aber ein Spaziergang tat heute morgen in der frostigen Luft sehr gut.

    Da man zu zweit mehr sieht, begleitete ich einen Kollegen aus Württemberg, mit dem ich mich dort verabredet hatte. Neben den aktuellen Traktoren und Anbaugeräten für den Weinbau, leider das meiste für den Flachlagenweinbau und nicht für die Steillagen, interessierte sich mein Freund vor allem für elektrische Rebscheren. So konnte ich mich auch sachkundig über die angebotenen Scheren machen. Handhabung, Gewicht, Tragegurte für den Akku und natürlich  Probeschneiden an bereit gelegten Reben wurde getestet und schlußendlich auch eine gekauft.

    Der Reiz dieser Messe besteht vor allem darin, dass auch kleinere Anbieter sich einen Messestand leisten können. In einem der beheizten Ausstellungszelte fand ich einen Schweizer Anbieter von Flaschenregalen für den Weinkeller, Weinlokale oder als Weinladenausstattung. Ein gut durchdachtes Regalsystem mit Präsentationsmöglichkeit einer Schauflasche und darunter der für den Abverkauf notwendige Flaschenvorrat. Sogar an seltenere Flaschenformen wurde gedacht. Lagermöglichkeit für den fast nur in Franken verwendeten Bockbeutel oder die ganz lange Schlegelflasche und andere weniger verwendete Flaschenformen, die sich auch nicht so einfach übereinander stapeln lassen. Ein durchaus gelungenes Regalkonzept.

    Thomas vom Winzerblog war gestern schon auf der Messe und hat schon über seine kurzen Eindrücke berichtet. Auch einer, der jedes Jahr auf dieser Messe ist und darüber berichtet. Leider haben wir uns, wie jedes Jahr, verfehlt, während heute sehr viele bekannte Kollegen von der Mosel anwesend waren.

  • Gestern und heute im Filter: Die besten Rieslinge aus 2011

    Zwei Tage problemloses filtrieren. Ich war richtig stolz, denn so problemlos hatte ich bisher noch nie filtriert. Bis gestern Nachmittag, aber dann…

    Es muß mit meinem Ökoriesling zu tun haben, anders kann ich es mir nicht erklären. Die wollen einfach nicht durch den Filter. Rasend schneller Druckanstieg bis hin zur Verblockung der Filtrationsschicht. Ärgerlich, wenn der Filter dann außerplanmäßig geleert und gereinigt werden muß. Es waren, Gott sei Dank, nur zwei Fässer, die diese Probleme bereiteten.

    Geschmeckt haben die Weine alle, bei den Besten habe ich natürlich mehrfach probiert.

    Der Weinstein, der sich in den Fässern abgesetzt hat, nimmt zuweilen bizarre Formen an.  Statt schöne Kristalle, wie in meinem vorgestrigen Blogeintrag, gab es heute stäbchenförmigen Weinstein zu bewundern.