
Wie in jeden guten Weinjahr gibt es wieder Rekordmeldungen über besonders hohe Mostgewichte:
„Eines ist klar in punkto Mostgewichte hat der Jahrgang 2011 bereits jetzt den Sprung in die Annalen und in die Rekordlisten geschafft. Mit 340 ° Oechsle…“
Mostgewichte für Trockenbeerenauslesen, also rosinenartig eingeschrumpfte Beeren, die anschließend zu Wein vergären sollen.
Dabei wird völlig außer acht gelassen, das diese Rekordverdächtigen, hochkonzentrierten Moste, sich niemals zu Wein vergären lassen, da der extrem hohe Zuckergehalt konservierend wirkt und durch den osmotischen Druck keine Mikroben überleben können. Mehr Augenwischerei als reale Möglichkeit einen hochwertigen Dessertwein zu produzieren.
Aber dessen ungeachtet: Kann ich auch! Ca. 300 Öchsle, die sich mit unserer normalen Mostwaage nicht mehr messen lassen, bei einer respektablen Menge. Werde ich mir wohl als Marmeladenersatz aufs Brot schmieren.







Obwohl es so aussieht, das Teile der Erntemannschaft schon ermattet sind, lief bisher alles stressfrei ab. Die Rieslingtrauben erfreuen sich äußerster Gesundheit und wir können gemütlich weiter ernten.

In letzter Sekunde in der Traube gesehen: 






Leichte Sorgen mache ich mir über die Mosttemperaturen. Die kleinen Mostmengen die wir momentan bei der Vorlese ernten, können wir noch auf optimale Gärtemperaturen kühlen. Eine normale Kompletternte, mit den dann sehr großen Saftmengen, wäre kühlungstechnisch nicht zu bewältigen. Lt. Wettervorhersage soll es ab Mitte der Woche kühler werden und dieses kleine Problem wäre gelöst.